Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Schräg:

Kategorie: Hausmusik

Mein Meister*1 verehrte mir irgendwann in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre das allererste Heftchen, in welchem er vermerkte, was wir wann im Unterricht beharkt hatten, auf dass ich mich erfreue an den Fortschritten der ersten Zeit.

Daher kann ich sicher sagen, dass wir uns im Sommer 1995 mit „Plainte“, dem dritten Stück aus den „Quatre pieces breves“ des Schweizer Komponisten Frank Martin
beschäftigten.

Besagte Npten von der Rückseite des Ständers ausDa ich mit Koyunbaba weitgehend durch bin*2 grub ich gestern eben dieses Heft aus. Allerdings fange ich diesmal ganz stumpf von vorne und der Reihe nach an und nicht bei dem, was ich schon einmal hatte. Damals habe ich das Stück auch nicht lange im Repertoire gehalten und demzufolge ohnehin alles vergessen. Das einzige, was davon blieb, sind meines Meisters Notizen in den Noten.

Gestern also der Einstieg. Natürlich war ich seelisch vorbereitet, doch auf dem Hocker sitzend wurde ich erst der zu erwartenden Mühen richtig gewahr: Das ist Zwölftonmucke. Und das bedeutet vereinfacht gesagt eine regelrechte Vorzeichenorgie. Dadurch wird das ganze zwangsläufig etwas unübersichtlich.

Gestern und heute habe ich exakt drei Takte noch nicht wirklich.

„Kurze Stücke“ wird sehr, sehr relativ.

Verzapft am 25. September 2018, so um 19 Uhr 38

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