Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Der Damaris ihre Freude.

Kategorie: Erlebtes

Im Sommer 1985 war ich gerade von Gießen nach Münster gezogen worden, ich war dreizehn Jahre alt und hing noch sehr an meinen alten Freunden dort, die ich so oft als möglich besuchte. Was nicht das Problem war, ich konnte schon selbständig mit der damals noch zuverlässigen Eisenbahn fahren.

Nun war November, und einer meiner engsten Freunde dort schleppte mich und ein paar andere zu einem Rockkonzert. Meinem ersten überhaupt. Klasse! Damaris Joy hieß die Band, und sie spielte (ich glaube sogar kostenlos für uns) in der berühmt-berüchtigten Gießener Talstraße, einer Freikirche, der besagter Freund amt Familie angehörte. Er hatte mich früher auch in Bibel- und Gesprächskreise eingeführt, die in der großen Pause stattfanden. Ich ging gerne dorthin, denn wenn es regnete oder es kalt war, hatte ich es dort warm und trocken.

Ich verstand kein Wort, was die da sangen. So gut war mein Englisch noch nicht. Aber es war laut, und das war die Hauptsache. Zwischendrin wurde der Bandname oder einzelne Songs erläutert, christliche Sachen erzählt und rumgebetet, was mich jedoch nicht störte.

Interessant war es allemal, eine Freikirche und ihre Jünger betrachtet zu haben. Vor der Musik als solcher würde mir heute wohl eher grausen. Zu poppig, wenn ich mich recht erinnere. Aber immerhin: Echte Rockmusik mit echten elektrischen Gitarren, das war schon was, damals®, bei meinem ersten Rockkonzert.

Verzapft am 09. August 2011, so um 10 Uhr 50

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