06. Juni 2012
Ausgegraben: Gedicht. Mal wieder. Ulcus inklusive.
Kategorie: Literarisch
Da ich nun meine ganzen alten Aufzeichnungen wiedergefunden habe: Noch was aus den Neunzigern, genauer: 1990:
ich
ich bin das geschwür dieser welt
sie verfault mit mir
alles schlechte, alles böse
ist mein eiter
und so weiter
ich
ich bin das
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[ 12 Uhr 24 ] - [ Noch kein Kommentar ]
04. Juni 2012
Ohne Titel.
Kategorie: Literarisch
wenn du den mittleren turm des sägewerks besteigst
kannst du manchmal hören
wie das wasser den felsen hinabrinnt
schrei hinaus was dich betrifft
und übertöne
das kreischen des sägewerks
mit einem markerschütternden krachen stürzt es ein
nur du schwebst frei
über den trümmern des sägewerks
wenn die staubwolke sich senkt
siehst du nur noch den felsen
an dem das wasser hinabrinnt
(Herbst 1991)
[ 18 Uhr 21 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Ausgegraben: Gedicht.
Kategorie: Literarisch
Phoenix
ohne im ewigen beine zu versacken
schnitze eine knochenflöte
pfeife darauf das lied des todes
während du dich zum scheiterhaufen trägst
verbrenne zu asche
so leuchtet das feuer
dein rauch steigt zum himmel
während andre vermodern
schnitze eine flöte
pfeife darauf das lied des lebens
während du aus der asche auferstehst
(Habe ich irgendwann Anfang der Neunziger geschrieben und komme wieder darauf, weil Frau Violine sich gerade zum Thema Poesie äußert.)
[ 16 Uhr 16 ] - [ 4 Kommentare ]
40,0137: Bescheuert.
Kategorie: Verschiedenes
Dank zivilisierter Gäste sieht es hier gar nicht so schlimm aus. Und wenn ich jeden Tag ein wenig aufräume, ist das auch nicht so wild. Allerdings, den Grill zu scheuern macht bescheuert. Zwar ist er eigentlich leicht zu reinigen, da er recht übersichtlich konstruiert ist, aber er ist nicht eben klein und musste zudem mehrere Stunden tonnenweise Tiere und Pflanzen rösten. Zum Glück muss er ja nicht wie neu aussehen, allerdings muss der ganze Schmand schon gründlich ab. Sonst brennt er auch dort, wo er nicht brennen soll.
Irgendwie finde ich immer noch irgendwo Essen. Pflanzlich und damit nicht so schnell gammelig, zum Glück. Nur, woher kommen die drölfzig Millionen Zwiebeln? Und wohin mit den vielen Paprikaschoten?
[ 15 Uhr 21 ] - [ 1 Kommentar ]
03. Juni 2012
40,0110 ≙ T+1: (Kein) Grauen im Morgengrauen.
Kategorie: Vergangen

Die Spülmaschine macht gerade ihre erste Schicht und rauscht somit leise vor sich hin. Die überlebenden toten Tiere fror ich noch vor dem Zubettgehen um etwa zwei Uhr ein. Die letzten Gäste bekamen noch ihre TupperDose gefüllt („Du bist wie meine Mutter!“), und so hält sich das Chaos noch in Grenzen.
Die Bilanz meiner ersten selbstgemachten Party seit mehr als sieben Jahren.
Ein paar geladene Gäste mussten leider absagen, der Aushang am Schwarzen Brett wäre nicht nötig gewesen (war nicht lauter als sonst bei uns), die erschienenen GästInnen waren satt und zufrieden, mein Ruf als Koch ist gerettet, die Wohnung wurde nicht verwüstet, die nächste Fete hat nun ein paar Jahre Zeit, finde ich, es war sehr lustig, ich bin müde, ich bin zufrieden.
Guten Morgen!
[ 10 Uhr 04 ] - [ 5 Kommentare ]
01. Juni 2012
40,0055 ≙ T-1
Kategorie: Verschiedenes
Der Countdown läuft. Ich habe drölfzigtausend Taler in Nahrungsmittel umgetauscht, der Kühlschrank näht aus allen Platzen. Etliche Happis habe ich schon vorbereitet, zum Beispiel die beliebte Paprika-Chili-Salsa á la
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[ 19 Uhr 06 ] - [ 2 Kommentare ]
31. Mai 2012
4.0.001
Kategorie: Verschiedenes
[ 05 Uhr 29 ] - [ Noch kein Kommentar ]
30. Mai 2012
Ulf Vier Null
Kategorie: Verschiedenes
Ich könnte natürlich übers Älterwerden jammern: Meine Zähne sind nicht so dolle, ich bin ein wenig steifer als früher, nur nicht da, wo es nützlich wäre, hören tu ich auch nicht gut, fresse pfundweise Pillen und bin Stammgast beim Doktor.
Aber irgendwie stört mich das recht wenig. So alt ist vierzig nun auch wieder nicht, Fäulnis hat noch nicht eingesetzt, meine Wehwehchen haben damit nichts zu tun und wenn ichs recht bedenke, habe ich auch nicht viel verpaßt in meinem bisherigen Leben.
Ich habe
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[ 06 Uhr 00 ] - [ 16 Kommentare ]
29. Mai 2012
Humor versuchen ist Scheiße. Bloggen ist Scheiße. Und keiner versteht mich.
Kategorie: Verrueckt
Vielleicht sollte ich einfach mit dem Bloggen aufhören.
[ 19 Uhr 17 ] - [ 7 Kommentare ]
Satire totdiskutieren.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Das ist mir langsam zu blöd jetzt.
Wenn es sein muss, kann man über alles diskutieren. Wenn es nicht sein muss erst recht. Wenn extra „Satire“ draufsteht sowieso. Und egal, was man dazu erklärt, wenn man gerade denkt, nu is Ruh'- immer wieder legt irgendwer nach und sorgt dafür, dass es weitergeht. Und die Leute fallen drauf herein. Weiter geht es.
Gnarpf.
[ 17 Uhr 36 ] - [ ]
Heute wieder ein lustiges Fehlersuchbild:
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
[ 14 Uhr 37 ] - [ 3 Kommentare ]
28. Mai 2012
Anziehend im Tode.
Kategorie: Vergangen
Habt Ihr schon einmal versucht, Schuhe hinten aufzuschneiden, und das mit einer gewöhnlichen Verbandschere, wie man sie im Krankenhaus hat?
Als er verstorben war, lief nicht das gewöhnliche Programm ab, also den Toten frisch und schön zurechtmachen, während die Angehörigen kurz im Aufenthaltsraum warten, frisches Flügelhemdchen, etwas Deko, und den Rest übernimmt dann später der Bestatter.
„Können wir beim Waschen und so mitmachen?“, fragten
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[ 13 Uhr 34 ] - [ 1 Kommentar ]
Ketzerischer Nachtgedanke zum Montag.
Kategorie: Verkohlt
Ich habe als potentieller Organspender zwar nicht die Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen, wer meine Gedärme und den ganzen Schrott mal bekommt.
Aber wenn, dann fände ich die Idee witzig, wenn in der Brust des Papstes, eines Gottesmannes, das Herz eines Gottlosen schlüge.
[ 01 Uhr 58 ] - [ 9 Kommentare ]
26. Mai 2012
Ulf, der Ketzer, im Deutschlandradio.
Kategorie: Verschiedenes
Neulich war ein Redakteur vom Deutschlandradio bim Ketzerstammtísch. Ich dachte ja nicht, dass von meinem Gestammel etwas genommen würde. Doch die haben es sogar als Einleitung genommen:
Skript
Radio
[ 16 Uhr 48 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr!
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Und deshalb spende ich auch, wenn davon noch etwas brauchbar sein sollte. Wobei der Begriff „Spende“ Freiwilligkeit impliziert. Und so sollte das auch bleiben. Wenn jemand aus Überzeugung seine Eingeweide nicht herausrücken will, so verstehe ich das sehr gut.
Manch einer hat unter anderem Bedenken, Ersatzteillager für Bonzen zu sein, während man lebend sozial ganz unten gehalten und verachtet wird. Nachvollziehbar ist dieser Gedanke für mich vor allem angesichts der (von offizieller Seite natürlich heruntergespielten) Sache mit dem 1990 verstorbenen Erbbonzen Albert Johannes Thurn-und Taxis, dem es nichts genützt hatte, dass er zweimal binnen kürzester Zeit ein Herz transplantiert bekam, während die meisten auf der Warteliste sitzend mangels Spenderorganen abkratzen.
Trotzdem spende ich. Wer meine Organe nimmt ist eh selber schuld. Statt Druck auszuüben, sollte man lieber dazu anregen, über Spenden nachzudenken. Und das Ergebnis bitteschön dann auch zu akzeptieren.
Denn eine Spende sollte freiwillig kommen. Und aus Überzeugung. Und manch einer hat da eben auch eine andere Auffassung.
[ 10 Uhr 33 ] - [ 10 Kommentare ]




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