Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

07. November 2010

Size does matter oder: Je größer, desto besser!

Kategorie: Vergangen

Viel zu große Pillenpackung.

Size does matter, sagen die Amis. Und weil wir immer mehr zur amerikanischen Kolonie werden, gilt dies gilt auch für uns. Große Autos (auch wenn meist seltsam wenig in dieses hineinpaßt), große Hochhäuser, breite Straßen, dicke Pillen. Das heißt, so dick sind die gar nicht, aber aus einem dicken Auto entsteigt ja auch nicht immer ein formidabler Fettsack. Hier isses umgekehrt: Ineiner RIESIGEN und furchteinflößend grußen Verpackung verbergen sich recht normale Pillekes. Vier Stück. Mehr nicht. Sehr zweckmäßig und ökonomisch angesichts der Tatsache, daß die ja auch irgendwie irgendwo verstaut werden müssen. Und dabei mehr Platz verbrauchen als Hunderterpackungen mit gleich großen Tabletten.

[ 07 Uhr 46 ] - [ Noch kein Kommentar ]

05. November 2010

Not macht erfinderisch:

Kategorie: Vergangen

Ulf mit Hose auf dem Kopf.

Herr X ist hatte gerade eine Chemotherapie wegen Krebs. wie so oft geschieht hat auch bei ihm deswegen das Immunsystem unter der Therapie schlappgemacht, daß er isoliert werden mußte.

Nur waren nachts, als ich wirklich keine Zeit hatte, Ersatz zu beschaffen, die Häubchen aufgebraucht. Doch bin ich ein bekanntes Improvisationstalent und nahm stattdessen kurzerhand einen Netzschlüpfer. Das ist eine Art sehr elastische Unterhose, mit der Inkontinenzartikel fixiert werden können. Auf dem Kopf sah das natürlich extrem doof aus, doch dem schwerkranken Patienten zauberte es ein richtiges Lachen aufs Gesicht.

[ 15 Uhr 33 ] - [ 1 Kommentar ]

04. November 2010

Themen, die unserer Tageszeitung würdig zu sein scheinen.

Kategorie: Kaeseblatt

Die Westfälischen Nachrichten habe ich schon lange im Visier. Die sind schon lange auf dem absteigenden Ast. Die Geschichte mit der Schleichwerbung habe ich ja erfolgreich gepetzt, aber sonst... Wenn diese Schrottzeitung aber weiter hauptsächlich über siebtklassige Casting-„Stars“ berichtet oder über blöde Tintenfische, die irgendwann mal wieder Fußballorakel oder so machen sollen, nachdem das alte Vieh neulich abgekratzt ist (a propos: da ist auch noch so eine wichtige Esoterik-Schriftstellerin verstorben) und weitere Lebenswichtigkeiten, dann kann ich dieses Käseblatt einfach nicht ernst nehmen.

[ 11 Uhr 55 ] - [ 6 Kommentare ]

Hamburger Vor-Eiter.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Die Pfeffersäcke machen es mal wieder vor. Sie waren seit dem Fall von Richter Gnadenlos Schill ja auch lange nicht mehr in den Schlagzeilen.

Das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut der Hansestadt, auch Sparkasse genannt, unterteilt die KundInnen in sieben Psycho-Profile. Alsda währen „Bewahrer“, „Hedonisten“, „Abenteurer“, „Genießer“, „Performer“, „Tolerante“ und „Disziplinierte“. Und darüber regen sich prompt Menschen auf. Eine hamburger Verbraucherschützerin meint dazu:„ Man versucht, indem man sich ins Gehirn hineinschleimt, Vertrauen zu finden und den Verbraucher in einer Weise zu beeinflussen, die nicht in seinem Interesse ist.“ (Quelle: SPON).
Häh? Ist das nicht eines jeden Unternehmens Ziel, ein Maximum aus der Kundschaft herauszuquetschen? Seit wann ist das verwerflich? Das machen doch alle... Immerhin können wir dankbar sein, daß da nicht so Profile aufgestellt werden wie „geisteskrank“, „depressiv“, „wahnhaft“ und „völlig bekloppt“.

[ 10 Uhr 10 ] - [ 4 Kommentare ]

03. November 2010

Es läuft wieder!

Kategorie: Vernetzt

Zum Glück. Unser Telephon- und Internetanschluß war ja mehrere Tage tot. Eine Katastrophe für Internetjunkies wie uns! Seit gestern abend, nach gut DREI Tagen also, läuft es wieder. Nach mehrmaligem Nachhaken erfuhren wir irgendwann, daß das eine größere Sache würde, da angeblich die halbe Gartenstraße betroffen sei und deshalb ein Loch gebuddelt werden müsse.

Naja, es läuft. Was kaputt war und warum wissen wir immer noch nicht, aber Hauptsache, der Schaden ist behoben.

Ärgerlich ist allerdings, daß wir für die Auskunft gefühlte zweihunderteinundneunzig mal da anrufen mußten und erstmal eine weibliche Computerstimme bespaßen mußten, ehe wir mit einem echten Menschen sprechen durften, der uns dann nach Abfrage sämtlicher Daten und Paßwörter und der Geburtsdaten sämtlicher Verwandter mütterlicher Linie mit jemandem verband, der uns diese dürftige Auskunft gab.

[ 16 Uhr 14 ] - [ 1 Kommentar ]

01. November 2010

Ich und dem Allen Carr seine Nichtraucherbibel.

Kategorie: Verschiedenes

Nachdem heute nun schon mein dritter Tag ohne aktiven Konsum von Nikotin ist, habe ich endlich dieses olle Buch da angefangen zu lesen, von dem alle so begeistert sind: „Endlich Nichtraucher!“

Nicht nur alle, sondern auch der Autor Allen Carr ist begeistert von diesem Buch. Ich habe bereits über ein sechstel davon gelesen, und dieses Sechstel bestand fast ausschließlich aus Eigenlob und Selbstbeweihräucherung. Warum ich nicht rauchen sollte, muß wohl ganz zum Schluß kommen.... Außerdem scheint er, als er sich in diesem gelesen Sechstel doch einmal zur Sache kommt, von der Suchtbiologie nicht wirklich viel zu verstehen, bzw. er weiß es natürlich besser.

Bin mal gespannt, was da noch kommt. Ich halte trotz des Buches durch.

[ 11 Uhr 22 ] - [ 4 Kommentare ]

31. Oktober 2010

Biete Elektronikschrott.

Kategorie: Vernetzt

Ich debutiere gerade als E-Bay-Verkäufer. Ich verkaufe was kaputtes. Meine alte Digitalkamera nämlich, die seit über einem Jahr im Schrank herumliegt, steht zum Verkauf. Ich fand sie ein tolles Teil damals, die Bilder wurden scharf und die Bedienung war simpel. Trotz umfangreicher Möglichkeiten.

Fünfhundert habe ich dafür bezahlt. Jetzt ist wahrscheinlich der Verschluß defekt. Kostenpunkt: so teuer, daß ich mir gleich eine neue kaufte. Das alte Ding könnt Ihr nun bei ebay ersteigern. Vielleicht kann ja noch jemand etwas damit anfangen.

Ulfs alte Digitalkamera.

[ 14 Uhr 07 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Versaquäl.

Kategorie: Vernetzt

Mein Telephonie- und Internetzanbieter, die Versaquäl, hat vor etlichen Jahren meinen ursprünglichen Anbieter, die Citykom, aufgefressen. Die Citykom war echt jovel, da hatte man immer einen echten Menschen am Rohr, wenn denn ausnahmsweise was nicht lief, und Ruckzuck war das Problem behoben.

Momentan gehe ich mit „rasanter“ GSM-Geschwindigkeit ins Internet, und telephonieren kann ich auch nur Mobil. Denn unser Anschluß ist ziemlich tot und wird bereits seit vierundzwanzig Stunden (angeblich) „mit Hochdruck“ repariert, wie der Telephoniercomputer mit der öden Frauenstimme verkündete.

Die Versatel garantiert 98,5% Verfügbarkeit ihrer Dienste. Das klingt prima, nicht wahr? Dann sind ja nur 1,5% Ausfall, das ist ja nicht viel. Oder?

365 Tage * 1,5% = 5,5 Tage Ausfall. Nicht ganz eine Woche pro Jahr ist unser Anschluß also rechnerisch nicht nutzbar. Wahrlich, eine perfekte Leistung.

[ 09 Uhr 08 ] - [ 1 Kommentar ]

Kinder, die wat wollen, kriegen wat auffe Bollen.

Kategorie: Verkohlt

Morgen ist Allereiligen und damit heute abend Halloween. Die amerikanische Kommerzversion dieses Ereignisses ist vor einigen Jahren herübergeschwappt. Wie einst Mutter- und Valentinstag.

Heute abend werden wieder Kinder um die Häuser ziehen und Süßes oder Saures verlangen. Süßes habe ich nicht vorrätig, eine Zitrone oder so auch nicht. Bei uns brauchen die eh nicht klingeln. Entweder machen wir nicht auf, oder ich mache einen leckeren Kinderbraten.

[ 08 Uhr 02 ] - [ 2 Kommentare ]

30. Oktober 2010

Der Deutsche Bundestag möge beschließen:

Kategorie: Vergangen

Die Erreichbarkeit alkoholhaltiger Getränke wird drastisch eingeschränkt.

Dies geschieht zum einen durch eine erhebliche Preiserhöhung über Steuern und Abgaben, die die Hemmschwelle vor allem bei jungen, noch nicht finanzstarken Konsumeinsteigern ähnlich wie bei Tabakerzeugnissen heraufsetzt, zum zweiten wird die tatsächliche Verfügbarkeit verringert, indem lediglich zwischen 18:00 Uhr abends und 2:00 Uhr morgens alkoholische Getränke verkauft und ausgeschenkt werden dürfen. Zudem wird das Mindestalter für Erwerb und Konsum von Alkohol auf generell 18 Jahre angehoben.

Alkoholismus in all seinen Varianten zerstört nicht allein die Gesundheit des Trinkenden, sondern auch die körperliche und geistig-seelische Gesundheit seines Umfeldes, seiner Kinder, Partner, Freunde und Kollegen. Er führt nicht nur beim Trinkenden selbst zur körperlichen und sozialen Verelendung, auch bei seinen Mitmenschen.

Diese Menschen müssen, ebenso wie die Nichtraucher schon vorm Passivrauchen, vor den Gefahren des Alkoholkonsums geschützt werden.


Ich weiß nicht, wie weit ich damit komme, denn ich habe es eben erst abgeschickt, und bis so etwas, wenn überhaupt, öffentlich wird, kann es etwas dauern. Aber ich denke, mit dieser Petition bläst mir der Wind stark entgegen. Die Nichtraucherlobby ist stärker als die Nichtsäuferlobby.

[ 19 Uhr 09 ] - [ 20 Kommentare ]

Die Versuchung ist nahe!

Kategorie: Verrueckt

Versuchung.

Nein, leicht ist Aufhören nicht.
Ich hatte zwar schon die Vorstellung, daß mir am leichtesten fallen müßte, einfach Morgens nicht mehr anzufangen. Da habe ich immer den niedrigsten Lungenschmacht. Allerdings kommt danach noch eine ganze Menge Tag.

Bislang benehme ich mich meiner Liebsten zufolge normal.

Gelegentlich aber würde ich unheimlich gerne wieder die entspannende Wirkung des Nikotins spüren- die letztlich doch nur den Normalzustand herstellt, den ein Nichtraucher immer hat.

Gelegentlich wandert meine Hand reflektorisch dorthin, wo sich die angebrochene Packung Zigaretten immer noch befindet.

Im Hinterkopf sitzt ein kleines Teufelchen, welches mir sagt, ich solle es doch endlich wieder tun, dann wäre ich ruhiger. Keiner wäre mir böse, würde ich scheitern. Aber ich will durchhalten. Denn: was habe ich, objektiv betrachtet, vom Rauchen?

Nichts.

[ 18 Uhr 04 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Gefangenenbefreiung.

Kategorie: Verrueckt

Roth-HändleSchon vor einigen Tagen haderte ich ja schon mit meinem Schicksal als Gefangenem des duftenden Rauches, wie es sich auf chinesisch schreibt. Nun versuche ich mich zu befreien von Zwang, das Zeug inhalieren zu müssen, um mich normal zu fühlen, auch wenn die Lunge gerade während einer Erkältung geradezu überwältigt werden muß.

Gestern abend vorm zu Bett gehen rauchte ich mir noch eine, wie immer.
Heute früh rauchte ich einfach keine, wie sonst.

Wozu bis Dienstag warten, wenn ich meinen Termin beim Psychiater habe?

Bislang hält sich der Entzug in Grenzen, zur Zeit fehlt mir vor allem die mechanisch-routinierte Handlung. Ich merke schon ein wenig, daß ich mit Nikotin ein wenig entspannter wäre. Aber da komme ich auch wieder hin.

Von mindestens zwei Packungen Roth-Händle ohne Filter auf Null. Ich hoffe, ich halte das durch.

Meine Liebste raucht erstmal weiter. Aber das macht mir nicht so viel aus.

[ 12 Uhr 06 ] - [ 4 Kommentare ]

29. Oktober 2010

...wollt ihr denn ewig leben?

Kategorie: Verschiedenes

„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“ sprach der Alte Fritz. Und seit Menschengedenken wird daran geforscht, wie Mensch ewig jung und gesund bleiben kann. Nun erhoffen sich diverse Forscher von einer Brooke Greenberg Erkenntnisse darüber.

„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“
Das ist eine gute Frage. Ich lebe mittlerweile gerne, doch denke ich, das alles einmal ein Ende haben muß. Nach einem langen Tag gehe ich schließlich auch schlafen.

Und es muß auch Platz für den Nachwuchs geben.

[ 16 Uhr 35 ] - [ 2 Kommentare ]

28. Oktober 2010

Traue ich mich oder nicht?

Kategorie: Verschiedenes

Roth-HändleDienstag habe ich ohnehin einen Termin mit meinem Psychiater. Mit dem kann ich das „WIE“ erörtern, wenn.

Was?

Ich schrub bereits, daß ich unabhängig sein möchte. Nicht mehr ein „Gefangener von duftendem Rauch“ (Das sind die chinesischen Zeichen für „Raucher“) .

Immer Tabakrauch inhalieren zu müssen, um mich normal zu fühlen, bis zu zwei Packungen am Tag. Doof. Und, wenn ich ausnahmsweise mal einen Atemwegsinfekt, oft Erkältung genannt, habe, immer gleich röcheln und bölken zu müssen und teilweise kaum Luft zu bekommen... auch doof.

Aber einfach so aufhören bringe ich nicht.
Bis Dienstag entscheide ich mich, ob ich aufhöre. Und dann mit Hilfe.

[ 13 Uhr 39 ] - [ 11 Kommentare ]

Nennt es „Katharsis“.

Kategorie: Verrueckt

So widerlich, so grauenhaft meine letzte depressive Episode samt ihrer Begleiterscheinungen war- ich bin gestärkt daraus hervorgegangen.

Statt mich bei jeder Gelegenheit damit zu beschäftigen, wie ich mich selbst entleiben könnte, kann ich nun Probleme lösen. Oder wenigstens lösen lassen. Ich stecke nicht mehr den Kopf in den Sand, ich igele mich nicht mehr ein. Ich tu etwas.

Meine Neurotransmitter sind zurechtgerückt durch eine Handvoll Pillen. Mein Denken durch eine lange, effektive Psychotherapie.

Und heute, wenn jemand versucht, mir ans Bein zu pinkeln, wehre ich mich. Merke ich, daß ich das allein nicht schaffe, hole ich mir eben Hilfe. Wo ist das Problem? Warum wußte ich das früher nicht?

Wenn jemand anmerkt, ich hätte dieses oder jenes vergessen oder nicht ordentlich gemacht- entschuldigen, vornemen, es besser hinzubekommen. Früher war ich da einfach ein Versager. Heute habe ich einfach einen Fehler gemacht.

Ich glaube manchmes Mal, ich komme besser mit meinem Leben zurecht, als dies mancher „Gesunde“ tut. Weil ich alles Übel von mir fernhalte. Fernhalten muß. Denn es könnte tödlich sein. Aber so, so lebe ich prima und Mopsfidel.

Auf das Grauen von 2007 +/- hätte ich jedoch gerne verzichtet. Aber nun, es ist vorbei. Ich denke ohne Groll zurück.

[ 10 Uhr 14 ] - [ 1 Kommentar ]

neuere Beiträge | ältere Beiträge