09.09.2010
Ich und Mutter Teresa.
Das Wirken von Mutter Teresa ist durchaus nicht unumstritten. Doch als ich damals, am ersten Januar 1991, direkt vor dieser winzig kleinen Ordensschwester stand, die mir händeschüttelnd ein "Happy new year" wünschte, hatte ich dennoch das Gefühl, sie sei ein besonderer Mensch. Auch wenn ihre Ablehnung gegenbüber Schmerz- und Verhütungsmitteln nicht nachvollziehbar ist. Aber immerhin hatte sie ihre Vorstellungen und ihre Ideale irgendwie in ziemlich großem Stil durchgezogen.
Es war sicherlich der prominenteste Händedruck, den ich bisher bekam. Doch habe ich etliche wichtige Menschen kennengelernt, auch welche, deren Lebensgeschichte mit großen Stars und oscarnominiert verfilmt worden war. Oder die weltbekannte Firmen führten. Im KZ gesessen oder Menschen ins KZ gebracht hatten.
Ich habe da keine Berührungsängste. Denn auch Mutter Teresa mußte kacken, und auch das hat bestimmt nicht nach Rosen geduftet.
tags: mutter, teresa, prominent, prominenz, berührungsangst,
11:29:05 -
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08.09.2010
Wieso sollen Arbeitslose arbeiten?
Arbeitslose sollen arbeiten gehen. Gute Idee, nur- sie bleiben dabei arbeitslos. Durch den Ein-Euro-Job haben wir das Paradoxon, daß jemand zwar keine Arbeit hat, aber dennoch arbeitet.
Sollte die Regierung nicht lieber dafür sorgen, daß die Arbeitslosen richtig arbeiten können, nicht nur für einen Hungerlohn sich etwas dazuverdienen als nichtarbeitende Arbeiter?
Sollte die Regierung nicht lieber dafür sorgen, daß es genug Ausbildungs-, Arbeits- und Umschulungsplätze gibt? (n.b.: Die Gelder für letzteres werden gestrichen!)
Sollte die Regierung nicht lieber dafür sorgen, daß statt den Fachkräftemangel allerorten eben solche ausgebildet werden können? Anstatt zum Beispiel ungelernte und eventuell auch ungeeignete arbeitslos bleibende Eineurojobber als Lückenbüßer z.B. in der Pflege einzusetzen?
Das Volk wird für dumm verkauft. Aber das wurde es schon immer.
tags: regierung, bundeskanzler, bundeskanzlerin, politik, hartz, arbeitslos, arbeitslosigkeit, ein-euro-job, volksverdummung,
23:16:59 -
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Ungelernte in die Pflege - Für sozialverträgliches Frühableben?
Über die Geringschätzung der professionellen Pflege seitens unserer geschätzten Frau Bundeskanzlerin habe ich mich schon gestern erregt. Frau Dr. Merkel streicht Zuschüsse für die Umschulungen, gleichzeitig versucht sie, die Qualität der Pflege durch Einsatz ungelernter Kräfte zu killen. Ich dachte eigentlich, das Paradigma "Sauber, satt und still" sei einer menschenwürdigeren Haltung gewichen.
Wenn Hartz4er in die Pflege sollen- warum ermöglicht man ihnen dann nicht gleich eine qualifizierte dreijährige Ausbildung für eine echte berufliche Perspektive statt der Arbeitslosigkeit und statt gefährlicher Pflege, an der Patienten, Bewohner und Gäste zwangsläufig Schaden nehmen werden?
Würde Frau Dr. Merkel sich etwa von ungelernten Kräften pflegen lassen? Oder würde sie auf gut ausgebildetes Personal bestehen?
Zweierlei Maß
Ich hasse das.
tags: merkel, pflege, krankenpflege, hartz4, abwertung, professionalität, pflegerat, dbfk,
09:12:07 -
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07.09.2010
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
mit Unbehagen habe ich Ihre Äußerungen bezüglich des Einsatzes von Hartz-IV-Empfängern in der Pflege gelesen.
Ich verstehe das als Geringschätzung meines Berufes und meiner Professionalität als Krankenpfleger (bzw. heute als Gesundheits- und Krankenpfleger). Denn zur professionellen Pflege gehört weit mehr als nur, pardon, Hintern abputzen und Essen anreichen ("Füttern").
Wir brauchen vor allem mehr gut ausgebildete PflegeFACHkräfte, die in der Lage sind, Probleme wie Dekubitusgefährdung, psychosoziale Schwierigkeiten und unendlich vieles mehr zu erkennen. Dies können nicht oder nicht fundiert ausgebildete Hilfskräfte nicht leisten.
Die Qualität der Pflege würde noch stärker gefährdet. Wovon Sie allerdings nicht betroffen sein dürften, denn Sie können wählen, von wem Sie gepflegt werden, sollten sie das mal brauchen, was ich allerdings nicht hoffe.
Hochachtungsvoll,
Ulf Hundeiker
Krankenpfleger, Praxisanleiter
Ihr dürft Frau Dr. Merkel auch gerne schreiben! angelamerkel@kanzleramt.de
Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Links zum Thema:
- Sozialleistungen.info: Merkel möchte Hartz IV Empfänger als Pflegekräfte einsetzen
- Fuldaer Zeitung: Merkel will Hartz-IV-Empfänger zu Pflegern machen
- Finanzzeug.de: Hartz IV-Empfänger sollen Fachkräftemangel ausgleichen --- (unqualifiziert, d. Red.)
tags: merkel, pflege, krankenpflege, hartz4, abwertung, professionalität, pflegerat, dbfk,
11:21:55 -
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Mothers Little Helper.
Ich futtere ja auch im Dienst brav meine Medikamente. Da kommen dann schon mal Fragen vom lernenden Volk:
Ob mich das nicht stört, Medikamente zu nehmen?
Warum sollte es? Ich habe keine Schluckstörungen, der Rest ist Gewohnheit. Das geht dann ganz automatisch. Wenns hilft, schlucke ichs gerne.
Ob ich die denn für immer nehmen muß?
Wahrscheinlich. Mir aber auch nicht so wichtig.
Ob ich mich nicht komisch im Kopf fühle, weil ich Psychopharmaka nehme?
Im Gegenteil. Mit dem Zeug fühle ich mich erst wieder wie ein (fast) normaler Mensch.
Ob das nicht gefährliche Neben- und Langzeitwirkungen hat?
Im Prinzip möglich. Ich habe aber nur manchmal leichtes Händezittern und Flitzkacke. Damit kann ich leben.
Was passieren würde, wenn ich das Zeug absetzen würde?
Abgesehen von den üblichen Absetzerscheinungen mag ich mir den Rest lieber nicht vorstellen...
Ob man das nicht anders behandeln kann?
Für mich: NEIN. Allerdings sind die Medikamente nur eine Stütze. Ohne diese würde mein Neurotransmitterhaushalt wieder meine Stimmung torpedieren. Die Biochemie im Hirn wird eben durch Venlafaxin, Lithium und Quetiapin reguliert. Ohne Psychotherapie (mittlerweile abgeschlossen) wäre ich allerdings nicht an dem Punkt, an welchem ich heute bin. Das DENKEN können die Pillen nicht beeinflussen. Das muß gelernt werden. Die Mischung machts.
Allerdings ist nicht jeder Depressionskranke gleich. Der eine kann irgendwann auf Medis verzichten und wird ganz gesund. Der andere eben nicht. Bei dem nächsten helfen Medikamente gar nicht erst und wieder ein anderer kommt mit Psychotherapie allein zurecht, die aber auch nicht jedem hilft.
Es gibt nicht DIE Therapie für jeden. Und Psychopharmaka sind auch nicht schlimmer als Antibiotika. Bei einer Sepsis würde auch kaum jemand auf Antibiotika verzichten wollen.
Lieber schlucke ich ein paar Pillekes, als daß ich mich wieder ununterbrochen mit dem Gedanken, sterben zu wollen, beschäftige. Denn so, nach Psychothera und mit Medis, geht es mir ausgezeichnet. Warum sollte ich also ein Problem haben mit Ulfis Little Helper?
tags: medikamente, tabletten, pillekes, pillen, medizin, psychopharmaka, antidepressiva, psychotherapie, therapie, depression,
10:38:20 -
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Hier hast n Buckel!
Zwei Freunde sind um die Häuser gezogen und nun auf dem Heimweg. Der eine hat ein Hinkebein, der andere hat einen Buckel. Auf dem Weg nach Hause kommen sie am Friedhof vorbei, da sagt der Buckelige:
"Komm, laß uns die Abkürzung über den Friedhof nehmen, das ist mir sonst zu viel zum Latschen!"
Sagt der mit dem Hinkebein:
"Nee, Du, das ist mir viel zu gruselig. Ich möchte lieber außen herum."
Sie können sich nicht einigen, und so trennen sie sich, und der Buckelige geht über den Gottesacker.
Da schlägt es Mitternacht! Und die Toten kommen aus ihren Gräbern, und sie beginnen zu tanzen, und sie tanzen einen Reigen um den schreckensstarren Buckeligen herum. Da löst sich ein Geist aus der Gruppe und spricht ihn mit unheimlicher dünner Stimme an:
"Was hast Du da auf Deinem Rücken? Was hast Du da auf Deinem Rücken?"
Der Buckelige, etwas irritiert:
"Ääääh, einen Buckel?"
"Gib ihn mir!" spricht der Geist, greift nach dem Buckeligen- und der Buckel ist weg.
Es schlägt eins, die Toten verschwinden in ihren Gräbern.
Am folgenden Tag in der Kneipe fragt der mit dem Hinkebein:
"Sag mal, wo um alles in der Welt hast Du Deinen Buckel gelassen?"
Die Geschichte erstaunt ihn sehr, und er beschließt, es auch zu versuchen. Zu Mitternacht geht diesmal er auf den Friedhof.
Es schlägt Mitternacht! Und die Toten kommen aus ihren Gräbern, und sie beginnen zu tanzen, und sie tanzen einen Reigen um den schreckensstarren Hinkenden herum. Da löst sich ein Geist aus der Gruppe und spricht ihn mit unheimlicher dünner Stimme an:
"Was hast Du da auf Deinem Rücken? Was hast Du da auf Deinem Rücken?"
Der Hinkende, etwas irritiert:
"Ääääh, nichts?"
Darauf der Geist:
"Hier hast n Buckel!"
tags: geist, gespenst, spuk, friedhof, gottesacker, leiche, buckel, hinkebein,
08:52:52 -
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06.09.2010
Wer ist hier behindert? Yó también.
Ganz großes Kino. Spanische Filme, z.B. von Pedro Almodovar, haben mich schon immer irgendwie speziell berührt. Und dieser im besonderen: "Yó también", hier laufend unter "Me too - Wer will denn schon normal sein?" mit Pablo Pineda (Wer hat den Wikipediaeintrag gemacht?) in der Hauptrolle, der sozusagen seine eigene Geschichte spielt. Der erste europäische Mensch mit Trisomie 21 (für die Prolls: dat isn Mongo) mit Universitätsabschluß entdeckt die Liebe und kämpft für die Emanzipation seiner Mitbehinderten. Wobei ich mir da immer wieder die Frage stellen mußte: Wer oder was ist hier nun behindert? Oder wird man nur behindert?
Nein, ich schreibe nichts zum Inhalt. Guckt ihn Euch gefälligst selbst an.
NEIN, da gibt es keine Zombies oder Kettensägen. Nur Gefühle. Große Gefühle. Ganz großes Kino.
tags: down, trisomie, mongoloid, behinderung, emanzipation, Kino, film, spanien, Pablo, Pineda,
12:08:00 -
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05.09.2010
Wir brauchen noch mehr Berufsbonzen! Pro Sarrazin-Partei!
Deutschlands Vorzeigerassist und Wachrüttler Thilo Sarrazin, der wie einst die nationalsozialistischen Idioten mit genetischen Unterschieden die angeblich unterschiedliche Leistungsfähig- und -willigkeit der verschiedenen "Rassen" begründet, soll nach dem Willen von knapp 20% des Volkes einer Protestpartei vorstehen. 18 Prozent würden diese Partei wählen. Ohne, daß sie ein Programm hat, da sie noch gar nicht existiert.
Ich finde ziemlich bedenklich, daß jeder fünfte eine Partei wählen würden, deren Programm scheißegal ist. Zeigt prima, was dem Volk wichtig ist: Parolen statt Inhalt.
Ich liebe Protestparteien. Das Wort steht ja eigentlich vor allem für "Ich bin dagegen" und "Ich habe sonst nichts zu bieten". Auch wird der Herr Rassentheoretiker mit dieser Forderung auf den Olymp der Protestanten gehoben, wo schon Götter residieren wie
-der unvergessene Ronald Schill
-der längst vergessene (oder verdrängte) Bolko "Pro DM" Hoffmann
Dieses Ansinnen halte auch ich für erstrebenswert. Vielleicht würde eine Erhebung Thilo Sarrazins auf den Thron einer Protestpartei ihm nämlich ebenso wie diese schnell im Sumpf des Vergessens verschwinden lassen.
tags: thilo, sarrazin, protest, protestpartei, partei, rassismus, rassentheorie, olymp, versenkung, bonzen, berufsbonzen,
11:38:38 -
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Gute-Laune-Musik LXXXVIII: Partei zum Lachen.
Unglaublich, daß Ernst Mosch Busch und die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands und überhaupt irgendjemand dieses Lied ernst genommen hat:
tags: gute-laune-musik, ernst, busch, kpd, sed, ddr, partei, kommunismus, sozialismus, einheitspartei,
10:56:19 -
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04.09.2010
Der E-Post-Brief. E-Fail statt E-Mail.
Kann so etwas dämliches wie der E-PostBrief eigentlich nur deutschen Bürokraten einfallen? Eine E-Mail, die sich auch ausgedruckt zum Empfänger schicken läßt für fünfundfünfzig Cent wie ein normaler Brief, nur nicht unter das Brief-, sondern nur unter das Fernmeldegeheimnis fällt und für die ausgedruckte Version statt der elektronischen nochmals 10 Cent draufgeschlagen werden? Die im Klartext gespeichert wird und nicht verschlüsselt werden kann, so daß das auch nicht, anders als die Post behauptet, vor unbefugtem Zugriff geschützt ist?
Mann. Wenn ich sichere Kommunikation will, verschicke ich eine gut verschlüsselte, normale, kostenlose E-Mail. Oder einen Brief. Einen richtigen. Mit Umschlag.
Beknackte Idee. Verlogenes Marketing. Fail.
tags: epostbrief, email, e-mail, fail, post,
23:51:25 -
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The Rolling Zombies: Fortschreitende Verwesung.
Die Beatles haben es richtig gemacht: Sie haben sich rechtzeitig getrennt und sind so Legende geworden. John Lennon wurde rechtzeitig ermordet und Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison erstickten rechtzeitig an ihrer eigenen Kotze, ehe sie von Legenden zu Witzfiguren wurden.
Die Rolling Stones hingegen gurken seit fünfzig Jahren durch die Welt. Und betreiben nur noch Selbstrecycling. Die Platten klingen seit einem Vierteljahrhundert alle gleich, und die Konzerte erwecken den Eindruck, ein Zombiemusical würde dargeboten. Neu und innovativ war einmal. Wild und gefährlich war einmal. Anstößig und obszön war einmal.
Übrig vom Mythos sind ein paar Tattergreise, die den richtigen Zeitpunkt aufzuhören verpaßt haben. Deren Publikum nicht mehr das Stadion kurz- und kleinhackt, sondern hier mal so tut, als würde die Sau rausgelassen, während der Alltag daraus besteht, den Rasen zu mähen, damit die Nachbarn in der Wohnsiedlung nicht meckern.
Ein trauriges Bild. Mutantenstadl. Musikantenstadl.
tags: musik, rolling, stones, jubiläum, janis, joplin, jimi, hendrix, jim, morrison, beatles, ruhm, selbstrecycling, recycling, tattergreis, john, lennon,
17:55:19 -
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Angestochen.
Immer wieder kommt diese unsägliche Debatte auf: Krankenschwestern sollen Blut abnehmen. Anderswo tun sie das auch, und außerdem dürfen das sogar Arzthelferinnen.
Ich frage mich, weshalb die KollegInnen so scharf darauf sind, dem Doc seine Arbeit zu machen. Wollen sie mit dieser Tätigkeit sich in dessen Glanze sonnen? Weil das gar so schrecklich qualifiziert ist? Kann jeder Student.
Natürlich kann ich das auch. Ohne das mir das jemand hätte erklären müssen. Soviel zur Qualifizierthaftigkeit dieser Tätigkeit. Ich will es aber nicht. Denn mit Pflege hat das nichts zu tun. Uns Pflegekräften wird ohnehin immer mehr Zeug zugemutet. Während überall Pflegekräfte eingespart werden. Wir sind keine ärztlichen HilfsarbeiterInnen, die dem Arzt lästige Tätigkeiten abzunehmen haben. Der Doc würde uns ja auch niemals beim Pflegen helfen.
Kompetenz als Pflegekraft demonstriere ich jedenfalls nicht dadurch, daß ich jemandem eine Vene punktiere. Punkt.
tags: pflege, krankenpflege, krankenhaus, klinik, medizin, arzt, blut, blutentnahme, venenpunktion, qualifikation,
11:53:19 -
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03.09.2010
Phil Collins singt wie eine gewürgte Ente.
Ich konnte mit Pop noch nie viel anfangen. Aber Phil Collins "Gesang" läßt mir, wenn ich diesem ungeschützt ausgesetzt werde, regelmäßig das Steak Aufzug fahren. Dieses knödelige Gequäke klingt grausam nach Polypen. Aber nicht nur dieses unreflektiert konsumiert werdende Gejaule läßt meine Ohren bluten:
Britney Spears zum Beispiel quiekt wie ein Ferkel vor der Schlachtung, der Mannheimer Jammerlappen namens Xavier Naidoo ist nicht einmal schwerst depressiv zu ertragen. Udo Rindenzwerg Lindenberg trifft mit seinem faden Genöle noch nicht einmal die Töne seiner vertonten Betroffenheitslyrik.
An welcher obskuren Atemwegserkrankung Herbert Dröhnegeier leidet, läßt sich kaum feststellen. Er hat Meisenknödel in der Nase und Darmschleim im Kehlkopf.
Was der Pöbel sich alles als Musik verkaufen läßt, ist erbärmlich schlecht. Zum Glück wird mir, anders als in der augefuckten Rehaklinik, nicht mehr der Sender aufgezwungen (damals FFN).
Mehr gibts jetzt nicht zu lesen. Ich gehe mal kurz brechen.
tags: kultur, musik, popmusik, pop, genesis, phil, collins, lindenberg, britney, spears, xavier, naidoo,
21:04:25 -
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Jeden Tag eine gute Tat!
Nein, ich bin kein Pfadfinder. Uniformen widern mich an. Privat laufe ich ja auch nicht in weiß herum. Aber deren Motto "Jeden Tag eine gute Tat" finde ich schon nachahmenswert. Also tat ich so.
Eine Kollegin schleppte ein riesiges Paket an. Darin: ihr gestorbenes Notebook, das nicht mehr booten wollte. Kosten sollte die geplante Reparatur mindestens hundertfünfzig Euro. Ohne Garantie, daß sie gelingt. So nahm ich mich der Sache an. So, wie es aussah, hatte Windows sich mit Hilfe virenscannerresistenter Viren geschreddert.
Jetzt hat sie Linux Mint drauf, damit wird ihr die Umstellung wohl nicht schwer fallen. Außerdem sieht es, wie nennt man das, stylish aus. Und ist vieeeeeel sicherer aus Windoof. Und schneller!
Wieder einen Menschen glücklich gemacht.
tags: computer, notebook, linux, windows, ubuntu, mint, computervirus, betriebssystem,
13:04:11 -
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Schlaf gestört.
Von meiner Depression habe ich unter anderen kleinen Malaisen Schlafstörungen übrig behalten. Früher haben die mich fast noch mehr in den Wahnsinn getrieben. Wenn ich heute mal nicht pennen kann, bin ich recht gelassen. Dann eben nicht... Allerdings zieht sich nun seit einigen Wochen eine Phase hin, in der ich viel zu wenig, spät, schlecht schlafe. Das zermürbt dann schon ein wenig.
Nun, solange ich nicht wieder in die Depression zurückfalle, solls mir recht sein, aber therapeutischer Schlafentzug sieht schon anders aus. Nun versuche ich, mit meinem Dosierungsspielraum beim Quetiapin etwas zu erreichen. Ansonsten muß sich mein Doc etwas neues einfallen lassen.
tags: depression, depressiv, schlaf, schlafstörung, schlaflos, schlafentzug,
08:56:13 -
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