Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Undekorativer Kerl vor häßlicher Gardine.

Kategorie: Verrueckt

Ulf, im Hintergrund eine ekelerregend geschmacklose Gardine.Ich habe fertig. Jedenfalls für's erste und in Saarbrücken. Für alle drei ist es wohl das beste. Dann muß ich auch nicht mehr diese grausige Gardine bewundern, die mir, wenn ich erwacht werde von metallischen Klängen, fast den Appetit aufs Frühstück verdirbt.

Ich kann mich eigentlich zwar nicht beschweren. Weder über die hier Tätigen noch über die mit mir betätigten. Verpflegt wurde ich schon deutlich schlechter und behandelt auch. Die Reha vor vier Jahren habe ich ja nur knapp überlebt. Eigentlich ist es hier super.

Abgesehen von dieser wirklich furchtbaren Gardine! Aber ich ziehe sie trotzdem lieber zu, sonst kann mir ja jeder beim Onanieren Umkleiden zuschauen.

Und wenn Saarbrücken auch nicht wirklich attraktiv ist, so habe ich mich doch an den morbiden Charme des Verfalls sehr gewöhnt. Was auf diese entsetzliche Karikatur einer Gardine nicht zutrifft! Jeden Tag beleidigte sie mein Auge!

Morgen jedoch fahre ich endlich endgültig heimwärts zu meiner Liebsten. Nachdem ich vom Weihnachtsurlaub gestern nochmals extra und allein für den heutigen Tag siebeneinhalb Stunden (wegen Verspätung und dadurch verpaßter Anschlußzüge) hergurken durfte. Netterweise traf ich in Hamm einen Kollegen (im doppelten Sinne!), mit dem ich die nettesten Geschichten aus der Pflege austauschte. Was tatsächlich Stoff für sechs Stunden bot! Stoff, der mir besser gefällt als der dieser verdammten Gardine!

Und wie geht es nun weiter? Berufliches Trainig, Qualifizierung, Umschulung. Ich habe keine Lust, nichts zu tun. Ein Zentrum dieser Art wäre in Dortmund. Da kommt man schnell mit dem Zug hin.
Damit vermeide ich vielleicht nicht nur die Trennung von meiner Liebsten, sondern auch solche Gardinen.

Verzapft am 27. Dezember 2011, so um 16 Uhr 48

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Kommentare

Was sagt Christian Siewert dazu?

27. Dezember 2011 um 17 Uhr 14 (Permalink)

Na dann, viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim onanie....ehm....umkleiden. wink Christian

Was sagt maobe dazu?

27. Dezember 2011 um 17 Uhr 59 (Permalink)

onanie ist liebe an und für sich! biggrin

alles gute auf dem weiteren wege smile sorry das es bei mir nicht mit mal vorbeischauen geklappt hat -.-

PS.: Passend zum Thema "onanie" wurd mir hier eben ein Captcha angeboten das mit "WXN" begann... biggrin biggrin biggrin

Was sagt Violine dazu?

27. Dezember 2011 um 18 Uhr 40 (Permalink)

Die Gardine sieht schwarz-rot-gold aus. Ist Dir das schon aufgefallen?

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 27. Dezember 2011 um 19 Uhr 32 (Permalink)

Was sagt Chrissi Flauschkraehe dazu?

27. Dezember 2011 um 20 Uhr 12 (Permalink)

Die Gardinen sind in der Tat fürchterbar, allerdings wesentlich geschmackvoller, als die beigefarbenen Aufhänger, die hier in der hiesigen Klinik hängen... und immerhin dienen sie ihrem Zweck, freiweg nach dem Motto: nicht schön, aber effektiv!

Es ist aber erfreulich zu lesen, dass Du bald wieder Zuhause bei Frau und Kind Pflegewauwau bist und hoffentlich kannst Du bald wieder ins Leben der Arbeitnehmer einsteigen, ich wünsche es Dir!

Was sagt Dieter dazu?

28. Dezember 2011 um 00 Uhr 03 (Permalink)

Hallo, einen guten Start und viel Freude " at home " . Vielleicht gibt es Deine geliebten Gardinen auch in Münster? Notfalls sehe ich mich in Hamburg mal um - o.k. ?

Was sagt Christine dazu?

30. Dezember 2011 um 09 Uhr 43 (Permalink)

So ein Training im BTZ habe ich auch gemacht, allerdings in Dresden. Ich habe mit 14-tägigen Praktika in verschiedenen Unternehmen begonnen, blieb dann bei zwei Arbeitgebern ein Vierteljahr und begann sofort im Anschluss bei meiner jetzigen Redaktion. Das Schönste an dem Ganzen war, dass ich während der Stunden im BTZ selbst Webradio hören könnte, während ich mich in Adobe InDesign eingearbeitet habe. Das Härteste waren 14 Tage im Sächsischen Staatsarchiv, in denen ich eine Arbeitsplatzanalyse vorbereiten musste. Das war wie allmähliches Ersticken. Aber laut Neigungsfragebogen sei ich mit archivarischer Begeisterung ausgestattet. Davon wollten sich meine Betreuer überzeugen. Glücklicherweise bot sich im Archiv innerhalb der vierzehn Tage keine Perspektive, zumal es kurz vor einem reko-bedingtem Umzug stand. Gelandet bin ich da, wo ich wollte: beim Lifestyle-Journalismus, zwar nicht beim Radio sondern im Print, aber immerhin in Dresden. Inzwischen habe ich mich auch bei meiner Traumzeitschrift "AINS" in Stuttgart beworben. Das war ein kurzer Schreckschuss für meine Familie, der mit dem Vorstellungsgespräch endete, bei dem ich den Verdacht hatte, dass die Chefredakteurin eine Schwangerschaftsvertretung suchte. Dafür fühlte ich mich noch nicht fit genug. Das war wahrscheinlich zu spüren.

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

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