Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Song Stick of Joy.

Kategorie: Erlebtes

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre, als der Brotkasten des Commodore64 noch auf dem Siegeszug durch Haushalte, Kinder- und JugendzimmerInnen war, besaß auch ein mit mir befreundeter Klassenkamerad dieses Gerät. Natürlich versuchten wir uns auch am Programmieren (was an Fähigkeit kläglich scheiterte und jede Menge Basic-Code hinterließ, der zwar etwas machte, aber nichts sinnvolles). Auch ätzten und löteten wir irgendwelche Platinen zum Erweitern, ich weiß noch, daß die einzige, bei der überhaupt ein Ergebnis erkennbar war, eine Art einfacher Sampler sein sollte. Was wir auch machten, taten, versuchten und einstellten, das Gesamplete bestand bei der Ausgabe immer aus gräßlichen Geräuschen, die aber immerhin bei jedem Versuch anders klangen.

Aber eigentlich, wirklich und ganz in echt haben wir meistens*1 doch nur gespielt. Die Spiele waren fast so einfach zu laden wie bei der davor gängigen Spielkonsole von Atari, wenn das Laden dank DataSette auch ewig zu dauern schien, und waren grafisch voll hochaufgelöst und ausgefeilt. Toll!
Joystick als Vibrator.
Nun waren wir dreizehn, vierzehn Jahre alt (und hatten sogar beide am 30. Mai 1972 Geburtstag) und fragten uns irgendwann zwischen Englisch und Latein, was Joystick denn wohl übersetzt bedeuten möge. Und beschlossen, zu Hause nachzuschauen und uns über das Ergebnis auszutauschen.

Ich bekam heraus: Luststab.
Und er: Freudenknüppel.

Na dann!
Zum Glück wußten wir damals noch nichts von Vibratoren. Sonst wären wir vielleicht nicht nur am selben Tag geboren worden, sondern auch gestorben am selben Tag. Vor Lachen.

Ich spiele heute nicht mehr an Computern. Aber wenn, dann hätte ich ziemliche Schwierigkeiten, den Luststab unbefangen und mit dem nötigen Ernst anzufassen.

Verzapft am 04. Oktober 2011, so um 09 Uhr 13

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Kommentare

Was sagt Dülla dazu?

04. Oktober 2011 um 13 Uhr 13 (Permalink)

Es geht doch nichts über Joysticks... Also diese alten Luststäbe hatten ja vom Aussehen her schon irgendwie einen Bezug zum Worte... Die neuen heißen zwar 'Gamepad', allerdings können diese 'Freudenknüppel' je nach Spiel schon recht extrem vibrieren. ...

Ich verkneife mir jeden weiteren Kommentar... ^^

LG, Marcus D

Was sagt Ulf, der Größte, dazu?

Kommentar vom Scheff hier am 04. Oktober 2011 um 13 Uhr 20 (Permalink)

Naja, game pad könnte man ja auch mit "Spielunterlage" übersetzen. Was nicht paßt wird passend gemacht.

Was sagt Waelti dazu?

04. Oktober 2011 um 15 Uhr 37 (Permalink)

Das ist natürlich jetzt ein extrem krasser Fehler. Den Hinweis auf die Amazon Klickmöglichkeit, den hättest du hier setzten müssen. Da gibt es so diamantbesetzte "Joysticks", da wären dann bei Vermittlung schon ein paar Euro drin...

Wie komme ich jetzt da wieder raus? Hm, also ich habe praktisch nie mit dem Stick gespielt. Nur mit Tastatur, mit Knöpfen.

Eigenen Senf dazugeben?

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