26. Oktober 2010
Wer ist eigentlich Paul?
Kategorie: Kaeseblatt
Die tragische Nachricht erreichte mich unvorbereitet. Sie steht ganz oben auf der Startseite der Westfälischen Nachrichten Online. Ich versinke in tiefer Trauer. Ein armes Vieh, welches da ausgekrakt hat. Paul, der Oktopus, ist heuer verstorben. Es tut mir ja so leid!
Ich mache jetzt Paella. Mit Paul. Wer ist eigentlich Paul? Ich will so bleiben wie ich bin. Du darfst. Mach einfach etwas weniger Olivenöl in die Paellapfanne. Dann wird auch für Paul der Hintern nicht dick.
[ 17 Uhr 00 ] - [ 1 Kommentar ]
Mit oder ohne?
Kategorie: Verschiedenes
Roth-Händle ohne Filter natürlich. Ich bin nikotinabhängig, damit suchtkrank (ICD-10: F17.2). Also will ich möglichst viel von dem Dreck. Ungefiltert und schon gar nicht Light, sonst müßte ich ja dreimal soviel rauchen. Wie soll das gehen?
Eigentlich will doch jeder ungebunden und unabhängig sein. Aber mein Leben als Raucher, welches erst in den siebeneinhalb Monaten Klapsmühle im Jahr 2007 zu einem solchen wurde, ist doch nicht frei! Gebunden bin ich an ein Kraut namens Tabak, welches nur in der Pfeife schmeckt, aber auch verfügbar sein muß, wenn für die Pfeife die Zeit fehlt. Gebunden bin ich an eine Substanz namens Nikotin, welche meinen Hirnstoffwechsel zu regeln übernommen hat.
Wehe, wenn nichts da ist... das Verlangen, der Druck ist immens.
Wann werde ich reinen Tisch machen mit diesem Bedränger?
[ 15 Uhr 09 ] - [ 3 Kommentare ]
25. Oktober 2010
Wenn das Leben zuschlägt: Schlag zurück!
Kategorie: Verrueckt
Vor zwei Jahren noch dachte ich: wie denn?
„Steh auf, wenn Du am Boden bist!“
Das Leben geht nicht glatter als früher. Immer wieder schlägt es zu, irgendwie. Doch ich, doch WIR, wir lassen uns nicht unterkriegen. Und wenn ich mir dafür sagen muß: „Ich habe drei Suizidversuche überlebt, dann überlebe ich das hier auch noch!“
Aufstehen! Zurückschlagen! Kämpfen!
Ich mußte mühsam lernen, nicht einfach liegenzubleiben und auf die Tritte zu warten, den Kopf in den Sand zu stecken, während das Hinterteil schon raucht... (NEIN Björn, nicht was Du denkst!)
Steh auf, wenn Du am Boden bist...
Doch ich komme gar nicht mehr bis dorthin.
[ 17 Uhr 10 ] - [ 2 Kommentare ]
24. Oktober 2010
Wir brauchen eine Verordnung zur vorschriftsmäßigen Beschaffenheit von Hundekotbeuteln!
Kategorie: Verkohlt
Wir brauchen dringend eine Verordnung zur korrekten Verbeutelung der Hinterlassenschaften abgekotet habender Vierbeiner der Gattung CANIS und zur biologischen Abbaubarkeit der Weichbehältnisse („Beutel“).
„Isabelle 66“ merkt im Ökotest-Forum ganz richtig an, daß die Beschaffenheit von Hundekotbeuteln bezüglich ihrer biologischen Zersetzungsgeschwindigkeit nicht ausreichend definiert ist. Mit einer passenden Studie scheint sie schon begonnen zu haben: „So liegt ein angeblich abbaubarer (leerer) Hundekotbeutel seit 16 Monaten unverändert auf unserem Kompost.“. Sie wird ihn hoffentlich zum besseren Nachvollzug mit dem Datum des Abkotens ihrer Töle beschriftet haben.
In diesem Zusammenhang darf ich auch die Umweltverträglichkeit von Steinen anzweifeln: Im Garten nebenan liegen seit zwanzig Jahren Steine, absolut unverändert. Sind die umweltverträglich? Wohl kaum, denn sie haben sich nicht zersetzt und können nun weiter fleißig die Umwelt vergiften.
Vielleicht sollte sie sich einen Kotbeutel stricken. Aber nur aus biologisch-dynamischer Schurwolle.
[ 12 Uhr 02 ] - [ 2 Kommentare ]
23. Oktober 2010
Der Kachel- und der alte Mann.
Kategorie: Vergangen
Mit neunzig Jahren einen Herzstillstand zu überleben und danach nicht schlechter zurecht zu sein als vorher ist schon bemerkenswert. Natürlich tut ihm der Brustkorb weh, aber das regeln wir mit Metamizol.
Wir kennen ihn schon, und dement war er vorher auch, als wir ihn das letzte Mal entlassen hatten. Nun haben wir ihn wieder, mit blauen Flecken am Thorax, aber immerhin: Das Hirn scheint keinen Schaden genommen zu haben. So war er vorher auch: „Wo bin ich?“ „Wo ist meine Frau?“ und dabei ausgesucht höflich und manierlich.
Was ich denn von der Geschichte mit diesem Wettermenschen da hielte, diesem, äh?
„Sie meinen Kachelmann? Schwierige Sache, ich fand die Vorverurteilung nicht gut. Über Schuld oder Unschuld entscheidet der Richter, oder nicht“? antwortete ich.
Er erörterte mir seine Ansicht, die er als Jurist außer Dienst hatte. Präzise. Strukturiert. Völlig klar.
Auch nach so vielen Jahren in der Pflege bin ich immer wieder erstaunt, wieviel auch demenzkranke PatientInnen doch auf die Kette kriegen können.
[ 21 Uhr 53 ] - [ Noch kein Kommentar ]
22. Oktober 2010
Ich will kein Gemecker über Bedienstete der Stadt mehr hören!
Kategorie: Vernetzt
Momentan arbeite ich gerade an einem Wikipedia-Artikel über die Tuckesburg in Münster. Und weil im Netz kaum etwas ernstzunehmendes zu finden ist über dieses Bauwerk und seine Geschichte, habe ich mich kurzerhand ans Stadtmuseum gewendet. Und unglaublich zügig (von wegen Büroschlaf!) bekam ich ausführlich Antwort. Daten, Quellen, nette Worte. Und den Hinweis, wer mir noch weiterhelfen könnte.
Auch der schien sich geradezu zu freuen, daß ich ihn nerve.
Vielen Dank also an die Herren Dr. Thier vom Stadtmuseum und Kappel von der Denkmalbehörde!
(Ihr seht: Ich kann nicht nur meckern...
)
[ 01 Uhr 07 ] - [ 3 Kommentare ]
21. Oktober 2010
Hitlers Psychiater.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Der gescheiterte GröFaZ war schon früh Zielscheibe der Irrenärzte. Alle Psychiater, die sich mit ihm befassen (mußten) stellten alle möglichen Diagnosen. Doch mit ihm gesprochen hatte niemand. Auch die Psychiater nicht, die heute noch an ihm herumdoktern. Obwohl, den Seelendoktor, der heute noch mit Adolf Hitler spricht, würde ich selbst in Behandlung empfehlen
. Kann ein Arzt eine Ferndiagnose stellen?
Muß alle und jede Abartigkeit eine Geisteskrankheit sein?
Warum ist ihm ein ganzes Volk nachgerannt? Waren die auch alle reif für den Psychodoktor?
Vielleicht war er auch nur bekloppt.
Vielleicht war er auch einfach nur böse.
[ 01 Uhr 59 ] - [ 1 Kommentar ]
20. Oktober 2010
Bilderrätsel- was ist das?
Kategorie: Verschiedenes
[ 15 Uhr 46 ] - [ 28 Kommentare ]
17. Oktober 2010
Kindersex mit Guttenberg.
Kategorie: Vernetzt
Da ich nicht fernsehe, habe ich auch „Tatort Internet“ nicht gesehen und kann da eigentlich gar nicht mitreden. Allerdings, was auf RTL2 kommt, kann ja auch nichts gutes sein. Nur billige Unterhaltung für ungebildete Leute, die zu viel Zeit und zu wenig Grips haben.
[ 20 Uhr 19 ] - [ 4 Kommentare ]
Herbstbild.
Kategorie: Verschiedenes
[ 15 Uhr 43 ] - [ Noch kein Kommentar ]
16. Oktober 2010
Ist das alles erst drei Jahre her?
Kategorie: Verrueckt
16.Oktober 2007, früher Nachmittag.
Mein letzter Versuch, mir das Leben zu nehmen.
Sehr knapp gescheitert.
Ich habe heute das Gefühl, das sei schon ewig her.
Tatsächlich sind es lediglich drei Jahre, mehr nicht. Aber so fern von mir, daß es fast schon unwirklich scheint.
[ 14 Uhr 12 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Wie funktioniert körperliche Abhängigkeit beim Alkohol?
Kategorie: Vergangen
Als diese Frage kam, mußte ich erstmal recherchieren. Ich war erstaunt, wie einfach das ist:
Alkohol beeinflusst den Stoffwechsel im Gehirn erheblich. Er stimuliert dabei die GABA-Rezeptoren in Gehirn und Nervensystem und hemmt die NMDA-Rezeptoren, wodurch Alkohol entspannend und angstlösend wirken kann. Da die GABA-Rezeptoren allerdings bei ständiger Stimulation eine Toleranz entwickeln, werden bei längerfristigem Alkoholmissbrauch immer größere Mengen benötigt, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Diese Effekte beruhen auch auf der erhöhten Produktion von Dopamin und Endorphinen. Aber auch die starken Entzugssymptome begünstigen eine einmal vorhandene Abhängigkeit.
Wird der Alkohol plötzlich nicht mehr zugeführt, fehlt die „Regulierung“ der verschiedenen Rezeptoren. Dies erklärt die verschiedenen Symptome des körperlichen Entzugs. Durch die nicht mehr vorhandene Unterdrückung der Nervenzellen entstehen durch deren Übererregung Angstgefühle, Zittern, Halluzinationen bis hin zu Krampfanfällen. Deshalb trinkt der Alkoholkranke frühzeitig wieder Alkohol, um die quälenden Symptome zu beseitigen.
(geschrieben für Wikipedia)
[ 09 Uhr 22 ] - [ 1 Kommentar ]
15. Oktober 2010
Shitstorm. Scheißsturm. Mistwetter.
Kategorie: Vernetzt
Das Internet hat Macht. Macht macht Gewalt. Und gewaltige Ausdrücke erobern den Sprachgebrauch. Unter Netzlingen verbreitet sich seit einiger Zeit das Wort und Ereignis „Shitstorm“. Ich erlebe ja manchmal auf der Arbeit unerfreuliche Formen der Ausscheidung, auf die dieser Begriff auch gut passen würde. Aber bezeichnen tut er letztendlich eine virtuelle Schlammschlacht.
Pro7 durfte dies erfahren, das Piratenweib auch.
Shitstorm. Die moderne Schlammschlacht.
Aber im Schlamm habe ich zuletzt als Kind gespielt.
[ 15 Uhr 56 ] - [ 2 Kommentare ]
14. Oktober 2010
Die Sache mit dem Fortschritt.
Kategorie: Verkohlt
Spannend immer wieder ist der Fortschritt. Vor 564 Jahren wurden hier in Münster Andersgläubige (die sich allerdings auch etwas seltsam aufgeführt hatten) mühsam mit glühenden Zangen totgezwickt. Und dann in Eisenkäfigen am Kirchturm hochgezogen. Dort hängen sie noch heute. Die Körbe, meine ich, von den darin enthalten gewesenen Anführern der Wiedertäufer ist mittlerweile nichts mehr übrig. Die nachweislich originalen Zangen könnt Ihr Euch auch angucken.
Viel zu anstrengend, die Methode.
Oder dieses ganze Zeugs mit Rädern, auch ziemlich mühsam. Der arme Henker, der mit dem Wagenrad erst umständlich Knochen und Gelenke knacken mußte, um dann den möglichst noch lebenden Delinquenten (lebend, das mußte er dabei auch noch hinbekommen!) zwischen die Speichen zu flechten, als wäre er ein Weber oder Korbmacher! Und das ganze öffentlich- echt, wer tut sich freiwillig das Geschrei der zu henkenden an?
Die Guillotine war da schon effizienter. Zack- ab ist die Rübe. Nur spritzt da das Blut, das muß ja auch wer wieder wegmachen. Dafür eine Putzfrau anzustellen ist teuer. Und finde dann erstmal eine, wo Blut so schlecht rausgeht.
Das mit den Gaskammern lassen wir besser mal weg. Das ist irgendwie historisch vorbelastet und auch etwas zu umständlich in der Bedienung.
Immerhin- heute werden die Leute nicht mehr ganz zu mühselig abgemurkst wie damals so mit den glühenden Zangen. Obwohl ist dieses Herumgesteinige von die Islamisten auch nicht gerade unumständlich ist. Erst halb eingraben und dann ewig lange Steine draufschmeißen, die auch noch eine genau bemessene Größe haben müssen- ANSTRENGEND!
Einfacher isses dann doch, die Leute einfach leben zu lassen.
[ 22 Uhr 50 ] - [ 2 Kommentare ]
Der Tod ist allgegenwärtig. Selbst auf dem Schont.
Kategorie: Verkohlt

Es kann Dich überall erwischen. Ich habe schon Verstorbene aus der Toilette geborgen. Auf dem Klo wird häufiger gestorben, als Ihr denkt. Gerne auch natürlich, z.B. durch einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie von zu dollem Pressen. Das soll man eh nich, wegen die Hämorrhoiden. Aber sterben ist da natürlich noch schlimmer als wennste Dir die Hämorrhoiden rauspreßt.
Eigentlich ist der Ort nicht schlecht gewählt für den Exitus, denn wegen der allgemeinen Muskelerschlaffung gibt auch der Schließmuskel nach, und dann geht das Zeug alle im Bett drin. Außer, Du sitzt auf dem Klo. Nur runterplumpsen sollte man dann nicht.
Ich glaube, ich binde mich jedes Mal, wenn ich muß, da fest. Falls ich da sterben tu.
[ 18 Uhr 18 ] - [ 4 Kommentare ]


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