10. September 2010
Sanierung des Haushaltes können wir besser als die Regierung.
Kategorie: Verrueckt
Die Fernbeziehung war teuer. Der Umzug meiner Liebsten war teuer. Daß sie zunächst nicht versichert werden konnte war teuer. Nun sind wir aber nicht die Bundesregierung. Wir verringern unsere Schulden immer mehr. Ohne daß wir für wirklich wichtige Dinge die Mittel streichen. Und indem wir die richtigen und wichtigen Maßmahmen durchziehen.
Mit diesem Staat geht es abwärts. Mit uns jedoch hinauf. Ein gutes Gefühl.
[ 09 Uhr 28 ] - [ 3 Kommentare ]
09. September 2010
Ich und Mutter Teresa.
Kategorie: Verschiedenes
Das Wirken von Mutter Teresa ist durchaus nicht unumstritten. Doch als ich damals, am ersten Januar 1991, direkt vor dieser winzig kleinen Ordensschwester stand, die mir händeschüttelnd ein "Happy new year" wünschte, hatte ich dennoch das Gefühl, sie sei ein besonderer Mensch. Auch wenn ihre Ablehnung gegenbüber Schmerz- und Verhütungsmitteln nicht nachvollziehbar ist. Aber immerhin hatte sie ihre Vorstellungen und ihre Ideale irgendwie in ziemlich großem Stil durchgezogen.
Es war sicherlich der prominenteste Händedruck, den ich bisher bekam. Doch habe ich etliche wichtige Menschen kennengelernt, auch welche, deren Lebensgeschichte mit großen Stars und oscarnominiert verfilmt worden war. Oder die weltbekannte Firmen führten. Im KZ gesessen oder Menschen ins KZ gebracht hatten.
Ich habe da keine Berührungsängste. Denn auch Mutter Teresa mußte kacken, und auch das hat bestimmt nicht nach Rosen geduftet.
[ 11 Uhr 29 ] - [ 1 Kommentar ]
08. September 2010
Wieso sollen Arbeitslose arbeiten?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Arbeitslose sollen arbeiten gehen. Gute Idee, nur- sie bleiben dabei arbeitslos. Durch den Ein-Euro-Job haben wir das Paradoxon, daß jemand zwar keine Arbeit hat, aber
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[ 23 Uhr 16 ] - [ 9 Kommentare ]
Ungelernte in die Pflege - Für sozialverträgliches Frühableben?
Kategorie: Vergangen
Über die Geringschätzung der professionellen Pflege seitens unserer geschätzten Frau Bundeskanzlerin habe ich mich schon gestern erregt. Frau Dr. Merkel streicht Zuschüsse für die Umschulungen, gleichzeitig versucht sie, die Qualität der Pflege durch Einsatz ungelernter Kräfte zu killen. Ich dachte eigentlich, das Paradigma "Sauber, satt und still" sei einer menschenwürdigeren Haltung gewichen.
Wenn Hartz4er in
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[ 09 Uhr 12 ] - [ 8 Kommentare ]
07. September 2010
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Kategorie: Vergangen
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
mit Unbehagen habe ich Ihre Äußerungen bezüglich des Einsatzes von Hartz-IV-Empfängern in der Pflege gelesen.
Ich verstehe das als Geringschätzung meines Berufes und
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[ 11 Uhr 21 ] - [ 2 Kommentare ]
Hier hast n Buckel!
Kategorie: Verschiedenes
Zwei Freunde sind um die Häuser gezogen und nun auf dem Heimweg. Der eine hat ein Hinkebein, der andere hat einen Buckel. Auf dem Weg nach Hause kommen sie am Friedhof vorbei, da sagt der Buckelige:
"Komm, laß uns die Abkürzung über den Friedhof nehmen, das ist mir sonst zu viel zum Latschen!"
Sagt der mit dem Hinkebein:
"Nee, Du, das ist mir viel zu gruselig. Ich möchte lieber außen herum."
Sie können sich nicht einigen, und so trennen sie sich, und der Buckelige geht über den Gottesacker.
Da schlägt es Mitternacht! Und die Toten kommen aus ihren Gräbern, und sie beginnen zu tanzen, und sie tanzen einen Reigen um den schreckensstarren Buckeligen herum. Da löst sich ein Geist aus der Gruppe und spricht ihn mit unheimlicher dünner Stimme an:
"Was hast Du da auf Deinem Rücken? Was hast Du da auf Deinem Rücken?"
Der Buckelige, etwas irritiert:
"Ääääh, einen Buckel?"
"Gib ihn mir!" spricht der Geist, greift nach dem Buckeligen- und der Buckel ist weg.
Es schlägt eins, die Toten verschwinden in ihren Gräbern.
Am folgenden Tag in der Kneipe fragt der mit dem Hinkebein:
"Sag mal, wo um alles in der Welt hast Du Deinen Buckel gelassen?"
Die Geschichte erstaunt ihn sehr, und er beschließt, es auch zu versuchen. Zu Mitternacht geht diesmal er auf den Friedhof.
Es schlägt Mitternacht! Und die Toten kommen aus ihren Gräbern, und sie beginnen zu tanzen, und sie tanzen einen Reigen um den schreckensstarren Hinkenden herum. Da löst sich ein Geist aus der Gruppe und spricht ihn mit unheimlicher dünner Stimme an:
"Was hast Du da auf Deinem Rücken? Was hast Du da auf Deinem Rücken?"
Der Hinkende, etwas irritiert:
"Ääääh, nichts?"
Darauf der Geist:
"Hier hast n Buckel!"
[ 08 Uhr 52 ] - [ 2 Kommentare ]
06. September 2010
Wer ist hier behindert? Yó también.
Kategorie: Kultur
Ganz großes Kino. Spanische Filme, z.B. von Pedro Almodovar, haben mich schon immer irgendwie speziell berührt. Und dieser im besonderen: "Yó también", hier laufend unter "Me too - Wer will denn schon normal sein?" mit Pablo Pineda (Wer hat den Wikipediaeintrag gemacht?) in der Hauptrolle, der sozusagen seine eigene Geschichte spielt. Der erste europäische Mensch mit Trisomie 21 (für die Prolls: dat isn Mongo) mit Universitätsabschluß entdeckt die Liebe und kämpft für die Emanzipation seiner Mitbehinderten. Wobei ich mir da immer wieder die Frage stellen mußte: Wer oder was ist hier nun behindert? Oder wird man nur behindert?
Nein, ich schreibe nichts zum Inhalt. Guckt ihn Euch gefälligst selbst an.
NEIN, da gibt es keine Zombies oder Kettensägen. Nur Gefühle. Große Gefühle. Ganz großes Kino.
[ 12 Uhr 08 ] - [ Noch kein Kommentar ]
05. September 2010
Wir brauchen noch mehr Berufsbonzen! Pro Sarrazin-Partei!
Kategorie: Verkohlt
Deutschlands Vorzeigerassist und Wachrüttler Thilo Sarrazin, der wie einst die nationalsozialistischen Idioten mit genetischen Unterschieden die angeblich unterschiedliche Leistungsfähig- und -willigkeit der verschiedenen "Rassen" begründet, soll nach dem Willen von knapp 20% des Volkes einer Protestpartei vorstehen. 18 Prozent würden diese Partei wählen. Ohne, daß sie ein Programm hat, da sie noch gar nicht existiert.
Ich finde ziemlich bedenklich, daß jeder fünfte eine Partei wählen würden, deren Programm scheißegal ist. Zeigt prima, was dem Volk wichtig ist: Parolen statt Inhalt.
Ich liebe Protestparteien. Das Wort steht ja eigentlich vor allem für "Ich bin dagegen" und "Ich habe sonst nichts zu bieten". Auch wird der Herr Rassentheoretiker mit dieser Forderung auf den Olymp der Protestanten gehoben, wo schon Götter residieren wie
-der unvergessene Ronald Schill
-der längst vergessene (oder verdrängte) Bolko "Pro DM" Hoffmann
Dieses Ansinnen halte auch ich für erstrebenswert. Vielleicht würde eine Erhebung Thilo Sarrazins auf den Thron einer Protestpartei ihm nämlich ebenso wie diese schnell im Sumpf des Vergessens verschwinden lassen.
[ 11 Uhr 38 ] - [ Noch kein Kommentar ]
04. September 2010
Der E-Post-Brief. E-Fail statt E-Mail.
Kategorie: Vernetzt
Kann so etwas dämliches wie der E-PostBrief eigentlich nur deutschen Bürokraten einfallen? Eine E-Mail, die sich auch ausgedruckt zum Empfänger schicken läßt für fünfundfünfzig Cent wie ein normaler Brief, nur nicht unter das Brief-, sondern nur unter das Fernmeldegeheimnis fällt und für die ausgedruckte Version statt der elektronischen nochmals 10 Cent draufgeschlagen werden? Die im Klartext gespeichert wird und nicht verschlüsselt werden kann, so daß das auch nicht, anders als die Post behauptet, vor unbefugtem Zugriff geschützt ist?
Mann. Wenn ich sichere Kommunikation will, verschicke ich eine gut verschlüsselte, normale, kostenlose E-Mail. Oder einen Brief. Einen richtigen. Mit Umschlag.
Beknackte Idee. Verlogenes Marketing. Fail.
[ 23 Uhr 51 ] - [ 2 Kommentare ]
The Rolling Zombies: Fortschreitende Verwesung.
Kategorie: Kultur
Die Beatles haben es richtig gemacht: Sie haben sich rechtzeitig getrennt und sind so Legende geworden. John Lennon wurde rechtzeitig ermordet und Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison erstickten rechtzeitig an ihrer eigenen Kotze, ehe sie von Legenden zu Witzfiguren wurden.
Die Rolling Stones hingegen gurken seit fünfzig Jahren durch die Welt. Und betreiben nur noch Selbstrecycling. Die Platten klingen seit einem Vierteljahrhundert alle gleich, und die Konzerte erwecken den Eindruck, ein Zombiemusical würde dargeboten. Neu und innovativ war einmal. Wild und gefährlich war einmal. Anstößig und obszön war einmal.
Übrig vom Mythos sind ein paar Tattergreise, die den richtigen Zeitpunkt aufzuhören verpaßt haben. Deren Publikum nicht mehr das Stadion kurz- und kleinhackt, sondern hier mal so tut, als würde die Sau rausgelassen, während der Alltag daraus besteht, den Rasen zu mähen, damit die Nachbarn in der Wohnsiedlung nicht meckern.
Ein trauriges Bild. Mutantenstadl. Musikantenstadl.
[ 17 Uhr 55 ] - [ 1 Kommentar ]
Angestochen.
Kategorie: Vergangen
Immer wieder kommt diese unsägliche Debatte auf: Krankenschwestern sollen Blut abnehmen. Anderswo tun sie das auch, und außerdem dürfen das sogar Arzthelferinnen.
Ich frage mich, weshalb die KollegInnen so scharf darauf sind, dem Doc seine Arbeit zu machen. Wollen sie mit dieser Tätigkeit sich in dessen Glanze sonnen? Weil das gar so schrecklich qualifiziert ist? Kann jeder Student.
Natürlich kann ich das auch. Ohne das mir das jemand hätte erklären müssen. Soviel zur Qualifizierthaftigkeit dieser Tätigkeit. Ich will es aber nicht. Denn mit Pflege hat das nichts zu tun. Uns Pflegekräften wird ohnehin immer mehr Zeug zugemutet. Während überall Pflegekräfte eingespart werden. Wir sind keine ärztlichen HilfsarbeiterInnen, die dem Arzt lästige Tätigkeiten abzunehmen haben. Der Doc würde uns ja auch niemals beim Pflegen helfen.
Kompetenz als Pflegekraft demonstriere ich jedenfalls nicht dadurch, daß ich jemandem eine Vene punktiere. Punkt.
[ 11 Uhr 53 ] - [ Noch kein Kommentar ]
03. September 2010
Phil Collins singt wie eine gewürgte Ente.
Kategorie: Kultur
Ich konnte mit Pop noch nie viel anfangen. Aber Phil Collins "Gesang" läßt mir, wenn ich diesem ungeschützt ausgesetzt werde, regelmäßig das Steak Aufzug fahren. Dieses knödelige Gequäke klingt grausam nach Polypen. Aber nicht nur dieses unreflektiert konsumiert werdende Gejaule läßt meine Ohren bluten:
Britney Spears zum Beispiel quiekt wie ein Ferkel vor der Schlachtung, der Mannheimer Jammerlappen namens Xavier Naidoo ist nicht einmal schwerst depressiv zu ertragen. Udo Rindenzwerg Lindenberg trifft mit seinem faden Genöle noch nicht einmal die Töne seiner vertonten Betroffenheitslyrik.
An welcher obskuren Atemwegserkrankung Herbert Dröhnegeier leidet, läßt sich kaum feststellen. Er hat Meisenknödel in der Nase und Darmschleim im Kehlkopf.
Was der Pöbel sich alles als Musik verkaufen läßt, ist erbärmlich schlecht. Zum Glück wird mir, anders als in der augefuckten Rehaklinik, nicht mehr der Sender aufgezwungen (damals FFN).
Mehr gibts jetzt nicht zu lesen. Ich gehe mal kurz brechen.
[ 21 Uhr 04 ] - [ 13 Kommentare ]
Jeden Tag eine gute Tat!
Kategorie: Vernetzt
Nein, ich bin kein Pfadfinder. Uniformen widern mich an. Privat laufe ich ja auch nicht in weiß herum. Aber deren Motto "Jeden Tag eine gute Tat" finde ich schon nachahmenswert. Also tat ich so.
Eine Kollegin schleppte ein riesiges Paket an. Darin: ihr gestorbenes Notebook, das nicht mehr booten wollte. Kosten sollte die geplante Reparatur mindestens hundertfünfzig Euro. Ohne Garantie, daß sie gelingt. So nahm ich mich der Sache an. So, wie es aussah, hatte Windows sich mit Hilfe virenscannerresistenter Viren geschreddert.
Jetzt hat sie Linux Mint drauf, damit wird ihr die Umstellung wohl nicht schwer fallen. Außerdem sieht es, wie nennt man das, stylish aus. Und ist vieeeeeel sicherer aus Windoof. Und schneller!
Wieder einen Menschen glücklich gemacht.
[ 13 Uhr 04 ] - [ 5 Kommentare ]
Schlaf gestört.
Kategorie: Verrueckt
Von meiner Depression habe ich unter anderen kleinen Malaisen Schlafstörungen übrig behalten. Früher haben die mich fast noch mehr in den Wahnsinn getrieben. Wenn ich heute mal nicht pennen kann, bin ich recht gelassen. Dann eben nicht... Allerdings zieht sich nun seit einigen Wochen eine Phase hin, in der ich viel zu wenig, spät, schlecht schlafe. Das zermürbt dann schon ein wenig.
Nun, solange ich nicht wieder in die Depression zurückfalle, solls mir recht sein, aber therapeutischer Schlafentzug sieht schon anders aus. Nun versuche ich, mit meinem Dosierungsspielraum beim Quetiapin etwas zu erreichen. Ansonsten muß sich mein Doc etwas neues einfallen lassen.
[ 08 Uhr 56 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Ein Tag (fast) ohne Internet.
Kategorie: Vernetzt
Gestern war ich weitgehend offline. Nach dem Dienst habe ich nur einer Kollegin den kaputten Windoof-Rechner mit Linux ausgestattet und benutzbar gemacht. Sonst war ich vielleicht eine Viertelstunde online. Ich, der Online-Junkie. Tut auch mal ganz gut.
[ 08 Uhr 44 ] - [ Noch kein Kommentar ]


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