Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Warum nicht einfach den Kopf abhacken?

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Ich bin ja kein Freund der Todesstrafe. Aber warum müssen die Länder, die sie noch haben, diese immer so kompliziert machen? Lassen wir die Staaten mit Scharia mal außen vor, die sind da ohnehin besonders seltsam eingestellt. Aber sich als zivilisiert betrachtende Staaten wie einige in den USA machen die Todesstrafe viel zu kompliziert.

Der elektrische Stuhl ist unmenschlich, weil so mancher Delinquent auf diesem länger als menschenwürdig buchstäblich herumbrutzelt. Da fing auch jemand schon mal an zu brennen, und mancher war kaum totzukriegen. Nicht schön.

Die Giftspritze, ein Cocktail aus Pentobarbital (welches von der europäischen Firma Lundbeck produziert wird) gegen das Bewußtsein, einem Relaxans zum Ersticken und noch irgendwas ist auch recht aufwendig. Opfer festschnallen, dann ewig lange eine Vene suchen, besonders, wenn der Betreffende Junkie war und alle Venen im Arsch sind, und dann das Zeug spritzen, was auch nicht immer so gut klappt... Jedenfalls hatten schon einige den Atemstillstand, obwohl sie noch bei Bewußtsein waren. Außerdem, selbst wenn der Tod an sich binnen fünf Minuten eintritt, kann die Gesamtaktion eine dreiviertelstunde dauern. Nicht schön.

Mit der Gaskammer hat man ja als Deutscher ohnehin so seine Probleme. Aber das in einem speziellen Verfahren freiwerdende Blausäuregas erzeugt auch einen Atemsillstand. Zwar gibt es was gegen Krämpfe vor dieser Aktion, aber zwei bis drei Minuten bleiben sie bei Bewußtsein, ohne atmen zu können. Nicht schön.

Wenn man denn schon hinrichtet und so bei nachträglich erwiesener Unschuld eine Rehabilitation unmöglich macht, warum nicht mit der Guillotine? Damit ginge das mit wenig Aufwand in Sekundenschnelle. Oder ist der Anblick abgetrennter Köpfe und größerer Mengen Blut den Verantwortlichen nicht zuzumuten? Bloß nicht die Finger beschmutzen, bloß nicht sehen, was passiert?

Aber noch viel besser, als einfach den Kopf abzuhacken, wäre, ihn ganz dranzulassen.

Verzapft am 26. April 2011, so um 13 Uhr 30

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Kommentare

Was sagt Violine dazu?

26. April 2011 um 13 Uhr 56 (Permalink)

Die Guillotine galt damals ja als besonders humanes Verfahren, deswegen wurde es angewendet.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 26. April 2011 um 14 Uhr 33 (Permalink)

Ja. Aber warum nicht mehr heute? Den Henkern nicht zuzumuten?

Was sagt junk_f dazu?

26. April 2011 um 14 Uhr 43 (Permalink)

Wenn der menschliche Körper wie der Körper eines Huhns funktioniert, kann der Körper nach dem entfernen des Kopfes eventuell noch durch die Gegend rennen. Auch wenn manche Menschen ohnehin schon kopflos wirken, wäre diese Art des kopflosen Reiters irgendwie unpassend.

Was sagt Jaycee aus dem Atomlabor Wuppertal dazu?

26. April 2011 um 14 Uhr 54 (Permalink)

Der Schlußsatz sagt alles !

Was sagt Brutzler dazu?

26. April 2011 um 18 Uhr 41 (Permalink)

..erst müssen die das Grab selber buddeln...und dann ordentlich mit dem Spaten auf die Rübe...immer wieder..immer wieder...

Was sagt rauskucker dazu?

06. Mai 2011 um 23 Uhr 22 (Permalink)

Todesstrafe für Politiker nur bei bewiesener Schuld ohne Aussichten auf entlastende Umstände. Oder für Merkel.
Und Diekmann. Und Ratzinger. Die drei, dann ist genug Bluts geflossen.

Was sagt rauskucker dazu?

25. Mai 2011 um 15 Uhr 09 (Permalink)

Mir fällt noch ein schönes Argument für die Guillotine ein: beim Köpfen von Adligen soll das Volk sehen, daß das mit dem blauen Blut auch nur eine Lüge war.

Eigenen Senf dazugeben?

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