Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Archiv.

28. August 2011

Bullenschweine! Oder: Haß macht blind.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Ich bin nicht begeistert von Prügelorgien wie in Stuttgart. Und anderswo. Wobei ich nicht vor Ort war. Ich das Geschehen kaum beurteilen kann. Denn ich habe in derartigen Fällen immer zwei
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[ 09 Uhr 40 ] - [ 2 Kommentare ]

27. August 2011

Captcha ist doof!

Kategorie: Vernetzt

Jedenfalls meckert dies gerade ausgiebig die holde LeserInnenschaft.

Nun, Ihr Lieben, bedankt Euch bei den verfickten Spammer-
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[ 17 Uhr 41 ] - [ 3 Kommentare ]

24. August 2011

Songtexte in Banshee anzeigen- das Tutorial.

Kategorie: Vernetzt

Da ich mittlerweile nach meinem Blogpost über die Entdeckung der Möglichkeit(en) mehrfach gefragt wurde, wie um alles in der Welt ich das denn hinbekommen hätte, daß der unter Ubuntu-Linux verbreitete Medienplayer auch Songtexte anzeigt:

Ihr geht da oben auf der Menüleiste in Banshee auf "Werkzeuge". Dort dann auf "Lyrics" (so nennt man die Texte zu den verschiedenen Liedern auch) und dann auf "Lyrics herunterladen":
So sieht das aus, wenn Du Songtexte für Banshee aktivierst.
Toll, und wo bleiben nun die Texte?
Na, da unten, da ist noch so ein Knöppgen zum drauf drücken, damit schaltest Du die Anzeige ein dafür. Da kannst Du noch mehr schalten, aber Du willst ja unbedingt die Texte. also da die Ansicht aktivieren:
So sieht das aus, wenn Du Songtexte für Banshee einschaltest.
(Damit Ihr das etwas leichter habt, habe ich die interessanten Stellen rot markiert)

Das funktioniert zwar gut, aber auch nicht immer. Vor allem bei Instrumentalstücken hat Banshee Schwierigkeiten, den Text zu beschaffen.

Ihr seht, das ist verdammt kompliziert. Ich hoffe, ich habe es einigermaßen darstellen können, aber wenn Ihr Euch nicht absolutestens sicher seid, dann wendet Euch an einen echten Computerfachmann, der dafür Geld bekommt. Der freut sich.

[ 16 Uhr 33 ] - [ 6 Kommentare ]

21. August 2011

TV-Motzer.

Kategorie: Kultur

"TV-Glotzer" war in den Siebzigern oder so ähnlich ein ziemlicher Hit der noch jungen, dafür aber weniger esoterisch-durchgeknallten Nina Hagen.

Damals war das Fernsehprogramm noch übersichtlich. In meiner Kindheit hatten wir drei Programme: ARD, ZDF, HR3 bzw. in Münster dann WDR3. Fertig. Das hat gereicht, und für mehr Programme hätte ich auch keine Zeit gehabt, denn ich hatte Freunde und das DRAUSSEN.

Symbolphoto Fernseher.Die Qualität der Sendungen ist nicht gestiegen mit der Quantität der SenderInnen. Ist mir aber scheißegal. Alle motzen immer über das Angebot im Fernsehen- und sehen es doch immer wieder. Neuerdings gibt's sogar eine Fernbedienung mit "Promi"-Entferner, mit welchem zumindest das Gequassel derer, zu deren Prominenz man selbst doch beigetragen hat, abgewürgt werden kann.

Brauche ich nicht. Ich gucke ohnehin keine Sendungen, wenn sie von Nervensägen und so handeln. Damit erübrigt sich dieses Gerät sowieso. Ich gucke eigentlich fast gar nicht fern. Das Programm interessiert mich nicht, also lasse ich es einfach. Somit habe ich auch keinen Grund zu motzen, daß ich meine Zeit mit einer miserablen Sendung verschwendet habe, weil ich zu doof bin, den Fernseher ausgeschaltet zu lassen.

[ 11 Uhr 55 ] - [ Noch kein Kommentar ]

19. August 2011

Gib HipHop keine Chance!

Kategorie: Kultur

Sticker: Gib HipHop keine Chance!Ich sah derartige Aufdrucke mehrfach in Wacken. Zunächst fand ich sie auch ganz witzig. Zunächst.

Ich mag Hip Hop wirklich nicht. Nicht nur das: Er macht mich unruhig, teils gar aggressiv.
Anderen wird das jedoch mit Metal so gehen, dachte ich alsbald.
Leben und leben lassen.
Zwingt mich ja niemand dazu, das zu hören. Also werde ich auch nicht dagegen kämpfen. Ich will ja auch nicht, daß man meine Lieblingsmusik bekämpft.

Sticker: Anti HipHop Liga!Ich weiß nicht, wie das zu einer Art Feindschaft werden konnte. Zumal es da ja auch noch dieses Zeugs gibt, welches Nu Metal genannt wird, gibt, welches beides in sich vereinen soll angeblich. Ist für mich zwar auch kein Metal, sondern Hip Hop mit E-Gitarre, aber: so what?

Solange ich Ton- und Datenträger habe mit Musik (bei weitem nicht nur Metal!), die mir mehr zusagt, und darüber die Kontrolle habe... Und ich nicht von Trägern von vollgeschissenen Hosen Baggy Pants vermittels Ghettoblaster zwangsbeschallt werde wie die Gammler am Hamburger Hauptbahnhof mit Klassik zu Vertreibungszwecken (!)...

Auch wenn ich manches scheußlich finde- bestimmte Formen von Musik und Kunst zu verbieten oder vorzuschreiben wie vor 70 Jahren, das muß ja nun auch nicht sein.

[ 18 Uhr 50 ] - [ 2 Kommentare ]

14. August 2011

Backe backe Kuchen! 4x4.

Kategorie: KuliNarrisch

Nun, da wir eine ordentliche Wohnung bezogen haben mit richtiger Küche und richtigem Herd und einem Wohnzimmer mit richtigem Parkett und einem richtigen Schlafzimmer mit einem richtigen Schlafzimmerschrank haben wir
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[ 12 Uhr 27 ] - [ 5 Kommentare ]

09. August 2011

Der Damaris ihre Freude.

Kategorie: Erlebtes

Im Sommer 1985 war ich gerade von Gießen nach Münster gezogen worden, ich war dreizehn Jahre alt und hing noch sehr an meinen alten Freunden dort, die ich so oft als möglich besuchte. Was nicht das Problem war, ich konnte
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[ 10 Uhr 50 ] - [ Noch kein Kommentar ]

08. August 2011

So friedlich wie einst Woodstock. Nur ohne Hippies. Und mit besserer Musik.

Kategorie: Kultur

Shuttlebus nach Wacken.Viel Verkehr in Wacken.Full Metal Intercity:
Schon in der Eisenbahn schienen die meisten dasselbe Ziel wie wir zu haben. Denn sicherlich die Hälfte derer, die im Intercity gen Westerland saßen, waren entsprechend herausgeputzt, wie sich das für einen solchen Anlaß geziemt: Mindestens schwarz oder besser noch mit Festival-T-Shirt und so. Und tatsächlich, wer mit uns im Wagen saß stieg auch in Itzehoe aus. Von dort aus waren Shuttlebusse unterwegs, die uns in das größte Kuhkaff der Welt schaffen sollten. Leider hörten die Fahrer Radio, und das Programm paßte nicht wirklich. biggrin Netterweise verscheuchte unser Fahrer jemanden, daß meine Liebste sitzen konnte. Trotzdem wir Stehenden uns sehr quetschen mußten, war die Stimmung ausgezeichnet und die Sprachen sehr international.

Full Metal Village:
Das legendäre Dorf der Gebangten empfing uns mit offenen Armen, die als solche erkennbaren Eingeborenen hatten ganz offensichtlich ihre helle Freude am schwermetallischen Volk. Und machten neben jeder Menge Späßen auch ein recht gutes Geschäft mit Speis' und Trank und Merchandising-Produkten wie dem Extra-Offiziellen-Wacken-Kaffee, der in der Tat ausgezeichnet schmeckte.

Ulf vorm Ortsschild.Eintrittskarten gegen Armbänder.Wir checkten ein und gurkten nach einem Orientierungsgang über das Gelände in unser Quartier, denn wir wollten ja fit sein zum Größten Fest der Metalheads der Welt. Packten dann unseren mit dem Armbändchen erhaltenen Sack aus. Gutscheine, Informationsmaterial und diverser Krempel, was man eben so braucht. Und jeweils ein Kondom. Ich war allerdings ein wenig enttäuscht, als ich feststellen mußte, daß es aus Gummi war und nicht aus Stahl, Chrom oder Eisen. Das müssen die noch verbessern, finde ich.

Full Metal Jackett:
Tatsächlich liefen mir auf dem Festival auch Menschen im Jackett über den Weg: Die Kopie der Blues Brothers. Ein paar sahen auch eher nach Love Parade aus als nach Metal, so in neongrünem Anzug, und einige im Fußballdress. Doch der größte Teil kam standesgemäß und kann in verschiedene Gruppen eingeteilt werden:

1.: Der Klassiker kommt vor allem mit seiner Kutte zu Jeans und derartigem. Kuttenträger sind allerdings nicht sehr häufig, die weitaus meisten kommen als
2.: Freizeitmetaller wie wir. Dresscode hier: Metal-T-Shirt oder vergleichbares, der Rest ist unterschiedlich. Die meisten hiervon tragen Wacken-Shirts, vor allem das aktuelle. Sonst Band-Shirts. Hier herrscht Motörhead vor, danach kommen Amon Amarth, aber auch rechtsextreme Bands wie Dimmu Borgir und Burzum. Hardrocker, Pioniere wie Led Zeppelin und sonstige in die richtige Richtung orientierte wie AC/DC kommen auch vor. Nietenarmbänder etc. kommen vor.
3.: Rock mit Rock: Ich sah in Wacken mehr Männer im Rock als Frauen. In der Regel waren dies Schottenröcke, was mit dem auf dem Gelände stattfindenden schottischen Sport zu tun haben mußte. Dieser fand im Wackinger Village statt, dort betrieben die VeranstalterInnen auch noch weitere Bespaßung mit Treiben, welches die meisten für mittelalterlich hielten. Knöchellange schwarze Röcke hingegen oder auch knöchellange Ledermäntel (bei der Hitze!) zeichneten den Black-Metalhead aus.

Full Metal Plauze
Eisen ist Metal(l). Fleisch enthält Eisen. Ergo ist Fleisch des Metallers Lieblingsspeise und war an den meisten Freßbuden zu bekommen. Doch auch für vegane Bleichgesichter ward gesorgt, unter anderem mit Tofu-Döner, den ich aber nicht versuchte. Ich habe bisher noch keine erfreulichen Erfahrungen mit Tofu gemacht.

Ansonsten: Saubere Schonts (aber so stark frequentiert, daß Mann zu sein doch recht nützlich war). Gute und recht teure Verpflegung, wobei die Penne Bolognese wie eingeschlafene Füße schmeckten, aber andere Sachen waren schon OK.

Wir schienen die einzigen zu sein, die nicht besoffen waren. Das machte aber nichts, ich konnte nirgendwo auch nur den geringsten Ansatz von Aggressionen feststellen. Ein paar mußten natürlich abtransportiert werden, und ich fragte mich, ob das der Sinn der immerhin 120 Euro teuren Veranstaltung sein konnte, vor sämtlichen Top-Acts wie Ozzy Osbourne, Judas Priest, Sepultura und Motörhead schlappzumachen. Aber: Alle waren lieb zu einander. Wie in Woodstock. Nur ohne Hippies, aber mit besserer Musik.
Wacken-Impressionen.Wacken-Impressionen.

[ 08 Uhr 02 ] - [ 4 Kommentare ]