Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Maden sind in aller Munde.

Kategorie: Kultur

Wieder einmal sind zwei Wochen lang Maden in aller Munde. In Deutschland im übertragenen und irgendwo im astralischen Busch im Wortsinne. Wir haben nur DVB-T und empfangen somit kein Fernsehprogramm für Proleten. Aber auf Twitter und in der Blogosphäre kann ich diesen Meldungen kaum ausweichen, und sogar das Klopapier, welches sich selbst als Tageszeitung bezeichnet, berichtet über diese seltsame Veranstaltung. Offiziell heißt sie „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“. Wobei mir von diesen ganzen angeblichen Stars nur der Esoterikspinner und Hippiefossil Rainer Langhans ein Begriff ist.

Karikatur Rainer LanghansIch fand ihn und die ganze Blumenkinderbagage schon immer etwas lächerlich, doch anscheinend braucht der Typ entweder dringend Geld, um seinen Harem zu finanzieren, oder er braucht dringend Geld, um seinen Harem zu finanzieren. Vielleicht nervt ihn auch bloß, daß sich keiner mehr für ihn interessiert und die Intelektuellen (oder die, die sich für solche halten) schon gar nicht, also sucht er sich sein Pupslikum in der Brüningheide, an Nerz- und Marder- undsoweiterweg und sonstigen Gegenden, wohin man unliebsames Volk hin abschiebt. Auch wenn ihn Jaqueline, Chantal und so nicht kennen, dafür kennen sie bestimmt die anderen TeilnehmerInnen, die bestimmt schon eher in dieses Klischee passen.

Nach meinen Informationen (zB via Twitter) geschieht dort das Gleiche wie immer (von der ersten Staffel hatte ich einige Folgen gesehen, muß ich zu meiner Schande gestehen, aber ich bin ja auch psychisch krank, ich darf das!). Ein Haufen Idioten lebt im Dreck und wird wahlweise mit Maden, Käfern, Schlamm und Riesenspinnen beworfen oder gefüttert, häßliche Menschen ziehen sich aus und alle reden die ganze Zeit unglaublichen Müll. Hin und wieder fängt ein Mädchen (damals war es Daniel Kübelkötz) an zu flennen, aber etwas wirklich beeindruckendes passiert dann doch nie.

Außer Dingen, die die meisten Westeuropäer unappetitlich finden kommt da nichts. Keine Lebensgefahr, niemand wird wirklich krank, und sterben tut auch keiner.

Da gehe ich lieber arbeiten, das ist wesentlich unterhaltsamer. Und zu Hause gucke ich lieber mein geliebtes Krokofantilein an, das macht mich zufriedener als Idiotenfernsehen a la Circus Maximus in billig.

Was soll ich so die Zeit verschwenden. Echte Menschen finde ich wichtiger, und vor allem meine Liebste.

Verzapft am 17. Januar 2011, so um 13 Uhr 13

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Kommentare

Was sagt Ly dazu?

17. Januar 2011 um 14 Uhr 55 (Permalink)

hoppla, da ist eine Beleidigung meiner Person drin, bin nämlich Blumenkind-Nachzügler gewesen zu einer Zeit als man noch richtig aneckte mit wilden Haaren, fransigen Klamotten und seiner Musik.
Ein Teil von mir ist heut noch so, und dazu steh ich auch.

Davon ab hat die Bewegung damals die Welst schockiert, und, ja, auch nachhaltig verändert, heute kann man sich viel mehr Freiheiten rausnehmen als damals, damals war es auch hier in D sehr sehr miefig.

Witzig macht sich so ein Langhans doch nur, weil die Zeiten sich ändern, und er nicht mit der Zeit geht, ohne seine Ideale gänzlich übern Haufen zu werfen. Ewig gestrig, er ist Stehenbleiben. Der Mensch soll nicht stehenbleiben, Wandel gehört zum Leben., Ewig und immer wieder auf damals rumreiten, auf den Leistungen, auf allem,. das ist fast kindhaft. Zudem macht er ne Marke aus sich, mit Erfolg, Werbung im TV ( ein Schuhversand) nutzt seine Marke auch als ironischen Aufhänger, soll er doch mal dazu stehen das er Kohle braucht, der hat nämlich wirklich nicht viel.
Er iss a bissel selbstverlogen.

Aber da können die Blumenkinder von damals nix für! wink

Was sagt kall dazu?

17. Januar 2011 um 18 Uhr 27 (Permalink)

Woodstock, St. Pepper, Vietnamkriegsproteste und letztlich dessen Ende, Santana, Hendrix, die erste Friedensbewegung ....

Sicher alles keine Errungenschaften der Blumenkinder allein aber ohne sie vermutlich nicht oder nicht so möglich gewesen.

Ich bin zwar eher in between, zwischen Blumenkind und Blumenkinderkind, aber habe den Ausklang doch noch miterlebt, Die Hippies haben doch eine ganze Menge bewegt, und die Bewegung bestand nicht allein (aber auch) aus esoterisch abgehobenen Drogenkonsumenten.

Was sagt Ly dazu?

18. Januar 2011 um 10 Uhr 09 (Permalink)

zb Filme_ "Apokalypse Now", "Hair" sind pazifistisch bzw Antikriegsklassiker, ohne die Bewegung undenkbar.

Die ersten nackten Sonnenbadenden hier bei uns im Schlossgarten inmitten der Prüderie, einfach köstlich,

von Eso hab ich persönlich damals, auch between, nix mitbekommen, es ging vor allem um Musik bei uns.
Was war damals Eso, weil man Räucherstäbchen und Patchouliöl nutzte? keine Ahnung, ok viele sind auf Trails und weg nach Afghanistan und Indien, und trieben auch Handel, so dass deren Güter hier landeten, aber ist Hermann Hesse, der unter anderm unabsichtlicherweise die Indien-Trails mit anstieß, ein Esoteriker mit Nobelpreis nur weil er in seiner Literatur, ein musst du mal lesen damals, mytholotisch/religiöse Bilder aus fernen Ländern verwendete um seine Aussagen zu transportieren?

Ne, meine nicht, es stehen zu dieser Zeit recht große andere Kulturen hinter, die real exisitieren bis heute.

Für mich fängt Eso da an, wo ich beginne an die Botschaften von den Pleiaden zu glauben, ein weit entferntes Sternensystem, und Channeln und der ganze Kram, damit hatte die ursprüngliche Bewegung denk ich nicht viel mit am Hut.

Eigenen Senf dazugeben?

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