Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Der letzte.

Kategorie: Held der Arbeit

Da mein Praktikum nun am 11.11. 2013 endet, empfahl mir meine Betreuerin vom IfD, ich solle noch nach Resturlaub fragen. Das fiel mir heute wieder ein. Und so wurde dieser Tag mein letzter in dem Integrationsbetrieb. Ich werde meine KollegInnen vermissen, die alle auf ihre Art, äh, besonders sind und unter denen ich mich sehr wohl gefühlt habe als Gleicher unter Gleichen.
Abstellgleis.
Meine KollegInnen wiederum haben angekündigt, mich sehr vermissen zu werden*1 und waren zum Teil sehr traurig. Mit einigen werde ich allerdings Kontakt halten.

Nun habe ich Urlaub bis zur Arbeitslosigkeit. Zuerst überlegte ich tatsächlich, auf den Urlaub zu verzichten, um wenigstens noch ein paar Tage mit Struktur und Kontakt zu haben. Doch wird mir andererseits ja auch nichts geschenkt, und man wird bestimmt gut auf mich verzichten können, wenn meine Arbeitskraft offenbar nicht mal einen Minimallohn wert ist.

Nun habe ich Zeit. Viel Zeit. Wieder einmal mehr, als ich brauche. Und nur noch halb so viel Geld im Haushalt wie bisher, da ich, wie erwähnt, keine Ansprüche auf Leistungen habe. Wir werden das sicherlich schaffen, aber die Umstellung wird, nennen wir es mal spannend.

Immerhin, ich habe noch zu tun mit meiner „Arbeit“ als Musikredakteur. Arbeitslos != arbeitslos.

Doch verdrießt mich weiter, dass niemandem meine Arbeitskraft etwas wert zu sein scheint. Zum Miesepeter zu werden weigere ich mich allerdings so lange es geht.

Verzapft am 29. Oktober 2013, so um 18 Uhr 09

« Voriger Artikel
Nächster Artikel»

Kommentare

Was sagt Annika dazu?

29. Oktober 2013 um 19 Uhr 12 (Permalink)

Ich hätts Dir wirklich gewünscht!!!! Nun drücke ich Daumen smile

Was sagt Achim dazu?

29. Oktober 2013 um 19 Uhr 49 (Permalink)

Du hast so viele Fähigkeiten, irgendwann wird auch eine Chefin einsehen, dass sie genau dich braucht.

Und die Chefin daheim braucht dich sowieso.

Was sagt Michael Drews dazu?

29. Oktober 2013 um 20 Uhr 00 (Permalink)

Na ja, psychisch Kranke werden bewusst und gerne ausgegrenzt, denn ansonsten müsste man sein eigenes Verhalten auch mal hinterfragen, denn psychisch Kranke Menschen können nicht hirnlos herumlaufen, und das ist vielen so genannten "Normalen" zu anstrengend. So ist es einfacher die "Bekloppten" für nicht arbeitsfähig zu halten.

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 29. Oktober 2013 um 20 Uhr 05 (Permalink)

@Achim: Aber billig muss ich sein. http://www.zeit.de/2005/14/Titel_2fPraktikant_14/komplettansicht

@Michael: Wahr geschrieben...

Was sagt Achim dazu?

29. Oktober 2013 um 22 Uhr 07 (Permalink)

Ich kenne übrigens eine für unsereins gar nicht mal erstaunliche Tatsache.

Über 90% der Verrückten sind gar nicht psychisch krank oder behindert.

Eigenen Senf dazugeben?

Es hilft, sich einen Account anzulegen und sich anständig zu betragen. Dann kannste auch kommentieren.

Kommentare können hier nur von Mitgliedern abgegeben werden