Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Durchblick.

Kategorie: Mischmasch

Eigentlich wollte ich nur Rezepte für mein Weib und mich abholen. Während Frau M. diese herauskramte und ich guckte, ob alles, was wir brauchen, aufgeschrieben ist (könnte bei meiner kognitiven Leistung prima passieren, dass ich etwas zu bestellen vergesse), kam der Doc aus seinem Kämmerlein und sah, dass ich das Rezept mühsam und weit von mir haltend zu entziffern versuchte.

Mit Lesebrille auf der Nase.Da erklärte ich ihm kurz mein Problem mit den Sehstörungen und dem Verdacht, das Amitryptillin sei schuld daran. Er zeigte auf mein Rezept, genauer: Auf mein darauf stehenden Geburtsdatum. Es könne tatsächlich doch sehr gut auch das Alter sein. „Schließlich sind Sie noch etwas älter als ich!“ sprach er, zog seine eigene Lesebrille heraus, setzte sie mir auf die Nase und meinte, ich solle auf jeden Fall einen Termin beim Augenarzt machen.

Ich konnte tatsächlich besser lesen.

Fürs erste und bis zu des Augenarztes Urteil solle ich mir so einen Apparat in Supermarkt oder Drogerie zulegen. Dort habe auch er seine gekauft.

Am Bahnhof probierte ich in einem bekannten Drogeriemarkt verschiedene aus. Alles nicht perfekt, doch besser als bisher sehe ich auf jeden Fall. Macht zwei Euro fünfundneunzig.

Es könne auch das Alter sein... na gut, ich habe mich langsam damit abgefunden, der Verwesung näher zu kommmen, auch weil schon mal im Bus eine junge Dame aufgestanden war um mir ihren Platz anzubieten.

Aber die Aussicht, wieder etwas zu haben, was ich vergessen oder kaputtsitzen kann finde ich nervig.

Na gut, erstmal abwarten.


Verzapft am 16. Juli 2018, so um 13 Uhr 35

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Kommentare

Was sagt Achim dazu?

16. Juli 2018 um 13 Uhr 48 (Permalink)

Aufgrund einer Hornhautverkrümmung, die wohl immer schon da war, bin ich mit über 40 Jahren noch kurzsichtig geworden. Im Nahbereich schau ich unter der Brille durch oder ziehe sie aus. Ich habe eigentlich immer sehr scharf gesehen.

Aber trotz scharfer Sicht, eines konnte ich nicht, das war dreidimensional sehen, ich hab auch immer leicht nebendran geworfen. Ich schiele, ganz leicht, man muss schon Fachperson sein, um es zu erkennen, aber dadurch konnte ich nie vorher dreidimensional sehen. Und da gibt es etwas in der Brille, das nennt sich Prisma, jetzt kann ich auch dreidimensional sehen. Als ich nach der Prismenmessung die Setzkastenbrille auf hatte, konnte ich den mir gegenüber sitzenden Optiker doch wirklich in 3D sehen! Wie im Kino! Das war wirklich wow für mich.

Was sagt kall dazu?

16. Juli 2018 um 13 Uhr 49 (Permalink)

Ich hatte mal ziemliche Adleraugen, d.h. so 125% Sehschärfe.

Lesen ohne Brille geht schon seit mindestens 15 Jahren nicht mehr. Inzwischen ist auch Bildschirmarbeitbeit ca. 60-70cm Entfernung nicht her möglich.
Vor mittlerweile zwei Jahren hab ich eine extrem gute und nicht ganz billige Gleitsichtbrille für eben diese Zwecke, Lesen und Bildschirm, die ich mir ohne damaligen Geburtstag und Sonderangebot nie hätte leisten können, verloren. Seitdem schlage ich mich mit Billigbrillen verschiedener Stärken für die verschiedenen Zwecke durch. Das funktioniert im Prinzip nicht schlecht, weil beide Augen fast gleich schlecht sind und nur minimale Astigmatismen haben. Und wenn ich mal wieder eine verliere oder kaputt mache, was ich ganz gut kann, gibt's für 3-5 Euro ne neue. Lange müssen sie eh nicht halten, da die Augen sowieso immer schlechter werden und die, die zum Lesen vor zwei Jahren reichten, jetzt nur noch für die Bildschirmentfernung taugen.
Ob meine zahlreichen Dauermedikamente einen Anteil daran haben, ist mir relativ egal, könnte sein, nützen tät mir das Wissen nichts, weil ich es sowieso nicht ändern kann.

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