Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Vergiftete Hunde, vergiftete Seelen.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

In unserer Nachbarschaft ist kürzlich ein Hund gestorben. An Rattengift. Fachgerecht werden Giftköder so ausgelegt, dass Hunde nicht herankommen können.

Ich kann durchaus verstehen, wenn jemand Hunde nicht mag. Niemand kann alles und jeden mögen. Aber deswegen zu Rattengift oder Rasierklingen zu greifen, damit Hunde qualvoll verrecken? Da geht es wohl eher zufällig um das Tier als solches, sondern eher um blinden Hass, der sich irgendwie entladen soll, und Hunde bieten sich da als Zielscheibe an. Bellen, kacken, pissen und so weiter. Doch Hunde zu vergiften ändert die Lebenssituation der Täter nicht im geringsten. Es ist absolut sinnlos. Doch darum geht es sicherlich auch gar nicht.

BrunoIch vermute dahinter den gleichen Menschenschlag, dem auch Trolle und andere Vandalen angehören: Wer nichts Gutes zu vollbringen vermag, versucht stattdessen, sich dadurch stark zu fühlen, dass er anderen Schaden anzurichten versucht. Oder wenigstens andere ärgert. Wie armselig muss eine solche Existenz sein...

Was kann man dagegen vorbeugend tun, außer zu verhindern, dass der Köter irgendetwas frisst?

Da gibt es zum Beispiel Apps für Eierfön und Android, zum Beispiel den Giftköder-Radar oder die Tierschutz-App. Diese leben natürlich von der Mitarbeit der NutzerInnen und sind in ihrer Zuverlässigkeit davon und damit auch von der Verbreitung der Apps abhängig.

Und was machen Menschen, die kein Smartphone besitzen, vielleicht nicht einmal einen Computer?

Zu verhindern, dass der Hund irgendetwas in der Pampa frisst, ist das eine. Dass es Menschen gibt, die sowas tun, das andere. Das Schlimme.

Verzapft am 17. Februar 2013, so um 10 Uhr 54

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Kommentare

Was sagt Ma Rode dazu?

18. Februar 2013 um 09 Uhr 16 (Permalink)

Ich versteh´s nicht, ich stehe allerdings auch auf der "anderen" Seite. Sehe zu, dass mein Vierbeiner nur da hinkackt und hinpinkelt, wo es nimanden stört und habe immer eine Tüte für Notfälle dabei.

Aufklärungsarbeit auf beiden Seiten ist es, die weiterhilft.

Oft habe ich erlebt, dass Leute mit Hunden ihren Vierbeiner alles durchgehen lassen (Faulheit, Blindeheit, Absicht). Der Zorn der Betroffenen fokussiert sich dann blöderweise erst mal auf den Hund. Aber eigentlich sind es die Zweibeiner, die ihr Tier nicht erziehen (wollen). Da habe ich es als Mensch mit Hund schwer, die verharzten Vorurteile ad absurdum zu führen. Gelingt leider nur selten.

Was sagt Michael Drews dazu?

18. Februar 2013 um 17 Uhr 13 (Permalink)

@Ma Rode, endlich mal eine Hundebesitzerin mit Hirn. Natürlich kann der Hund nichts dafür, verantwortlich ist immer der "Zweibeiner". Aber ich hasse vollgeschissene Gehwege. Die wenigsten Hundehalter räumen den Dreck wieder weg. Bei mir in der Straße ist der Gehweg jede Woche vollgeschissen, und jeder Proll mit bösem Blick im Alter von 18 bis 30 rennt mit einem "Raubtier" durch die Gegend und scheißt die Umwelt zu.

Was sagt Zeddi dazu?

18. Februar 2013 um 18 Uhr 16 (Permalink)

"Wir" sind seit kurzem auch "mit Hund" unterwegs, und manchmal auch sehr entsetzt wie wenig andere Hundehalter sich für ihren "Liebling" interessieren und auch nur den Versuch unternehmen ihn zu erziehen.

Da dürfen Hunde in nicht-freundlicher Absicht so stark wie sie wollen an der Leine ziehen in unsere Richtung (unser Hund ist ein wenig schüchtern und zeigt noch etwas Angst vor anderen Hunden, da er von einer Hilfsorganistation kommt) - und von Herrchen und Frauchen kommt ein "Keine Angst $Name_des_Hundes der tut dir nichts" - ich würde denen am liebsten Sagen "Mein Hund villeicht nicht, aber wenn Sie ihren $Name_des_Hundes nicht endlich kontrollieren kann ich für nichts Garantieren".

Kein Hund ist perfekt, und auch wir müssen mit unserem noch viel Trainieren aus o.G. Gründen, aber man sollte zumindest den Versuch machen.

Selbstverständlich gehört es auch zur Pflicht eines jeden Hundehalters Häufchen auf Gehwegen, am Rand e.t.c. zu entfernen.

Aber man sollte hier ganz klar sagen das die Besitzer schuld sind, und nicht der Hund - der kann nicht wissen wo er sein Geschäft verrichten darf wink Das ist genauso rücksichtslos wie viele andere Dinge des Alltages halt auch.

Ich verstehe hier bei uns auch Hundebesitzer nicht die über den Spielplatz mit ihrem Hund laufen! Das muss doch nicht sein, das fordert doch auch heraus das der Hund seiner Natur entsprechend dort etwas markiert an dem Kinder Spielen.

@Michael Also erstmal sind Hunde idr. keine Raubtiere, sondern schon irgendwie sehr menschlich geprägt - wenn auch auf teilw. sehr unterschiedlichen Charaktereigenschaften gezüchtet wurde. Fast jeder Hund kann gut oder böse erzogen werden.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 18. Februar 2013 um 18 Uhr 23 (Permalink)

Ich vergifte auch nicht wahllos Menschen, weil einige davon Scherben auf Radwegen verteilen.

Was sagt Michael Drews dazu?

18. Februar 2013 um 18 Uhr 42 (Permalink)

@ Zeddi,"Raubtier" in Anführungsstriche,was könnte das wohl bedeuten?

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 18. Februar 2013 um 18 Uhr 52 (Permalink)

Also, Raubtiere sind Hunde schon!

Was sagt Michael Drews dazu?

18. Februar 2013 um 19 Uhr 23 (Permalink)

Vor einem halben Jahr bin ich im Stadtwald morgens um 8:00 Uhr Laufen (Joggen) gewesen, wo Hunde angeleint bleiben müssen. Auf einmal kamen zwei ausgewachsene Dobermaner auf mich zu gerannt. Mein Herz rutschte mir in die Hose, und in Entfernung sah ich einen muskulösen 25 jährigen. Ich bleib stehen und die Hunde schnupperten kurz an mir, liefen dann aber weiter. Der Typ war ein Vollpfosten mit bösem Blick, mit solch Leuten kann man nicht reden. Das da manche Leute Hass bekommen, verstehe ich gut, leider trifft es in der Regel die Hunde.

Was sagt Ma Rode dazu?

19. Februar 2013 um 12 Uhr 53 (Permalink)

@Michael Drews, Glück gehabt mit den Dobermännern. Ich wäre sogar soweit gegangen, den Hundeführer anzuzeigen. Nichts gegen die Hunde, aber der Proll hat hier sträflich seine Aufsichtspflicht vernachlässigt und das darf man nicht tolerieren.

Mein Hund wurde mal von einem Dobermann angegriffen, gottlob nicht verletzt. Das passierte in einem vollbesetzten Lokal (!), ich schrie den ganzen Saal zusammen. Der Besitzerin (Lokalinhaberin) war das superpeinlich. So war es auch gedacht. Dazu kam, dass das Tier keinen Maulkorb trug und selbstverständlich nicht angeleint war. Und das in der Kneipe. Was wäre gewesen, wenn es statt meines Hundes ein Kind getroffen hätte?

Hätte die Besitzerin mir erzählt, dass ihr Hund "nichts tue, sondern nur spielen wolle", ich hätte sie niedergeschlagen.

Eine Anzeige habe ich erstattet, den Schreck konnte ich nur so verarbeiten! Die verirrte sich jedoch leider aus bürokratischen Gründen ins Nirwana ...

@Ulf, manchmal würde ich gern einige Menschen vergiften, unter anderem auch aus diesen Gründen!

Was sagt Michael Drews dazu?

19. Februar 2013 um 16 Uhr 22 (Permalink)

@Ma Rode, leider hatte ich kein Handy dabei, und eine Anzeige gegen Unbekannt bringt in Hannover so gut wie garnichts. Beschäftigungstherapie für die Justiz. Gestritten hatte ich mich mit dem Typen, da mein Adrenalin ganz oben war. Hatte aber keinen Wert. Für Hundehalter sollte es bei bestimmten Hundrassen einen Eignungstest oder Hundeführerschein geben.

Eigenen Senf dazugeben?

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