Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Kein Konzept. Kein Plan. Keine Informationen. Kein Verkehr.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Eigentlich will ich ja nicht mehr über die Bahn meckern. Aber sie treibt mich zur Weißglut! Da ist nix mit Gelassenheit.

Eigentlich wollte ich zum PARTEItag nach Essen, um für den Bundestag zu kandidieren und vielleicht ein paar Leute kennenzulernen.

Ich wollte einen Regionalzug nehmen um 13:10 Uhr - lieber frühzeitig wegen der üblichen Verspätung. Im Bus erfuhr ich durch den Fahrer, dass beim Basteln am Bahnhof eine alte Fliegerbombe ausgebuddelt worden und daher alles dicht war. Gut, das kann passieren, ist ja bekannt, dass noch etliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden ruhen. Doch gibt es wohl noch weitere Blindgänger, die das noch immer nicht mitbekommen haben, denn offenbar gibt es für diesen Fall kein echtes Konzept. Und offenbar war auch keiner im Stande, eines spontan zu entwickeln, denn auch wenn das Teil um 3:20 in der Nacht gefunden wurde, es passierte nichts, was den Reisenden geholfen hätte.

Zunächst verließ ich den Omnibus und nahm den für die Gegenrichtung. Nicht, um nach Hause zu fahren, sondern zum Bahnhof in Hiltrup*1, denn von dort gab es ja noch Verbindung nach Süden.

Zumindest theoretisch.

Zunächst gab's einen Kostenlosen Kaffee. Und die Information, dass wir über Hamm fahren müssten und der Zug dorthin abweichend gegenüber fahren würde. Und einen Kaffee. Das war aber auch schon alles. Wann ein Zug fahren sollte erfuhren wir nicht, geschweigedenn wie wir sonst weiter­kommen könnten.

Nach einer Weile fruchtlosen Wartens rief dann jemand bei der Bahn-Hotline an, der nach endlos langer Warteschleife (teuer!) gesagt bekam, dass man keine Auskunft geben kön­ne, da kein Zug der Deutschen Bahn dort mehr fahre, sondern nur die der Eurobahn. Auf deren Internetseite fand sich zwar alles mögliche, nur überhaupt kein verwertbarer Hinweis, außer einer Telephon­nummer, unter der jedoch keiner den Anruf entgegennahm. Lautsprecherdurchsagen gab es trotz vorhandener Anlage keine. Der Monitor zeigte nur den regulären (unbombardierten) Plan.
Ist es denn unmöglich, sich unter den verschiedenen Unternehmen mal eben zu verstän­digen, um die Fahrgäste zu informieren?

Wegen der nicht vorhandenen Informationspolitik wartete ich sinnlos hoffend am Bahn­steig, bis offensichtlich war, dass ich meinen wichtigen Termin nicht mehr ansatzweise erreichen würde.

Ich prangere das an!, da ich bei angemessener Information eine andere Möglichkeit hätte suchen können, wenn schon diese Pseudo-Transportunternehmen nicht in der Lage sind, Ersatzverkehr und entsprechende Infos zu organisieren.

Dass eine Fliegerbombe alles durcheinanderbringt verstehe ich durchaus. Doch ich bin nicht bereit, zu verstehen, dass es dafür kein vernünftiges Konzept zu geben scheint.

Das lässt sich nicht mit einem popeligen Gratiskaffee wegwischen.

Oder wollte da jemand meine politische Karriere sabotieren?(VERSCHWÖRUNG! EINSELF!!!)

Nachtrag 19 Uhr: Mail geschrieben*2:

Ich habe es geschafft, ohne Führerschein und ohne dabei etwas zu vermissen Vierzig zu werden. Da die Deutsche Bahn allerdings nur darin zuverlässig ist, immer unzuverlässiger zu werden, überlege ich nun doch, Autofahren zu lernen.

Am liebsten hier in Gremmendorf. Da die auf Ihrer Seite angegebenen Zeiten Unterrichtszeiten sind, würde ich nun gerne wissen, wann ich da mal vorstellig werden kann zwecks Information.


Verzapft am 07. Juli 2012, so um 16 Uhr 26

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Kommentare

Was sagt Michael Drews dazu?

07. Juli 2012 um 19 Uhr 33 (Permalink)

Den Ärger kann ich gut verstehen. Trotz allem, einen schönen Abend.

Was sagt huntress dazu?

08. Juli 2012 um 09 Uhr 54 (Permalink)

Ach Ulf! Ich musste gerade etwas schmunzeln. So ein Härtefall ist mir noch nicht widerfahren, aber ähnliches natürlich schon. Trotzdem tut es mir leid, so etwas lesen zu müssen. Es ist ein absolutes UNding, dass keine Information möglich war, obwohl doch heutzutage alles vernetzt ist, Informationen ohne Ende gesammelt werden und dann passiert so etwas!? Bombe hin oder her, da MUSS man als Dienstleister trotzdem für Busse oder Taxen sorgen.

Für das nächste Mal dürfte sich doch vorab eine PARTEI-Fahrgemeinschaft finden lassen!?

Was sagt Jürgen L. dazu?

12. Juli 2012 um 14 Uhr 12 (Permalink)

Hallo,

Eigentlich will ich auch nicht über die Bahn meckern aber sie erinnert mich an die alte Reichsbahn in der DDR. Der Haufen hat auch nichts in die Reihe gekriegt. Heute schaffen sie es nicht mal Regionalzüge pünktlich abfahren zulassen. "....bitten wir um ihr Verständnis" Die Durchsage ist das Einzige auf das man sich verlassen kann.

Gruß aus Erfurt

Jürgen

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