Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Ungeschriebenes:

Kategorie: Vernetzt

Ja, irgendwie schreibe ich viel seltener als früher, zu Zeiten, da ich so gut wie jeden Tag mindestens einen Eintrag hier verbrach. Immerhin, ganz tot ist es hier noch nicht, aber Henning hat mich nachdenklich gemacht.

Warum schreibe ich weniger?

Was mir auf jeden Fall auffällt: Es wurde früher wesentlich mehr kommentiert und sich aufeinander bezogen. Was schon lange nachgelassen hatte, ehe ich hier die Kommentarfunktion nur noch für angemeldete Nutzer*innen offen ließ.

Zunächst hatte sich das auf die mehr oder weniger sozialen Netzwerke verlagert- der von mir verlinkte Artikel wurde dort kommentiert und nicht hier, was zur Konsequenz hatte, dass an mehreren Stellen unabhängige Diskussionen erstarben, die voneinander nichts mitbekamen und somit ärmer waren, anstatt gebündelt hier (oder eben in den anderen Blogs). Das fiel mir schon früh auf. Hinzu kam, dass im (jeweiligen) Blog selbst eher Trolle stänkerten. Die Besucher*innenzahlen sanken deutlich.

Die privaten Blogs, die ich so schätzte, gingen ein oder wurden (zum Teil ohne Ankündigung) einfach abgeklemmt. Der persönliche Kram kam dann eben nach Facebook und Co., was eher unübersichtlich war für mich.

Und nun?
Die Szene hat sich stark verändert. Sie ist sehr geschrumpft. Was man als Privatperson zu sagen hat, kleckert man eben in die Netzwerke statt in sein etwas aufwändiger zu pflegendes Weblog.

Was machen wir daraus? Wie relevant ist mein privater Blödsinn? Wer will das überhaupt noch lesen?
Und was?

Verzapft am 06. August 2022, so um 19 Uhr 49

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Kommentare

Was sagt Violine dazu?

07. August 2022 um 05 Uhr 48 (Permalink)

Hi Ulf,

ich lese (und kommentiere ab und zu) bei Dir noch. Ich habe Dich schön brav in den Feedreader getan, da bekomme ich alles Neue mit.

Bei mir hat sich das Leben geändert, deswegen blogge ich weniger. Der Dampf ist raus, ich muss nicht mehr auf so viel rumkauen. Es ist ruhiger geworden, im Leben wie im Blog.

Von der Arbeit schreiben, das geht nicht, denn so etwas wird verdammt schnell zum Bumerang. Was auch immer da ist (oder nicht ist), gehört nicht in die Öffentlichkeit (von meiner Verschwiegenheitserklärung, die ich unterschrieben habe, mal ganz abgesehen).

Aufgeben will auch ich es nicht. Die social media kommen und gehen (so war ich bei Facbook schon lange nicht mehr drin, Instagram wiederum verändert ständig seinen Algorithmus), aber in meinem Blog bestimme ich.

Schöne Grüsse und keep on bloggin'!

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

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