18. April 2011
Geht es mir etwa etwas besser?
Kategorie: Verrueckt
Gestern und heute waren die Tage vergleichsweise gut. Liegt das schon am erhöhten Venlafaxin (mittlerweile 375mg)? Antrieb könnte noch etwas besser werden. Mein Computerschlachtfest paßt da noch nicht richtig rein. Diese gesteigerte Aktivität ist irgendwie nicht passend als Puzzleteil im Augenblick, denn eigentlich bin ich noch sehr gehemmt.
Es ist nicht ausgewogen. Es fühlt an wie ein Ausreißer, eine Ausnahme. Die Stimmung hingegen kann ich noch nicht einordnen. Bleibt dat jetzt so? Wäre ja schön. Wobei ich mich immer noch gräme, daß sich ein paar Leute nicht für mein Schicksal zu interessieren scheinen. Aber gut, dafür habe ich ja Familie und Freunde. Das stört mich noch. Also, mich stört, daß mich das stört. Denn wenn mich das stört, bedeutet das, daß ich noch zu dünnhäutig bin. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Auch wenn ich nicht weiß, wohin er mich führen wird. Doch ich muß ihn ja nicht alleine gehen.
[ 22 Uhr 50 ] - [ 3 Kommentare ]
Schüßler-Schrott.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Gerade stelle ich fest: Meine Apotheke hat unsere chemische Keule in eine Papiertüte mit dem Aufdruck „Dr. Schüßler Salze“ gestopft. Schüßler finde ich ja nun fast noch hirnrissiger als Homöopathie. Aber auch nur fast, weil das ganze alles so hirnrissig ist, daß eines nicht mehr schlimmer sein kann als das andere.
Die angebliche Wirkung ist mehr als fraglich: Wieso sollen alle Störungen der Befindlichkeit mit Störungen der Mineralsalze einhergehen, welche dann mit durch homöopathische Verdünnung nicht mehr vorhandenen solchen ausgeglichen werden sollen?
Bei den Hömöopsychopathen und den Schüßlerologen habe ich zudem den Eindruck, daß sie die meiste Zeit des Tages ihren Organismus nach allen möglichen Erscheinungen absuchen und die restliche Zeit überlegen, was sie dagegen tun können.
Ich halte meinen Weg für gescheiter: Wenn ich merke, irgendetwas stimmt nicht, dann unternehme ich etwas. Aber etwas wirksames. Aber ich fresse nicht den ganzen Tag irgendwelche Kügelchen und Pülverchen, nachdem ich ständig nach Gründen für ihre Anwendung suche. Das ist doch grauenhaft! Den ganzen Tag sich nur mit so etwas befassen! Ich fresse einfach meine Chemie und kümmere mich nicht mehr darum. Lecker!
[ 09 Uhr 40 ] - [ Noch kein Kommentar ]
17. April 2011
Wer braucht noch eine Floppy Disk?
Kategorie: Vernetzt
Mittlerweile wird ja kaum ein Rechner noch mit einem Diskettenlaufwerk ausgeliefert. Das ist zwar verständlich angesichts der geringen Kapazität dieses Datenträgers, doch irgendwie auch schade, denn über Jahrzehnte war die Diskette der Datenträger in der Computerwelt. Auch mich begleiteten lange Jahre die großen 5,25″- und später die stabileren 3,5″-Disketten.

Nun gehen da nur knapp eineinhalb Megabyte drauf, und wenn ein mp3 dreimal so groß ist, sieht man, wie nützlich das mittlerweile geworden ist.
[ 19 Uhr 30 ] - [ 6 Kommentare ]
Streumunition statt Asyl. Oder so.
Kategorie: Kaeseblatt
Asyl für Gaddafi gesucht - Streumunition gefunden - Ein großartiges Beispiel für eine großartige Schlagzeile. Völlig sinnbefreit schlagzeilt unser Käseblatt. Haben die Amis (die anscheinend kein Interesse daran haben, Gaddafi vor Gericht zu stellen - die werden wohl ihre Gründe haben...) also irgendwo in einem anderen Land, in dem sie für Gaddafi-Arsch ein warmes Plätzchen suchen, statt eines solchen Clusterbomben gefunden? Nicht so wild, die Amis benutzen sie selbst ganz gerne. Haben die also vielleicht gar bei sich selbst nach einem Asylplatz gesucht? Oder statt des Verstecks für den Libyschen Menschenschlächter Kassettenbomben für diesen gefunden? (Woher hat er die eigentlich? Naaa?) Prima, dann kann der Krieg ja noch was dauern! Fragen über Fragen tun sich auf bei dieser Schlagzeile. Dabei sollten Zeitungen doch Fragen beantworten?
[ 16 Uhr 04 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Lost in Cyberspace?
Kategorie: Vernetzt
Fluch oder Segen, fragt sich Tobias heute. Nun, daß ohne das Internet vieles nicht mehr funktionieren würde ist unbestritten. Ohne Automobil, Flugzeug und
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[ 11 Uhr 56 ] - [ 1 Kommentar ]
16. April 2011
Gepinkeltes Dominanzverhalten.
Kategorie: Vergangen
Heureka!
Bis eben habe ich mich immer gefragt, weshalb Bruno immer mitkommt auf den Schont, wenn man pissen muß. Wobei egal ist, ob Olli (sein Besitzer), meine Liebste oder ich Pipi machen müssen.
Ich bin kein Hundeexperte. Aber laut meinen Recherchen und meinen Beobachtungen schifft Bruno immer demonstrativ irgendwohin, wenn ihm irgendwie ein andere Köter begegnet. Das ist Dominanzverhalten und soll heißen: mein Platz! und die andere Töle beeindrucken.
Deshalb nehme ich als geträumter Fischpsychologe an: Bruno findet toll, wie dominant und viel wir pinkeln können und unsere Macht demonstrieren. Und verehrt uns desto mehr.
[ 18 Uhr 56 ] - [ 1 Kommentar ]
Schwänzchen in die Höh'!
Kategorie: Vergangen
Bruno ist ein wahrer Siebenkacker. Jedenfalls hat er mal an einem Tag sieben Mal abgekotet. Ich finde das ja irgendwie neurotisch. Allerdings, viel
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[ 17 Uhr 08 ] - [ 10 Kommentare ]
Massaker in deutschem Wohnzimmer: Geschlachtet und zerstückelt.
Kategorie: Verschiedenes
[ 08 Uhr 11 ] - [ 2 Kommentare ]
15. April 2011
Komasaufen. Viel Spaß.
Kategorie: Vergangen
Ich kann das nicht so wirklich verstehen. Geht Fritz (Name erfunden und stellvertretend für tausende) auf eine Party oder so etwas ähnliches und trinkt sich gezielt bewußtlos. Das macht, denke ich, keinen Sinn. Denn wenn er erst richtig dicht ist und nichts mehr mitbekommt (oder sich nachher zumindest an nichts mehr erinnern kann), dann hat er doch nichts mehr von der Party. Wieso geht er dann überhaupt dahin?
Wenn er sich betäuben will, um sich selbst, sein Leben und seine Gefühle nicht mehr spüren zu müssen, halte ich das zwar für ungesund, aber durchaus nachvollziehbar. Dann ist aber eine Dreiviertel-Liter-Flasche Wodka mit etwa fünf Euro (gegenüber ziemlich viel mehr für die „Flatrate“) erstens billiger und zweitens nicht ganz so furchtbar unbekömmlich.
Aber nein, Paul (oder wie hieß er?) verabredet sich mit seinen Kumpels auf Paaaadies zum „Spaß haben“. Wobei Spaß haben meist gleichbedeutend ist mit vollaufenlassen. Mag ja sein, daß Herbert (oder wie hieß er?) betrunken zu sein als angenehm empfindet, aber wenn er davon gar nichts mitbekommt?
Seltensames Verständnis von Spaß haben und feiern, finde ich. Und die Feier endet oft genug im Krankenhaus auf der Intensivstation, denn Alkohol dämpft nicht nur den Verstand, sondern auch das Atemzentrum und die Reflexe.
Leute, kübelt ruhig, was das Zeug hält. Aber von einer Alkoholnarkose habt ihr gar nichts. Außer einem dicken Kopp und peinlichen Geschichten. Und das Binge Drinking, auch Komasaufen genannt, hat sogar eine ICD-10-codierte Diagnose: F10.0 oder, wenn mehr als einmal, F10.1. Der Schritt zum Alkoholismus ist nicht mehr groß, den der hat viele Gesichter.
[ 16 Uhr 52 ] - [ 7 Kommentare ]
Zwölf Uhr sieben.
Kategorie: Verschiedenes
Nachdem sich meine Liebste im Spätsommer 2009 mit den Worten „Ich bleib jetzt einfach hier!“ bei mir eingenistet hatte, holten Olli, sein Radwurst-Kollege und ich ihre Klamotten aus Winterthur.
Seitdem kamen aus der Rumpelkammer regelmäßig Piepstöne. Eine komische Melodie. Im Winter um 11:07 Uhr, im Sommer um 12:07 Uhr. Jeden Tag, bei jedem Wetter. Dudel, dudel, Sinusschwingung. Und immer brach das Gedudel nach einer Weile mitten in der Melodie unvermittelt ab. Bis ich nun mal im richtigen Moment in die Kartons guckte.
Ein Sudoku-Maschinchen. Keine Ahnung, wie es funktioniert. Irgendwie auffe Knöppe drüchen. Aber welche?
[ 12 Uhr 07 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Atom-Sushi.
Kategorie: Verkohlt
Also. Fisch ist ja gesund, und Sushi ist Lifestyle (Also Ersatz für Stil). Nun ist Sushi ja japanisches Futter, und da explodieren ja gerade die Atomkraftwerke. Und das ganze Atomwasser fließt ins Meer und atomisiert da die Fische. Und wir fressen hier wegen Lifestyle den rohen Japsenfraß. Und werden voll verstrahlt. Aber Onkel Ulf hat das Gegenmittel: Sushi ist ja roher Fisch, also braten wir ihn, bis die Atome kaputt gehen und wir bleiben gesund.
Ne?
[ 09 Uhr 15 ] - [ 7 Kommentare ]
14. April 2011
Gott, das Betriebssystem und die Ausbreitung der Religionen.
Kategorie: Vernetzt
Otto wußte: Hosenkauf ist Vertrauenssache.
Und ich weiß: Betriebssysteme sind Religionen. Und ein jeder Gläubige sitzt vor seiner technisch hochgezüchteten Rechenmaschine, die ohne OS zu nichts zu gebrauchen wäre, und betet dieses darum an. Jedem seins ist natürlich das einzig richtige. Der Glaube geht im wesentlichen in drei Richtungen:
Windows. Windows ist das mit Abstand verbreitetste System. Wie einst, als das Christentum Staatsreligion und mit dem Schwert missioniert wurde hat es seitdem in bestimmten Regionen wie die Katholische Kirche geradezu eine Monopolstellung, nachdem Bill Gates früh erkannte, daß man den Menschen den Glauben am effektivsten aufzwingt und ihm keine Auswahl läßt. Natürlich ist das ganze ziemlich zusammengeschlampt und -gestoppelt, weshalb oft Skandale, Systemabstürze und sonstige Mattscheiben auftreten. Dafür ist die Windowsgemeinde an sich nicht fanatisch oder dogmatisch, außer Einzelfällen, die wohl durch die vielen geöffneten Fenster das Hirn verkühlt haben. Ansonsten hat man Windows, weils halt schon drauf und außerdem immer da war.
Linux-Systeme: Hier treten schon eher Tiefgläubige auf. Mit anderen Religionen Betriebssystemen kontaminierte Rechenelekronik wird erstmal auf Linie gebracht. Das bedeutet im Regelfall, daß der neuerworbene PC mit vorinstalliertem Windows erstmal mit einer vernünftigen Linux-Distribution von diesem befreit wird. Die Fundamentalisten hingegen ruhen nicht eher, als bis alle Geräte, von PC über Spielkonsolen bis hin zum Haarfön mit Linux laufen.
Der Missionseifer ist moderat, aber durchaus vorhandern, und der Anhänger der Kirche von Tux freut sich wie ein Schneekönig über jeden Konvertiten.
Apple stellt eine kleine, aber ebenso wie Scientology relativ elitäre Gemeinde. Der Preis, der gezahlt wird für den Glauben, das beste (oder zumindest das bestaussehende) System zu haben ist sehr hoch. Auch nutzt der durchschnittliche Apple-Jünger so gut wie ausschließlich Einrichtungen seiner Religion, MacBook, iPhone, iPad und so weiter. Meist sind sie auch erlesen gekleidet und benehmen sich recht gut. Sie können zwar auch nicht erklären (wie die anderen auch nicht) warum ihr System besser ist, sind aber fest davon überzeugt und versuchen oft, andere davon zu überzeugen (was nicht bedeutet, daß sie davon überzeugt werden müssen, die Produkte zu nutzen).
Amen.
[ 17 Uhr 08 ] - [ 7 Kommentare ]
Ein Jahr. Geschichte wird gemacht.
Kategorie: Verschiedenes
Unser erster Hochzeitstag. Wer hätte das damals gedacht? Gab sogar Menschen, die vor unserem ersten Treffen dachten, ich würde sie abmurksen. Stattdessen habe ich sie geheiratet.
Sie war damals für zwei Wochen auf Urlaub gekommen. Am dritten Tag sprach sie: Weißt Du was? Ich bleib jetzt hier.
Ansonsten für die Neulinge hier: unsere Geschichte.
Glück
Vollzeitbeschäftigt.
The Ballad of Ulf and Kroki I.
The Ballad of Ulf and Kroki II.
Countdown.
Bürokratie. Ich liebe das. WIR lieben das.
[ 09 Uhr 46 ] - [ 4 Kommentare ]
13. April 2011
Von SPONnern und Spinnern.
Kategorie: Vernetzt
Ich habe den Eindruck, durch die Verlinkung von Blogbeiträgen im Spiegel-Online-Forum steigt die Infektionsrate mit Trollen signifikant an. Meist beschränkt sich das auf den verlinkten Beitrag, die Trolle, die von SPON rüberkommen, sind offensichtlich zu doof, andere Beiträge zu finden und auch noch vollzumüllen. Allerdings ist das Niveau in diesem Forum auch mehr als erbärmlich. Noch schlechter als meine Blogbeiträge! Und das will was heißen. Einst (vor den Zeiten dens allgemein zugänglichen Internets) warb der SPIEGEL mit dem Slogan: SPIEGEL-Leser wissen mehr! Heute scheint es, da man nicht mehr viel können muß, um beim Spiegel im Forum einen quasi-Leserbrief unterzubringen, daß Idioten in heuschreckigen Heerscharen über das Forum herfallen. Man muß ja auch nicht zwingend lesen, um zu schreiben.
Der Troll hingegen, der vermutlich vom Piratenweib herübergewandert ist, war da etwas weniger einfältig und infizierte gleich mehrere Artikel. Unter verschiedenen Namen. Ich hätte es nicht nachgucken müssen, um zu wissen, daß die geistigen Eiterbeulen alle aus dem selben BSE-Organ kamen- ich erkenne so etwas am Schreibstil. Aber da mir solche Leute lästig sind, da sie mich nicht kreativ beleidigen, sondern einfach nur doof sind, guckte ich nach, zwacks Sperrung. Aha! Schlau genug ist er ja gewesen, mich über einen Anonymisierungsdienst anzusurfen. Das ist der Beweis, daß dieser Typ ein Gewohnheitstroll ist. Sonst hätte er das ja nicht nötig und auch nicht die Erfahrung. Er macht das öfter.
Naja. Wieder eine Sperre mehr.
Wer nichts konstruktives hinbekommt, der versucht eben, durch Destruktivität aufzufallen.
Allerdings: schnell gelöscht, schnell blockiert.
[ 18 Uhr 38 ] - [ 9 Kommentare ]
Alles für lau.
Kategorie: Verrueckt
Das ehemalige Nachrichtenmagazin schreibt heute, Depressionen kosteten zweiundzwanzig Milliarden Schleifen im Jahr. Mag sein, kann sein, glaube ich gerne. Ich würde meine zwar für lau abgeben, aber irgendwie will keiner die haben. Aber das macht den Kohl auch nicht noch fetter, als er ohnehin schon ist.
Lustig sind zu derartigen Themen immer die dazugehörigen Diskussionen im Forum. Ein Haufen selbsternannter Experten drischt aufeinander ein. Jeder kennt den einzig echten und wahren Grund für diese Krankheit, die nach Meinung etlicher anderer „Experten“ überhaupt keine ist (und mit Neurotransmittern auch nichts zu tun hat). Was fehlt, sind Quellen für das nicht vorhandene Wissen. Eigene Erfahrungen? Zumindest nicht zu erkennen.
-Mobbing ist schuld. (Ich wurde noch nie gemobbt)
-Das Verheizen von ArbeitnehmerInnen durch zu ehrgeizige Chefs. (Ich hatte meine Depression schon lange bevor ich Chefs hatte)
-Die Ursachen liegen in der Kindheit. (Meine war super! Also macht Eurem Nachwuchs das Leben zur Hölle, daß es keine Depri bekommt)
Das perfekte Gegenmittel:
- Kein TV, sondern Lesen, schreiben, basteln, malen, Natur genießen, Luft atmen
- Kein Junk-Food, sondern Slow-Food, d.h. industrielles Essen ablehnen, der Zubereitung der Nahrung mehr Aufmerksamkeit schenken, d.h. aus Rohprodukten kochen, auch wenn es Zeit kostet,
- Einen S****** geben auf tolle Autos, tolle U-Elektronik, tolle Konsumgüter, die niemand braucht...sondern nur schön aussehen und nach kürzester Zeit ihren Reiz verloren haben...
Neurotransmitter kommen da nie vor. Da kommen nur Fachleute drauf, und die debattieren niemals bei SPON weit unter ihrem Niveau. Und daß die Entwicklung der depressiven Psyche viel komplizierter ist, können sich die meisten „Experten“ ohnehin nicht vorstellen.
Weia. Ich fürchte, da ist Aufklärung zwecklos.
[ 16 Uhr 33 ] - [ 6 Kommentare ]


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