Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

27. Mai 2011

Die Demokratie wird totgeprügelt!

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Spanischer Polizist verprügelt Rollstuhlfahrer.
(Bild: Flickr)

Das Spanische Volk nutzt sein demokratisches Recht, seine Meinung zu sagen.

"Wir sind keine Systemfeinde - das System ist uns gegenüber feindlich!" Tausende "Empörte" versammeln sich in Spanien auf den Plätzen der Republik und protestieren gegen Perspektivlosigkeit, unsichere Renten oder Bonus-Zahlungen für Banker. (Süddeutsche)

Jetzt fliegen die Knüppel der Staatsgewalt. Sogar auf wehrlose. Und Merkel hat anscheinend nichts dagegen.

[ 18 Uhr 57 ] - [ 1 Kommentar ]

Unheilverfahren: Verbohrt.

Kategorie: Vergangen

Ulf bohrt sich mit einer Schlagbohrmaschine ein Loch in den SchädelZahnbohrung.Es gibt nichts, was es nicht gibt, und die seltsamsten Geschichten wußte immer mein Meister (für Uneingeweihte: mein Gitarrenlehrer). Er hatte gelesen oder gesehen, daß sich ein Typ zur Linderung von Kopfschmerzen, Depressionen und anderen Beschwerden tatsächlich selbst mit seiner Bohrmaschine Löcher in den Schädel bohrte. Ich las tatsächlich später selbst von ihm oder jemandem mit gleich bescheuerter "Selbstbehandlung". Ich meine, es war in der ZEIT oder im SPIEGEL, auf jeden Fall ewig her. Immerhin desinfizierte er die Region. Aber er schien mir recht beknackt zu sein, was aber sicherlich nicht von den Trepanationen kam, sondern schon vorher da war, sonst hätte er das nicht gemacht.

Dahinter stecken mal wieder obskure Wahnvorstellungen von "Medizin" und "altem Wissen". Ein eigenartiges Gedankenkonstrukt stützt eine "Heilmethode" die gegen alles mögliche hilft, nur in diesem Fall nicht wegen Unterlassung (wie bei Homöopathie und anderen Unheilverfahren), sondern wegen der nicht ungefährlichen Maßnahme. Weia.

Dann kam mein Meister mit einer Fernsehsendung, die ich leider verpaßt hatte, von der mir aber auch andere berichteten. Jemand, der seine Zähne selbst behandelte. Mit der Bohrmaschine. Also, so einer wie ich sie habe, nicht einer speziellen. Stelle ich mir schon vom Handling her äußerst schwierig vor. Und Vomit machte er bloß die Bohrlöcher wieder zu? Mit Zement aus dem Baumarkt oder der klassischen Plombe aus Blei? Mein Meister sagte jedenfalls, daß sein Gebiß kosmetisch wenig befriedigend ausgesehen habe.

Das war echt hardcore. Ich bin ja schon ziemlich abgebrüht, aber mir vorzustellen, ich würde meine Zähne selbst bohren, macht mir doch einige Mühe und anschließend Kollapsneigung.

Es lebe die Schulmedizin. In der Schule lernt man wenigstens etwas.

[ 15 Uhr 56 ] - [ 8 Kommentare ]

Wenn die Kripo vor der Türe steht...

Kategorie: Verschiedenes

Das häßliche Geräusch unserer Türklingel bewegte mich angesichts eines erwarteten Paketes Richtung Wohnungstür. Dort aber stand ein lächelnder Zivilist, der sich unter Vorzeigen seines Dienstausweises als Herr Soundso von der Kriminalpolizei vorstellte.

Mir ging zwar nicht die Düse. Aber mein erster Gedanke war, daß JEMAND, der uns sehr unwohl gesonnen ist, uns irgendwie angeschissen habe. Zutrauen würde ich ihm so etwas, da er schon offensichtliche Lügen über uns verbreitet hatte. Oder aber wird irgendeine uralte von uns aufgegebene Anzeige wieder aufgekocht?

Aber es war nur in einen Keller eingebrochen worden, ob wir da etwas mitbekommen hätten oder so. Nein, hatten wir nicht. Aber das Paket leider auch nicht.

[ 13 Uhr 46 ] - [ 3 Kommentare ]

26. Mai 2011

Geschmacksterrorismus:

Kategorie: Verschiedenes

Mittlerweile ist ja den meisten Menschen in dieser unserer Repupsblik bekannt, daß ohne den Zusatz von Aromastoffen kaum noch etwas läuft. Der weltweite Bedarf an Erdbeeren ist beispielsweise deutlich höher als die Produktion der kleinen Früchtchen. Ich bin auch schon auf Yoghurt gestoßen, der offensichtlich vor allem aus Farbe und Geschmacksersatz bestand. Dieser, so erzählte man mir einst, dürfe sich deshalb "natürlicher Aromastoff" nennen, weil er aus den verschimmelnden Spänen irgendeines australischen Gehölzes, also einer natürlichen Grundlage, erzeugt werde. Ob glaubwürdig oder nicht, seitdem hat Erdbeerjoghurt für mich einen holzigen Beigeschmack. Aber das ist sicher nur psychisch.

In der Mittelstufe war ich der einzige Schüler in der Chemiestunde, der Vanillin von der wesentlich komplexeren natürlichen Vanille (die auch Vanillin enthält) unterscheiden konnte. In Koch- und Backrezepten steht auch immer etwas von Vanillinzucker. Das sehe ich nicht ein, warum soll ich mich damit zufriedengeben, wenn ich für ein paar Cent mehr Geld eine ganze Menge mehr Geschmackserlebnis habe?

Und alles ist so intensiv. Die Produkte aus Holzminden, wo das Zeugs hergestellt wird, werden mittlerweile nicht mehr zur Unterstützung des Geschmacks eingesetzt, sondern ersetzen penetrant jeglichen solchen. Und es scheint schlimmer zu werden. Nach ewigem Nichtessen dieses berühmten Doppelkekses mit der Schokolade dazwischen und dem komischen Seppel da vorne drauf verspeiste ich einen solchen, wobei ich auf mir neu erscheinendes, extrem penetrant durchschmeckendes Vanillin stieß, welches den Keks geradezu ekelerregend machte. Sowieso kommt heute überall Vanille rein, sogar in Tee, Kaffee und so.

Ich habe nichts gegen Vanille, im Gegenteil, sie ist nicht umsonst eines der liebsten Gewürze der Menschen weltweit. Aber zu intensiv ist meistens fies. Gilt für alle diese Dinge. Eine Kurskollegin hatte sich beispielsweise mal extrem mit Vanilleparfüm eingedieselt, so daß sogar die Dozentin weit weg von ihr die Nase rümpfte. Ich hingegen bekam ziemlich schnell Kopfweh und außerdem war mir am Ende der endlos scheinenden Stunde kotzübel.

Einige Zeit gab es ja auch so Kästen für Kochen mit Aromastoffen. Das habe ich nie wirklich verstanden. Warum Pfefferaroma nehmen, wenn ich auch Pfeffer nehmen kann?

Und denn immer man schütt, immer man rein damit. Widerwärtig. Und überall Glutamat. Ich finde, das Zeug irgendwie fies, das macht, richtig schlecht dosiert, alles ganz komisch.

Kann man nicht mal einfach schmecken?

[ 14 Uhr 34 ] - [ 5 Kommentare ]

25. Mai 2011

Warum hat das noch niemand eingereicht? Und hat es überhaupt Chancen?

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Eigentlich wurde das schon ewig gefordert. Nur- warum hat bisher niemand eine solche Petition eingereicht?

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass ab der nächsten Legislaturperiode Abgeordnete ihre Nebeneinkünfte ab dem ersten Euro zur Veröffentlichung beim Bundestagspräsidenten anzeigen müssen.";

Seltsamerweise ist dieser Vorstoß von Benjamin Stöcker tatsächlich veröffentlicht worden und damit in die Mitzeichnung gekommen. Ich glaube jedoch nicht, daß diese Eingabe die Parlamentarische Prüfung überlebt. Denn geprüft wird von genau denen, die im Zweifelsfalle die Hosen herunterlassen müßten. Und die meisten Politiker haben begreiflicherweise wenig Interesse, daß ihre Nebeneinkünfte aus geschacherten Posten und Bestechung (die bei Bedarf aber anders genannt wird, zum Beispiel "jüdisches Vermächtnis" ) bekannt werden. Denn dann könnte ja jeder sehen, worum es ihnen wirklich geht: Geld und Posten in Aufsichtsräten und so weiter. Ein Freund sagte mal über einen mittlerweile verstorbenen Politiker hier aus der Region, der in ungefähr drölfzig Millionen Vereinen und Firmen den Vorsitz hatte, daß seine Arbeit eigentlich nur daraus bestehen könne, eben schnell überall das Geld abzuholen, der Rest sei Wegezeit.

Welcher Berufspolitiker würde schon freiwillig zugeben, daß er eigentlich gar keine Zeit für seinen Job als solcher hat, weil er sich überwiegend mit lukrativen Nebenjobs und Beziehungspflege beschäftigen muß, damit er eines Tages beim Ausscheiden aus dem Bundestag den Gerhard Schröder machen kann?

Machen wir uns nichts vor. Man kann dem Sumpf nicht erfolgreich befehlen, sich selbst trockenzulegen.

Aber mitzeichnen solltet Ihr trotzdem!

[ 14 Uhr 55 ] - [ 1 Kommentar ]

Laßt Euch nicht anstecken! Hysterie um EHEC.

Kategorie: Vergangen

Gut am Web 2.0 ist, daß sich wichtige Nachrichten sehr schnell verbreiten können. Schlecht am Web2.0 ist: Gerüchte, Hysterie und Verschwörungstheorien tun das auch.

Aktuell drehen alle am Rad wegen EHEC. Natürlich ist EHEC sehr ernst zu nehmen, gerade deswegen sollte man aber nicht hysterisch werden, sondern sich nicht von der Panikmache durch Laien in Medien und Internet anstecken lassen.

Panikfreie Hinweise liefert das Robert-Koch-Institut. Hier gibt es Informationen, die verwertbar sind.
-Stand der Dinge vom 24. Mai 2011
-Tips des Bundesinstitutes für Risikobewertung
-ebensolche von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
-und viel mehr.

Das ist etwas hilfreicher, als sich verrückt machen zu lassen von schlecht informierten Käseblättern und Panikmachern.

Ach ja: EHEC hat auch nichts mit Viren zu tun, auch wenn in den Massenmedien oft von Viren geschrieben wird. Die Journalisten von heute wissen nicht mehr, was Recherche ist. Wer keine Ahnung hat, sollte einfach die Fresse halten.

[ 08 Uhr 29 ] - [ 6 Kommentare ]

24. Mai 2011

Realitätsverlust.

Kategorie: Vergangen

Wer auch nur ansatzweise funktionierende Zellen im Zentralnervensystem hat, sollte eigentlich merken, daß die im Analphabetenfernsehen laufenden Reality-Formate nicht mehr mit der Realtät zu tun haben als den Namen. Daß ein Fernsehsender, der sich über verkaufte Werbeminuten finanziert, sich weniger dafür interessiert,
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[ 19 Uhr 15 ] - [ 1 Kommentar ]

Das Leben ist unbezahlbar.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Zapfsäule.Benzin und so ist, wenn ich das als Nicht-Automobilist recht mitbekommen habe, mittlerweile unglaublich teuer. Ich kann mich jedenfalls daran erinnern, daß früher weniger angeschlagen war- und das noch in D-Mark! Daß sich die darauf angewiesenen Spritverbraucher eine möglichst günstige Tanke suchen verstehe ich schon. Aber daß welche von Münster nach Ahlen und zurück fahren, um nur wenige Euro zu sparen....

Laut Meldung ist der Sprit in Ahlen pro Liter 10 Cent billiger. Wenn der Tank (wie ich mal eben kurz nachgeguckt habe) etwa sechzig Liter faßt, sind das immerhin sechs gesparte Euro. Lohnt sich doch oder?

Mein Navi meint, es seien 45 Kilometer bis dort, was etwa 40 Minuten dauere. Das macht etwa fünf Liter Sprit (etwa acht Prozent Tankfüllung! Nach dem Literpreis aus dem Artikel gut sieben Euro.) und achtzig Minuten Lebenszeit, zu denen auch noch Schlangestehen kommt, neulich wurde dafür durchaus eine Stunde angegeben.

Berechne ich mal meine Lebenszeit so arbeitsstundenmäßig mit willkürlichen fünfzehn Euro, wobei ich noch die Schlange weglasse und nur die reine Fahrtzeit mit 80 Minuten nehme, dann verbrauche ich Zeit im Wert von zwanzig Euro. Plus die sieben verfahrenen Euro sind wir dann bei 27 Euro Investition bei sechs bis acht Euro Ersparnis. Summa summarum summ summ summ kostet mich diese Aktion locker 20 Piepen mehr als sie einspart.

Doch ist meine Lebenszeit nicht mit Geld zu bezahlen.

[ 15 Uhr 49 ] - [ 1 Kommentar ]

Ich pinkele im Sitzen. Aus Gründen.

Kategorie: Verschiedenes

Und diese Gründe haben nichts mit Emanzipation, EFrauzipation oder so zu tun, auch nicht damit, daß man dann weniger Spritzer wegputzen muß. Hygienische Aspekte sind mir da eher gleichgültig.

Ich finde es einfach bequemer. Denn ich stehe absolut nicht gerne. Ich brauche nicht länger deswegen. Aber mir tut die Ruhe gut, die mir das Sitzen gibt. Schließlich esse und kacke ich ja auch lieber sitzend. Außerdem gucke ich dann nicht so gegen die Wand, das fühlt sich besser an. Es lebe der Komfort! Und irgendwann schaffe ich mir so einen japanischen Megaschont an mit Sitzheizung.

Ach ja, wegen der Gleichbreichtigung: Frauen können durchaus im Stehen!

[ 13 Uhr 12 ] - [ 6 Kommentare ]

23. Mai 2011

Das Mahl.

Kategorie: Literarisch

"Nein zur Mittelmäßigkeit!" hatte sich Dr. Roland Schneider geschworen und eine mittelgroße Erbschaft zu einer idyllisch gelegenen Blockhütte in Norwegen gemacht. Am Polarkreis gelegen lud sie ihn ein, dort seine Urlaube zu verbringen.
Nach einigen Mitternachtssonnen war er jedoch der Einsamkeit überdrüssig und lud seinen Freund Zabrczek, genannt Zappel, ein, dort
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[ 20 Uhr 30 ] - [ 5 Kommentare ]

Ein paar Fragisierungen zu mobiler Telephonie. Dabei nehme ich doch keine Stöckchen an?

Kategorie: Vernetzt

Na gut, von Daniel nehme ich den Stock dann doch.

Welches war dein erstes Handy?
Mein erstes Mobiltelephon. Ich habe keine Ahnung, von welcher Firma das war. Es hat eine eigene Geschichte.

Wieviele Handys hattest du seitdem?
Moment- eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs und nun mein siebtes.

Besitzt du schon ein Handy Baujahr 2010-2011 (Smartphone, iPhone, Blackberry…)?
Ja. Schon ein zweites, weil ich das erste ziemlich schnell habe fallen lassen. Derzeit ein Samsung Galaxy irgendwas. Keine Ahnung. Ziemlich elektrisch jedenfalls.

Wenn ja, welches System läuft auf deinem Handy (Android, iOS, Symbian, Win 7,…)
Android. Bin ich auch zufrieden damit. Und wie viel Farben es machen kann!

Bist du zufrieden mit deinem Handy, oder gibt es etwas was dich daran stört?
Eigentlich ist das Teil großartig, aber ein Schwerwiegender Wermutstropfen: Es kann keinen Kaffee kochen.

Wofür benutzt du dein Handy am meisten – telefonieren oder simsen?
Musik hören, Termine organisieren.

Prepaid oder Vertrag?
Postpaid. O2o.

Ich nutze mein Handy auch als ….
Telephon.

Hast du noch eins deiner alten Handys in irgendeiner Schublade herumfliegen und wenn ja, welches?
Mehrere, alle von meiner Liebsten.
Hier:
Ilonas gesammelte Telephone.

Denkst du darüber nach, dir ein neues Handy zuzulegen?
Ich kaufe mir üblicherweise erst dann etwas neues, wenn das alte im Anus ist.



[ 17 Uhr 11 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Intelligula Brainsucker.

Kategorie: Vergangen

War es 1997 oder 1998, als ich mit unserem damaligen Zuvieldienstleistenden JöTo in irgendeiner Kaffeepause den Intelligenzvampir erfand? Wir dachten uns schon einen halben Science-Fiction-Gruselroman zu diesem Wesen aus, welches sich in den Tiefen des alten Internet, welches zum Zeitpunkt der Geschichte schon längst nicht mehr aktuelle Technik war, in der sich nur Freaks und Nerds noch tummelten, aus einem sich selbst verändernden und entwickelnden Computervirus gebildet hatte.
Eine Art Entwurfszusammenfassung. Original von damals.
Original von damals.
Der Intelligenzvampir ernährt sich von der Intelligenz der Menschen, die er in dunklen Gefilden der Onlinewelt erwischt. Er saugt sie ihnen gleichsam aus, so daß seine Opfer stupide und hirnlos vor dem PC sitzen. Später nannte Joanne K. Rowling einen vergleichbaren Effekt bem Kuß des Dementors.

Ein Kommissar sollte dem Viech auf die Spur kommen und es nach einer wilden Jagd in irgendeiner vergessenen, uralten Serverfarm mit Weihwasser im Laufwerk erledigen.

Aus diesem Roman wurde natürlich wieder mal nichts, wie bei den meisten geplanten Großprojekten. biggrin

Aber auf die Idee bin ich noch heute stolz.

[ 14 Uhr 22 ] - [ Noch kein Kommentar ]

22. Mai 2011

Eine Art Ausblick bei dichtem Nebel.

Kategorie: Verrueckt

Ich bin gar nicht so pessimistisch, wie sich das die letzte Zeit anhört. Allerdings verdrießt mich so manches. Doch sollte ich lieber nach vorne schauen.

Bestandsaufnahme:
-50% Schwerbehinderung
-definitiv leistungsgemindert
-Konzentrationsschwierigkeiten (wenn auch nicht neu)
-Auswertung von AD(H)S-Test steht noch aus, ich denke aber nicht, daß viel dabei herauskommt
-Depression: bin wieder bei 85%, die restlichen 15% dauern erfahrungsgemäß länger. Bin gut zufrieden
-Soziales Gefüge (privat): exzellent. Nicht viel, aber sehr gut.

Aussichten:
-eher mau: Wer soll mich schon einstellen? Hartz4 ist im Bereich des nicht unwahrscheinlichen
-Umschulung: wird beantragt. Aber worauf? (da wird sich sicher etwas passendes finden)
-Gesundheit: na, sieht aus, als käme die Schwarze Lady doch immer wieder mal vorbei. Kann ich aber gelassen sehen, da keine Suizidgedanken und alles überhaupt weniger schlimm als früher
-irgendwie stört mich das nicht so furchtbar

Was kommt?
Keine Ahnung. Aber ich bin nicht allein. Ich habe meine Liebste, Familie, Freunde. Egal was kommen wird: Das Leben gefällt mir trotzdem irgendwie. NIcht alles ist schön. Aber wir sind ja auch nicht im Fernsehen hier. Das Leben ist spannender. Was kommen mag, das werde ich sehen. Ich habe bisher einiges überstanden. dann werde ich auch dieses hier überstehen. Mitsamt dem ganzen Rest. Und dem Leben und dem Universum.

[ 12 Uhr 03 ] - [ 5 Kommentare ]

Auch diese Gesellschaft wird dereinst untergehen.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Ich muß gestehen, niemals Oswald Spengler gelesen zu haben, aber mir scheint, als habe er eine ähnliche Vorstellung gehabt wie ich: Bislang ist noch jede große Kultur bzw. Weltmacht untergegangen.

Die christlich-abendländische Weltmacht unter Führung der USA mit ihrem europäischen Vasallenverbund wird die nächste sein. Denn sie hat, wie einst das ihr vorangegangene Römische Reich, eine kritische, da nicht mehr einwandfrei beherrschbare Ausdehnung erreicht. Das Imperium führt überall Krieg, um seine Herrschaft zu sichern, während es im Inneren brodelt und der Unmut über immer schlechtere Bedingungen wächst.

Errungenschaften wie die Sozialversicherung, eingeführt vom demokratiefeindlichen Fürst Bismarck, werden, soweit überhaupt vorhanden, drangegeben. Das Volk verblödet dank nicht vorhandener Bildungspolitik und gezielter Verdummungsmaßnahmen (z.B. Fernsehen), die das Denken verhindern. Das Menschenbild, welches von großen Philosophen entwickelt wurde, ist längst schon von der Wand genommen. Das abendländisch-christliche Verständnis von wertschätzendem Miteinander und Menschenwürde ist im Arsch. Die Auffassung unseres derzeitigen Innereienministers Hans-Peter Friedrich, der Islam gehöre nicht zu Doitschland, muß ich ergänzen: Das Christentum auch nicht mehr.

Das Wertesystem bröckelt und wird einstürzen. Der Mensch ist jetzt schon lediglich Arbeits- und Stimmvieh für "die da oben". Die Versorgung der Bevölkerung wird schlechter. Immer schlechter. Die Zahl der Ausgestoßenen nimmt zu. Und durch die fortschreitende Vernichtung des Bildungssystems harren wir des nächsten Mittelalters.

Dann braucht Ihr jedenfalls nicht mehr nach Telgte fahren.

[ 11 Uhr 21 ] - [ Noch kein Kommentar ]

21. Mai 2011

Deutsch in Kaltland. II.

Kategorie: Verrueckt

Willkommensgruß nach langer Krankheit.Früher war irgendwie alles anders als heute. Selbst als ich nur wenige Tage im Krankenhaus verbrachte wegen meiner Ohrgeschichte (wer's genau wissen muß: Tympanoplastik Typ1) kam eine Delegation mich besuchen, und während meiner endlosen Aufenthalte in den verschiedenen Klapsmühlen kam immer mal wieder jemand vorbei. Nach dem ersten Mal klebte von meiner damaligen Chefin ein Schild am Spind: " Lieber Ulf: Guten Morgen und <3-lich willkommen! Einen guten Start wünschen Dir Deine Kollegen / -innen u. wir freuen uns auf Dich..."

Seit vorhin klebt dort gar nichts mehr. Es wird nicht weiter auffallen, denke ich. Das macht auch nichts. Nobody knows you when you're down and out. Ich dachte, alle haben mich gern. Aber doch wohl nur, solange ich eine gewisse Leistung erbringe. Mittlerweile bist Du nur so viel wert, wie Du erschuftest. Während die Bedingungen immer härter werden. Bist Du nur eingeschränkt leistungsfähig, dann hast Du verloren. Was Du einst geleistet hast, in besseren Zeiten, als Du noch konntest, als Du noch die Lügen glaubtest, freiwillig, ohne jemals ein Dankeschön dafür zu erhalten, das zählt nicht mehr. Niemand will mehr etwas von Dir wissen. Auch wenn anderswo anderes behauptet wird. Es nützt nichts, sich den Arsch aufzureißen. Es wird Dir niemals gedankt. Nur vergessen, wenn man Dich nicht mehr verbrauchen kann.

Willkommen im Kapitalismus.

Niemand will mehr etwas von Dir wissen.
Niemand. Nur Deine wahren Freunde.
Auf diese aber kann ich mich absolut verlassen.
Das zählt.

[ 17 Uhr 20 ] - [ 17 Kommentare ]

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