Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Dipl. Dreckspatz. Mit allen Wassern gewaschen.

Kategorie: Verdingt

TEXTSchrub ich gestern etwas von schmutzig? Ich möchte dies gerne relativieren. Denn ich durfte heute im zu renofünfenden Ausstellungsraum die Decke schleifen. Merke: Auch ein leichtes Exemplar von Schwingschleifer kann sehr schwer werden, wenn man nicht gewohnt ist, über Kopfhöhe zu arbeiten!

So ging ich frisch, fromm, fröhlich und frei ans Werk. Und sammelte neue Erfahrungen dabei. Zum Beispiel ist der beim Schleifen entstehende Staub alles andere als angenehm, kommt er in die Augen. Immer wieder und das sehr oft musste ich eine Pause einlegen, denn ich sehte nichts mehr.

Mit Schutzbrille.So erbetete ich mir eine Schutzbrille, und die Kollegen erhörten mein flehen. Zwar sah ich weder besser dadurch*1 noch aus, doch immerhin wurden meine Augen geschont. Mit schemenhafter Erkenntnis und nach Gefühl schleifte ich nun ausdauernder. Mit der Folge, dass der Staub nun meine Atmung zu beeinträchtigen begann. So tippelte ich wieder zum Hauptgebäude, zurückkehrend mit einer Feinstaubmaske. Mit Schutzbrille und Staubmaske.Noch unangenehmer als die, die ich einst in der Krankenpflege bereits gehasst hatte, da die Luft darunter nicht zu ertragen schlecht ist.

Dass auch ein Häubchen ratsam gewesen wäre, bemerkte ich zunächst am Gelächter meiner Kollegen und dann beim Blick in den Spiegel. Ich sah noch furchterregender aus als üblich! Dies machte eine gründliche Reinigung meines adonishaften Körpers unumgänglich. Und so verschwand ich nach meiner Heimkunft, obgleich noch längst nicht Weihnachten naht und Bruno mich sofort sauberzulecken versuchte, im Badezimmer.

Schmutziges Wasser.Das Wasser verwandelte sich umgehend, wie auf dem Lichtbild unschwer zu erkennen, in eine dickflüssige, schwärzliche Schmutzbrühe.

Ulf, gewaschen.Sieht so aus, als wäre ratsam, sich für derartige Aktivitäten einzukleiden, als besuche man einen Patienten mit Norovirusinfektion.

Nun sind jedenfalls Decke und Ulf gereinigt:
Zimmerdecke, geschliffen.

Verzapft am 15. Januar 2013, so um 14 Uhr 21

Auf Twitter teilenTwittern

« Voriger Artikel
Nächster Artikel»

Kommentare

Was sagt Michael Drews dazu?

15. Januar 2013 um 17 Uhr 14 (Permalink)

Oh ja, die Decke über Kopf abschleifen, das geht mit Sicherheit in die Ärmchen, und Schweiß fließt dabei auch noch. Aber ehrlich gesagt, Lust hätte ich auch darauf. Nach solch Tätigkeiten weiß man wenigstens was man getan hat. Wenn es dann noch vernünftig entlohnt wird, dann stimmt es. Weiter so! smile

Was sagt Michael Drews dazu?

15. Januar 2013 um 17 Uhr 16 (Permalink)

Nur lange Haare sind natürlich bei einer solchen Arbeit störend. Dann mutieren sie leicht zu einem "Dreckmop". smile

Was sagt Big Al dazu?

15. Januar 2013 um 19 Uhr 32 (Permalink)

Und, die armen Arme hast du wieder herunter bekommen?

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 16. Januar 2013 um 18 Uhr 18 (Permalink)

@Michael: Sie waren eigentlich mehr Dreck als Mop. Heute habe ich ein Ganzkörperkondom getragen. Konnte ich allerdings nicht ablichten, weil ich an die Kamera nicht mehr rankam.

@Big Al: Ich bekomme sie eher nicht mehr herauf. Heute mit Hardcore-Muskelkatze erst Schnee geschipt, dann weitergeschliffen. Aua!

Was sagt oberham dazu?

18. Januar 2013 um 17 Uhr 05 (Permalink)

Aurela - diese Geschichten sollten uns täglich in den Mainstreamnews um die Ohren geschlagen werden!!!!
Alle vier Sekunden verhungert ein Kind auf dieser Welt - für Aurela haben wohl einige Dutzend Menschen, (die wahrscheinlich selber nicht gerade wohlhabend sein dürften....) gespendet - da sie ihre Lebenskraft für die Sozialschmarotzer in den Chefetagen und Parlamenten opfern müssen, bleibt es ein unfreiwillig trauriger Versuch dem Kind zu helfen.
(Verurteilt mich bitte jetzt nicht - ich kann nicht auf die 80.000 nötigen Euros auffüllen - auch bin ich kein Philanthrop - Klinikbesitzer - der nur auf Chariygalas wo er für 1000 Euro Kaviar frisst - 500 Euro spendet)

Warum gibt es keine Klinik die diesem Kind hilft?
Weil es tausende solcher Schicksale gibt?

Kein Kind müsste verhungern, kein Kind müsste an mangelnder Hilfe sterben - nur - wir schaffen es nicht die Fesseln zu sprengen und uns den Armen zuzuwenden, anstatt die Reichen noch reicher zu machen."

Sorry - dass ich das hier reintippe - doch da kommt die Wut besonders krass hoch - mein Mitleid nutzt den Eltern und dem Kind nicht - meine paar hundert Euro die ich Plan gebe helfen auch mehr den Plan-Verantwortlichen als den Bedürftigen - mehr hab ich leider nicht.

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

Kommentare können hier nur von Mitgliedern abgegeben werden