Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Von 1972 bis 2011: Eigentlich fast immer geradeaus.

Kategorie: Erlebtes

Ich sollte mich nicht beklagen. In meinem Lebenslauf gab es bisher keine wirklichen Brüche. Abi, dann Zuvieldienst, Ausbildung und Arbeit in immer dem selben Betrieb. Ich hatte für Ausbildung und Job jeweils nur eine einzige Bewerbung erzeugen müssen. Easypeasy. Eigentlich wurde es ja mal Zeit, etwas zu verändern, auch wenn die Art und Weise doch etwas ungemütlich ist.

Ich habe keine wirkliche Vorstellung von dem, was beruflich kommen soll. Schwierig wird es auf jeden Fall, aber das macht es auch spannender. biggrin

Für meinen Job habe ich wenig Hoffnung, jedenfalls was den bisherigen Plan betrifft. Mit der Sterilisationsabteilung und anderem wird es jedenfalls nichts. Schade, ich hätte da wohl Freude dran gehabt. Nun, mit dem Arbeitsamt und so bin ich ja in Kontakt getreten und habe einen Gesprächstermin. In den drölfzig auszufüllenden Formularen war natürlich auch die Frage untergebracht, was ich denn nun gerne arbeiten würde? Ich mußte sie erstmal offenlassen.

Ulf strubbelig.Nun bin ich eigentlich ein gut ausgebildeter und erfahrener Krankenpfleger. Mit Ausbildung zum Praxisanleiter, also sozusagen Ausbilder. Letzteres werde ich wohl vermissen, das habe ich wirklich geliebt, mein Wissen weiterzugeben. Aber das kann ich auch anderweitig, denke ich.

Ich sollte etwas sozusagen behindertengerechtes (höhö) finden. Da ich unter Hektik, Reizüberflutung und Streß eingeknickt bin, müßte ich etwas ruhigeres finden. Das heißt nicht, langsam zu arbeiten, sondern vor allem ohne Störungen und sich ständig ändernde Situationen. Ruhe ist relativ. Ich habe festgestellt, vor allem bei der Hospitation in der Großküche, daß ich sonst schnell den Überblick verliere. Das streßt. Und ich werde langsamer, wie ein Computer, wenn er mit irgendwelchen absurden Prozessen überfordert ist.

Irgendetwas beratendes vielleicht, vielleicht sogar im Gesundheitswesen oder so? Ich meine, Talent dafür hätte ich grundsätzlich schon. Und was gibt es sonst noch? Ich weiß es nicht, und ich weiß auch nicht, wie ich es suchen soll. Aber unter anderem dafür habe ich ja wohl die Dame vom Amt, glaube ich.

Da wird sich etwas finden. Vielleicht sogar etwas, was mir noch mehr Spaß macht als einst die Krankenpflege, wer weiß?

Zur Zeit finden sich immer wieder Propheten, die von Hartz4 oder wenigstens ewig langer Arbeitslosigkeit sprechen. Ich höre nur halb hin, denn das bringt mich nicht weiter, im Gegenteil. Ich bewahre mir erstmal den wieder zusammengekratzten Mut.

Verzapft am 27. Juli 2011, so um 09 Uhr 00

« Voriger Artikel
Nächster Artikel»

Kommentare

Noch keine Kommentare - Schreibe etwas!

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

Kommentare können hier nur von Mitgliedern abgegeben werden