Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Blutflecken vor der Wohnungstür.

Kategorie: Erlebtes

Blutfleck vor der Wohnungstür.Passiert war es bei Brunos Nachmittagsbespaßung. Er hatte den Stock gebracht, genau wie immer, und versucht, ihn zu verteidigen und aufzufressen, genau wie immer. Gequiekt oder sonst etwas auffälliges hatte er nicht, so daß ich dachte, daß ich mich beim Werfen geratscht hatte und das Blut daher stamme.

Nö. War nicht der Fall.
Aus der Schnute kam auch nichts, doch die linke Vorderpfote blutete wie Sau. Schmerzte allerdings scheinbar nicht wirklich, zumindest lief er noch ein ganzes Stück normal neben mir her, als ich mich mit ihm auf den Heimweg machte, um mir die Sache genauer zu begucken. Ob er zum Doc mußte oder nicht. Allerdings tat er irgendwann das, was Hunde dann zu tun- Wunden lecken!

An der Pfote zu schlabbern und gleichzeitig zu Laufen is nich, nur entschied er sich für Schlabbern und machte nicht mehr mit.

Ich bin kein Hundeexperte, deshalb war ich zunächst etwas besorgt. Aber egal wie, das Vieh mußte erstmal nach Hause, egal wie es dann weitergehen sollte.
Dreißig Kilo Hundefleisch haben ein ganz ordentliches Gewicht, ungefähr dreißg Kilo etwa.
Zwar toleriert er mittlerweile, von mir angehoben zu werden, doch wenn er schonmal auf Augenhöhe ist, bietet sich ja eine wunderbare Gelegenheit, mir das Gesicht abzuschlecken. Von mir aus, wenn das nur nicht so hinderlich beim Transport wäre! Und es war noch ein ganzes Stück bis nach Hause.

Brunos Pfote.Absetzen mußte ich ihn dann vor der Wohnungstür zum Aufschließen (Pfötli schlabber), dann ab ins Bad und erstmal weg mit dem Blut. Dieses quoll aus einer winzigen Macke zwischen den Zehen wie aus einem Brünnlein. Natürlich hatten wir nichts passendes im Haus, aber kleine Wunden bedürfen ja auch beim Menschen meist nur des vorläufigen Schutzes. So fixierte ich einen Waschhandschuh, damit die Stelle Ruhe hatte. Sein Gangbild veränderte sich danach recht abenteuerlich, beim Laufen strecke er die verbundene Pfote zuerst Heil-Hitler-mäßig in die Höhe, bevor er auftrat.

Bald stand die Blutung, das Ding konnte weg und er lief wieder normal. Kein Grund zur Sorge. Nur zum Putzen.

Verzapft am 18. Januar 2012, so um 08 Uhr 36

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Kommentare

Was sagt Ma Rode dazu?

18. Januar 2012 um 09 Uhr 39 (Permalink)

Dann schaut mal, ob die Wunde auch gut heilt und sich nichts einkapselt. Bei meinem Haarigen bildete sich dort Wochen später ne doofe Zyste, die operativ entfernt werden musste. Wehret den Anfängen! Und beste Genesungswünsche an Bruno.

Was sagt psychoMUELL dazu?

18. Januar 2012 um 09 Uhr 55 (Permalink)

hoffentlich hat er sich nichts eingetreten ...

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 18. Januar 2012 um 10 Uhr 23 (Permalink)

Keine Sorge. die Wunde ist nach nochmaliger Inspektion tatsächlich so mickrig und sieht sehr gut aus. Ich werde ihn ein paar Tage etwas bremsen, daß die Wunde noch Ruhe hat.

Lecken tut er kaum noch. Ich behalte es aber natürlich im Blick! Wenn irgendetwas ungeheuer sein sollte, dann haben wir einen guten Tierarzt in der Nähe.

Was sagt psychoMUELL dazu?

19. Januar 2012 um 05 Uhr 41 (Permalink)

ein Ex-Krankenpfleger wird ja wohl auch noch nicht alles verlernt haben^^

Was sagt Ma Rode dazu?

19. Januar 2012 um 08 Uhr 02 (Permalink)

Genau! Und ein 1.-Hilfe-Kurs besucht zu haben (so wie ich letztens, lechtz) hilft auch.

Was sagt olli dazu?

19. Januar 2012 um 19 Uhr 06 (Permalink)

situation souverän gemeistert bin stolz auf euch

gruss olli

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