Archiv.
31. Mai 2010
Zensiert mich! Aber dalli!
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung , Vernetzt
Ich habs geschafft: Mein Blogartikel über den Stierkampf steht beim AK Zensur zur Diskussion! Interessant insofern, als daß ich die durchschnittliche Tagesschau-Sendung für fragwürdiger halte. Was da wohl bei rumkommt?
Der Autor kritisiert den Stierkampf, zeigt Mitleid mit dem Stier – aber nicht mit dem Menschen. Eingebettet in den Beitrag ist ein Youtube-Video, das die Szene deutlich zeigt.
Natürlich habe ich Mitgefühl mit dem armen Vieh. Der Stier hat keine Wahl: nach qualvoller "Vorbereitung", die ihn wütender machen soll, muß er in die Arena, um sich dort vom Torero ebenso qualvoll verletzen lassen zu müssen, bis ihn der Tod erlöst. Anders als der Stier geht der Torero freiwillig in die Arena des Todes, sich des Risikos, das er eingeht, wohl bewußt. Er hätte auch Taxi fahren können, das wäre sinnvoller als das Zurschaustellen eines unnötig qualvollen Schlachtvorgangs. Und der Stier hat keine Chance- er stirbt auf jeden Fall. Siegt der Torero, landet er auf dem Grill. Siegt er selbst, landet er auch auf dem Grill.
Mag sein, daß der Torero sein Leben riskiert. Berufsrisiko eben. Doch wofür? Für Geld und sensationshungrige, sadistische Voyeure, welche auch in den Circus Maximus gut gepaßt hätten. Andere riskieren ihr Leben für die Gesellschaft- Polizisten, Feuerwehr, Katastrophenschutz und so weiter. Für die Gesellschaft, nicht, um ein Tier zu quälen. Sie tun etwas gutes. Sie riskieren ihres für unser Leben.
Doch die Plaza de Toros ist auch nur Circus Maximus: unappetitliche Spiele zum Brot.
[ 22 Uhr 40 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
Besuch beim Onkel Doktor.
Kategorie: Psycho?!? ,
Blutbild, Leber- und Nierenwerte, Medikamentenspiegel.
[ 12 Uhr 13 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Ich sage DANKE allen GratulantInnen und PäckchenschickerInnnen!
Kategorie: Mischmasch
Für die vielen Glückwünsche per Kommentar, Gesichtsbuch, Twitter, Mail, SMS, Telephon und wat da noch für Kontaktmethoden gibt. Auch für ein paar Pakete, die noch auf der Post sind, weil wir unterwegs sind. Ihr seid ein großartiges Publikum!
[ 11 Uhr 52 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Halt die Klappe: Die Schwachstelle.
Kategorie: Vernetzt , Meine unqualifizierte Meinung
Ich ahnte schon sehr früh, daß die Klappe meines Sony Ericsson W350i eine Schwachstelle sein würde.

Dennoch nahm ich es, war es doch wie mir auf den Leib geschneidert.
Doch kam, was offenbar kommen mußte: Ich zog es aus der Tasche und die Klappe fiel ab. Einfach so. Ohne mich zu fragen.
Dumm war nur: Dadurch ging nur noch der MP3-Player. Telephonieren ging nur mit offener Klappe. Und öffnen war nicht mehr. Doch kam ich noch auf die glorreiche Idee, zu Hause mal genau zu gucken: Da war etwas, was an eine winzige vierkantige Achse erinnerte. Nun denn, der Allibert barg auch eine passende Pinzette. Nun sollte ich klarkommen, bis ich ein neues habe. Hoffentlich hält es die Klappe.
[ 08 Uhr 08 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Ein Träckbäcks ]
30. Mai 2010
Wir sind Lena. Oder Papst. Oder bescheuert. Oder so. #esc
Mir ist ja nun prinzipiell egal, wer da nun gewonnen hat. Der ESC trifft ohnehin nicht meinen diffizilen Geschmack. Aber dieses Theater um Lena... Man liest kaum etwas anderes in Blogs und bei Twitter. Und ich beteilige mich mit diesem Artikel selbst daran. Gräßlich und inkonsequent. Ich wäre dafür, wenn England nächstes Jahr Motörhead an den Start schickt.
[ 10 Uhr 58 ] - [ 12 Kommentare ] - [ 2 Träckbäcks ]
38 (Gute-Laune-Musik LXXX)
Kategorie: Gute-Laune-Musik
Na gut, es ist eigentlich ein alter Karnevalsschlager. Aber ich bin der lebende Beweis, daß diese Prophezeihung wahr ist. Denn am 30. Mai 1972 wurde ich geboren.
Nachtrag 31.Mai: Da in den vergangenen 38 Jahren die Welt stehen geblieben ist, komme ich auch noch zur Würde des Alters....
[ 00 Uhr 01 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
29. Mai 2010
Parfum poisson pourri und Hundekosmetik.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Wir müssen dürfen mal wieder Bruno, Ollis verzogenen lieben Köter Töle Hund hüten, da er mal wieder mit der Radwurst unterwegs ist. Also sind wir mit unserem Mistvieh Schatz zum Aasee und haben ihn dort laufen lassen. Er hatte sichtlich seine Freude, sprang herum wie ein junges Rehlein und spielte mit ArtgenossInnen. Und wälzte sich im Grase, wie Hunde es so tun. Er tat dies mit ungewöhnlicher Hingabe, so ging ich zu ihm, um ihn wiederzuholen. Und ich sah, worin er sich wälzte. Und ich roch. Und meine Liebste kotzte. Ein gammeliger Fisch, lang wie mein Unterarm und schon in drei Teile zerfleddert. Leider Zum Glück hatte ich meine Kamera nicht mit und Geruchsübertragung gibt es noch nicht.
Ich bin viel gewohnt nach neunzehn Jahren Pflege, aber dieser Gestank war war wirklich bestialisch.
Das bedeutete: BADEWANNE! Bruno zuckte zusammen, als dieses Wort fiel. Doch weil er nicht nur lieb und ungezogen ist, sondern auch ziemlich doof, hatte er es schon wieder vergessen, als ich in Ollis Wohnung trat. Meine Liebste hatte ich einkaufen geschickt, damit sie angesichts des Badewannenmassakers keine Mitleidstränen vergießen mußte.
Als ich, mir wie ein Tierquäler vorkommend, das Vieh endlich in die Wanne bekommen hatte, hielt er dann ergeben still.
Er stinkt immer noch. Vielleicht sollten wir ihn zum Auslüften ein paar Tage aus dem Fenster hängen.
[ 19 Uhr 06 ] - [ 2 Kommentare ] - [ 2 Träckbäcks ]
Ist heute abend nicht das Plärrfinale in Oslo?
Kategorie: Kultur
Wie gut, daß ich Bücher besitze. Dann kann die Glotze, die ich eigentlich selbst nie benutze, nur meine Liebste gelegentlich, ausgeschaltet bleiben. Die Musik kommt aus der Konserve, da kann ich mir aussuchen, was kommt, und muß mich nicht mit Lenas Geschmalze und schlimmerem herumärgern.
Naja, immerhin ist Ralph Siegel nicht dabei, dessen ewig gleiches Einerlei den Nervus cochlearis absterben ließ. Aber eigentlich ist das schnurz. Ich sehe ja ohnehin nicht zu bei den krampfigen Zuckungen und irren Schreien.
[ 13 Uhr 14 ] - [ 7 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
28. Mai 2010
Das iPad, der Hype und der Ulf.
Kategorie: Vernetzt
Meine Wertschätzung für den neuesten Elektroschrott von Apfel habe ich ja bereits kundgetan. Alle bloggten schon darüber, bevor irgendjemand außerhalb des Labors für Angeber wußte, wofür es gut sein soll. Kostenlose Werbung eben.
Nun gibts da irgend so ein Gewinnspiel, wo Blogger ihren Artikel hinverlinken sollen, dann kann man solch ein Teil gewinnen.
Ich mache nicht mit. Das ist nur Schnickschnack, der nur in unserem Chaos herumfliegt. Außerdem bin ich ein Gewohnheitstier. Ich brauche eine Klappe und eine Tastatur und Linux. A propos: Kann einer vielleicht Linux aufs iPad kloppen? dann wäre es schon interessanter.
[ 18 Uhr 24 ] - [ 5 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
27. Mai 2010
Grand Eurovision della Contest Chanson Prix.
Kategorie: Kultur
Unser Fernsehapparat ist ausgeschaltet geblieben.
Interessehalber habe ich mir auf Youtube doch noch den doitschen Breitrag angetan. Von dieser Lena Meyer-Landrut da das Lied oder was das darstellen soll namens "Satellite", welches sie mit grauenhafter Aussprache und spastischen Zuckungen sowasähnlicheswiesingen tut. Entsetzlich. Der Untergang des Abendlandes. Da der Rest vom Sängerfest erfahrungsgemäß auch nicht unbedingt besser ist, waren wir weise, daß wir uns den Scheiß nicht reinpfeiften. Der deutsche Beitrag von 1979 gefällt mir deutlich besser, das hat noch Spaß gemacht.
Aber die letzten Male kam mir die Sendung anstrengender vor als meine Arbeit. Und, da meine Ohren ohnehin schon nicht die besten sind, schone ich sie lieber.
[ 22 Uhr 11 ] - [ 4 Kommentare ] - [ 2 Träckbäcks ]
26. Mai 2010
Bin ich Deutschland?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung ,

Bald ist es wieder soweit: Die Fußballnationalmannschaften aus 32 Nationen werden aufeinander losgelassen. Und selbst unser verrottetes Volk wird zu einer Nation. Ersatzkrieg eint die Deutschen so wie einst anno 1914.
Alles ist schwarz-rot-gold geschmückt (warum gelb=gold weiß ich auch nicht). Und gewinnen die doitschen Balltreter mal etwas, dann werden die Straßen unbenutzbar: Autokonvois verstopfen diese und verpesten die Luft, und auch wenn im Grunde schön ist, wenn sich jemand freut und egal ist worüber, ich mag nicht gerne, wenn ich wegen der Hupkonzerte nicht schlafen kann. Da es auch der Portugiesen sehr viele hier gibt, kommen die noch dazu.
Nun denn: Wir sind dann ein Volk. Trotzdem die Schichten und Klassen einander hassen und viele auf beiden Seiten sich den Antifaschistischen Schutzwall zurückwünschen: für einen Monat ist Deutschland eins. Einigkeit und Recht und Freiheit, wenigstens einen Monat ein Drittel davon.
Ohne mich. Wir beide haben unsere eigene kleine Nation auf 45 Quadratmetern unterm Dach. Und hier ist immer Einigkeit und Recht und Freiheit. Das zählt.
[ 22 Uhr 11 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
Der Leser setzt Prioritäten. Die Tageszeitung auch.
Kategorie: Käseblatt , Meine unqualifizierte Meinung ( Käseblatt und andere Medien )
Was wirklich gemeldet werden muß, entscheiden die Leser. Die Kommentare bringen die Interessen ans Licht: Ein Rettungswagen ist umgekippt, 50.000 Euro Schaden. Die ausführlichste Diskussion seit langem in der Onlineversion unseres lokalen Käseblattes entspinnt sich dort: und zwar darüber, zu welcher Organisation der verunglückte RTW gehört. Alles andere interessiert den doitschen Korintenkacker nicht.
Der geBILDete Bürger will bespaßt werden, nicht informiert. Dem paßt sich auch das Käseblatt an. Und entsprechend sind die Schlagzeilen:
-Busfahrer in Saudi-Arabien will gestillt werden
-Musikprofessor aus Münster: "Lena landet unter den ersten Fünf" (wer auch immer Lena ist)
-Bei Milch ist Tiger-Baby Max nicht zu bremsen
-Drama auf dem Traumschiff
-Preußen holen Chitsulo aus Essen
-Amsel brütet auf der Polizei-Toilette
So einen Schrott findet man bei den Westfälischen Nachrichten ganz oben. Aber das ist ja alles wirklich wichtig!
[ 18 Uhr 49 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
25. Mai 2010
Neu, nicht besser.
Kategorie: Erlebtes , Vernetzt
Auf meiner Station flog eine an uns adressierte pinkibunti Postkarte herum, die für ein neues Pflegeforum warb. Muß ja wohl Kohle hinter sitzen, wenn sich der Verein, bzw. die dahintersteckende GmbH so auf den Markt drängt. Wenn man zu den ersten 2000 Nutzern gehört, kann man einen von 20 I-Pötten gewinnen. Intensives Marketing. Nur- Die ganze Seite und die Werbe-T-Shirts sind farblich so gestaltet, daß ich zuerst dachte, ich sei in einem Webshop für schwules Geschlechtsverkehrszubehör gelandet. Doch ist dies eher eine brigittigittige Community. Auch der Rest ist wenig befriedigend, auf meine Kritik am Puffdesign im Forum bekam ich überwiegend blöde Kommentare. Dafür, daß das ganze professionell aufgezogen worden zu sein scheint, ist das Ergebnis grausam unprofessionell. Kein Mehrwert gegenüber "meinem" Forum: Ich bleibe da lieber bei krankenschwester.de, mehr User, mehr Kompetenz und weniger Augenkrebs.
[ 20 Uhr 12 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Zensur! Ich hasse diesen Pfannkuchen!
Kategorie: Kultur
"Hinter mir ist schon die Frau Mutter geblieben, der Großvater auch und der Schreihälse sieben. Und ich soll dir, Katze-Miatze, nicht entlaufen?"
Und er lief, kantapper, kantapper, in den Wald hinein."
Ich habe dieses Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen schon als Kind gehaßt. Nicht des Inhaltes wegen, eigentlich finde ich ihn recht sympathisch. Immerhin rennt er allen davon, nur von hungrigen Waisenkindern läßt er sich am Ende aufessen. Was mich immer schon störte war dieses elende "Kantapper"! Mag sein, daß das eine Onomatopoesie für klappernde Holzpantinen ist, doof klingt es dennoch mehr als. "Hoppeldipoppel" hätte mich hingegen nicht gestört. Ich erzucke körperlich beim Erschallen dieses Wortes, und selbst mein Notebook wäre beim Schreiben fast abgestürzt, und das, obwohl ich da Linux drauf habe!
Wenn ich irgendwann mal das Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen vorlesen muß, dann zensiere ich scham- und gnadenlos. Weg mit "Kantapper", ich nehme lieber "Hoppeldipoppel"
[ 15 Uhr 31 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
24. Mai 2010
Mein Rechner kann jetzt auch Tibetanisch.
Kategorie: Mischmasch
Oder Tibetisch oder wie auch immer.
Nicht, daß ich das wirklich bräuchte, aber mich nervt sehr, wenn statt richtiger Schriftzeichen nur komische langweilige Platzhalter angezeigt werden.
བོད་ཡིག་བརྡ་ཚད་ལྡན་དུ་སྒྱུར་བའི་ལས་དོན་ཨུ་ཡོན་ལྷན་ཁང་གིས་བསྒྲིགས
Unter Ubuntu ist nur dieser Befehlt im Terminal nötig:
sudo apt-get install ttf-tmuni
[ 10 Uhr 53 ] - [ 5 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
23. Mai 2010
Gute-Laune-Musik LXXIX: Von A nach B.
Kategorie: Gute-Laune-Musik
"Von A nach B der Liebe wegen", so sang Blixa Bargeld bei den Einstürzenden Neubauten. Perpetuum Mobile, so heißt das Stück, welches ich lange auch dazu nutzte, meine Marathonstimmung anzufachen.
Heute hat es eine ganz andere Bedeutung: Von A nach B der Liebe wegen fuhren wir eine Zeitlang zwischen Winterthur/ZH und Münster/Westf. hin und her, immer hin und her. Der Liebe wegen.
[ 22 Uhr 13 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Rotkäppchen- die erste Hippietante voll auf dem Trip.
Kategorie: Kultur ,
Brüder Grimms Rotkappe muß das erste Hippiemädel und auf dem Trip zu ihrer Omma voll aufm Trip gewesen sein. Denn plötzlich spricht ein Wolf zu ihr und faselt ausgerechnet von Blumen.
[ 11 Uhr 11 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Kampfhunde zerfleischen Kleinkind.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent ) , Käseblatt
Schreibt unser lokales Käseblatt, und prompt meldet sich der erste Kommentator dazu.
Nunja, ich kann mich erinnern, daß vor über 25 Jahren die beiden Hunde meines Werkunterrichtlehrers die Freundin seiner Tochter totgebissen hatten. Das waren aber keine sogenannten "Kampfhunde". Sondern gehörten zu den liebsten und gepriesensten Hunden der Doitschen: Schäferhunde.
[ 08 Uhr 32 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
22. Mai 2010
Was stierst Du so?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Ein Torero wurde von einem Stier aufgespießt- durch den Unterkiefer rein, über die Mundhöhle aus dem Mund wieder heraus. Shit happens. Das ist Berufsrisiko und der Matador sollte das kennen. Mitleid? Warum? Der Stierkämpfer hat sich sein Schicksal ausgesucht. Mitleid habe ich eher mit dem Stier, denn der hat sich sein Schicksal nicht ausgesucht, wird vor dem Kampf gefoltert, daß er aggressiver wird, hat kaum eine Chance im ungleichen, lange dauernden Kampf, in welchem er langsam Stück für Stück, Wunde für Wunde niedergemetzelt und nach dem Kampf aufgegessen wird.
Das ist Tierquälerei, genauso wie diese idiotische alljährliche Stierhatz durch die Gassen von Pamplona. Bei dieser verletzen sich viele der Teilnehmer oft sehr schwer und werden dann auf Kosten der Allgemeinheit behandelt. Diese kommt letztlich für diesen idiotischen Männlichkeitswahn auf. Die Folgen der Tierquälerei gehen zu Lasten aller Vernünftigen.
Ich esse gerne Fleisch. Ich würde es auch durchaus selbst töten. Aber niemals zum Vergnügen.
[ 16 Uhr 29 ] - [ 10 Kommentare ] - [ 4 Träckbäcks ]
Heute in acht Tagen.
Kategorie: Mischmasch
Der 30. Mai ist ein besonderer Tag, weil nämlich, da ist der Weltuntergang. Und noch etwas.
[ 15 Uhr 05 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
21. Mai 2010
Ockhams Rasiermesser. Und meins.
Kategorie: Mischmasch
Ockhams Rasiermesser:
Entitäten dürfen nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden.
Mein Rasiermesser:
[ 10 Uhr 45 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
20. Mai 2010
Vom Bock, der Gärtner wurde: Middelhoff managed Münsters Uni.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Das sind ja lustige Nachrichten: Middelhoff, der den Arcandor-Konzern und damit Karstadt in die Pleite geführt hat und gegen den wegen Untreue ermittelt wird, darf jetzt die Finanzen der Westfälischen Wilhelms-Universität machen. Ob er auch die Uni pleite bekommt? Man wird sehen. Ist das nun gezielte Bildungsvernichtung?
[ 20 Uhr 01 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Alle malen den Propheten.
Kategorie: Vernetzt
Einst wurden ja dänische Zeichner mit dem Tode bedroht, weil sie Mohammed (den, der den Islam gestiftet hat) karikiert haben. Und heute ist der "Everybody Draw Mohammed Day". Da möchte ich natürlich auch etwas zu beitragen.

Das hier hat nichts mit dem Islam als Religion zu tun, sondern mit dem Umgang einiger Irrer damit. Und für meine fremdsprachigen Gäste: Nothing against Islam or Mohamed but against some lunatics.
Via Dr. No
[ 13 Uhr 02 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Bis zum Umfallen.
Kategorie: Erlebtes
Natürlich haben wir damals, als wir noch jung und schön waren (heute sind wir nur noch UND) ordentlich gefeiert. Das bedeutete auch für uns: Viel Bier und manchmal einen Schnaps. Und fanden betrunken sein toll. Warum auch immer. Letztendlich frage ich mich heute, warum. Betrunken denkt man nicht mehr klar, erzählt nur noch dummes Zeug und läuft überall gegen.
Doch heutzutage sind die Trinksitten anders. Nicht nur Feiern bis zum Reihern, sondern bis zum Umfallen. Bis der Arzt kommt. Und das bis hin zur Intensivstation. Ziemlich teuer für die Krankenkasse und damit die Solidargemeinschaft.
Soll man diese Schnapsleichen nun diese Kosten selbst tragen lassen, wie in dieser Petition gefordert?
Pro:
Die Leute sind in der Tat selbst schuld.
Aber:
Contra:
Und was ist mit den Alkoholikern? Sucht ist eine Krankheit, die behandelt werden muß. "Selbst schuld" gibt es da nicht. Krank ist krank. Aber wie das differenzieren?
Eure Meinung dazu würde mich interessieren.
[ 12 Uhr 08 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
The Everlasting Rest- Notfall auf dem Everest!
Kategorie: Literarisch , Vernetzt
Meine Liebste und ich sind unterwegs. Notruf vom Chefarzt gestern: Die gesamte Crew ist entweder krank, verletzt oder beides. War nicht ganz einfach, den Eurofighter 2000 zu kapern, noch schwerer ist es, das Ding ohne Ausbildung zu fliegen, aber nur der ist schnell genug. Aber irgendwie ist es uns gelungen- mittlerweile dürften wie auf halber Strecke sein. Leichtes Gepäck: Nähkästchen und Küchenmesser fürs Chirurgische, Wodka zum Narkotisieren und Desinfizieren, außerdem viel Kaffee. Woher der Monsterdoc die Maschinen für die Luftbetankung hat? Keine Ahnung. Mit Mach2 sind wir unterwegs zum Biwak, wo wir mit dem Schleudersitz aussteigen werden. Die Maschine wird zerschellen. Wie wir zurückkommen sollen? Keine Ahnung, wir werden erstmal gebraucht.
[ 08 Uhr 52 ] - [ 11 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
19. Mai 2010
Psychodrogen? Antidepressiva, Methylphenidat (Ritalin) und son Zeugs.
Kategorie: Psycho?!?
Psychopharmaka-Bashing ist ja in gewissen Kreisen recht beliebt. Das Zeug mache abhängig und das Gehirn kaputt. Die "Beweise" stehen auf den einschlägigen Webseiten der Rechtsesoteriker und der Antipsychiatrie, die maßgeblich von Scientology aufgebaut wurde. Die wissen schon, warum- psychisch instabile Menschen sind leichtere Opfer für sie und ihre E-Meter.
Wie wirkt das Zeugs denn überhaupt?
Ganz einfach: Die Pillen regulieren den gestörten Neurotransmitterstoffwechsel. Bei Depression sind vor allem Serotonin, aber auch Noradrenalin zu wenig vorhanden im Synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen. Diese werden für den Transport von Informationen und Gefühlen dringend gebraucht. Also sorgt man dafür, daß von dem Zeugs wieder mehr zur Verfügung steht. Dann steigen Antrieb und Stimmung wieder, und die Psychotherapie, die durch die Medis nicht ersetzt werden kann, kann wirken.
Bei ADHS ist das ähnlich, hier ist der Dopaminstoffwechsel aus dem Leim. Konzentration auf das wesentliche ist schwierig bis unmöglich, die Betroffenen schwanken zwischen Phlegma und Rappeligkeit. Methylphenidat ist ein dem Betäubungsmittelgesetz unterstehendes Stimulans und immer gerne aus Aufputschmittel verschrieen. Nix da- auch meine Liebste wird davon ruhiger und konzentrierter- aber auch nicht mehr als Otto Normalverbraucher, auf den diese Substanz am ehesten wie eine Überdosis Kaffee wirkt.
Eine Leistungssteigerung maximal auf das Normalmaß, wenn es gut läuft, bei beiden. Aber nicht darüber hinaus und auch nicht bei allen Kranken. Das ist kein Doping. Die Medikamente stellen, wie beim Diabetiker das Insulin, bestenfalls einen halbwegigen Normalzustand her.
Daß ich besser drauf bin als andere liegt eher an der Psychotherapie, in der ich mir draufschaffte, Ereignisse und Probleme anders zu bewerten und nicht depressiv mich herunterzumachen deswegen. Das können die Medis nicht ersetzen, aber teilweise erst ermöglichen.
Von wegen Drogen. Ich fühle mich überhaupt nicht berauscht. Nur- normal.
[ 12 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Technikfreak?
Kategorie: Vernetzt
Alle denken, ich sei ein Computerfreak und wisse alles. Linux hab ich auf der Platte! Und ich bekomme tatsächlich eine ganze Menge Probleme behoben, wenn mich jemand darum bittet.
Aber in Wirklichkeit habe ich gar nicht so viel Wissen. Eher so eine Ahnung, was ich tun könnte. Ich hacke einfach so lange wie irre herum, bis die Kiste wieder läuft. Ich traue mich nur mehr als andere. Und Ubuntu ist eine idiotensichere Linux-Distribution. Einfacher als Windows, vor allem beim Netzwerken. Und nachsehen kann man auch, gibt da genug Hilfe im Netz.
Nur mit Mobiltelephonen habe ich nicht so das Talent. Dafür ist meine Liebste zuständig, die mir gezeigt hat, was ich noch alles mit meinem Gerät anfangen könnte. Aber ich nutze das meiste dann doch immer noch nicht und kenne mich überhaupt nicht aus. Mein Mobiltelefon benutze ich immer, wie auch meinen Computer, bis zum Zerfall. Ich brauche nicht das Neueste, kein I-Phone, keinen Quadcore. Der Scheiß soll einfach laufen. Und auch deswegen habe ich Linux- weniger Probleme, mit denen ich mich herumärgern muß.
Nein, ich bin kein Technikfreak. Und meine Uhr hat sogar ein Uhrwerk zum Aufziehen.
[ 10 Uhr 33 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
18. Mai 2010
Mein Plattenschrank.
Kategorie: Kultur
Ich weiß nicht, wie viele Tonträger ich besitze. Mehrere hundert habe ich wohl. Und deren Zusammenstellung irritiert so manchen Menschen. Gerne werde ich als Metalhead einsortiert. Ich laufe ja auch gerne mit Metallica-Shirt herum. Wenn die Menschen dann aber mitbekommen, daß ich auch ein Faible für die Musik der Renaissance und früher habe, für Free Jazz, manchmal gar Techno, (alte) Schlager, Einstürzende Neubauten und alles mögliche irre Zeugs, dann gucken sie immer ziemlich irritiert, wie das alles zusammenpaßt.
Wie paßt das überhaupt?
Das alles ist Musik. Punkt.
[ 10 Uhr 53 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
16. Mai 2010
Tod den Laubbäumen! Her mit dem Nadelwald!
Kategorie: Käseblatt , Meine unqualifizierte Meinung ( Käseblatt und andere Medien )
"Mädchen rutscht auf Blättern aus - Stadt will Baum nicht fällen" titelt unser lokales Käseblatt. Ein Mädchen mit Hüftschaden rutscht gelegentlich auf den Blättern einer Kastanie aus und verletzt sich. Also muß dieser böse Baum sterben! Am besten gleich alle Laubbäume. Denn unter anderem Laub kann man ja auch ausrutschen. Stattdessen könnten ja Nadelbäume gepflanzt werden, dann muß die Stadt auch nicht mehr mit diesen fiesen lauten Laubgebläsen rummachen. Die nerven auch total. Obwohl- auf den nunmehr nicht mehr Kastanien-, sondern Tannenalleen können Autofahrer sich immer noch um Bäume, nun eben Tannen, herumwickeln. Und dran aufhängen kann man sich auch noch. Bäume stehen immer im Weg herum. Weg mit dem Zeug. Komplett.
[ 19 Uhr 46 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
ICH FANGE KEINE STÖCKCHEN! Oder: Non, Je ne Regrette Rien
Kategorie: Vernetzt
Aber wenns denn von meiner Liebsten kommt, die es wiederum vom Wirbelwebber-Hans hat, dem es von Fischkopp zugeworfen wurde, dann mache ich natürlich eine Ausnahme.
5 Dinge/Ereignisse in eurem Leben, die ihr gerne rückgängig machen würdet:
1.: Auch, wenn ich viel falsch gemacht habe in meinem Leben: Nein, ich bereue nichts.
2.: Manchmal habe ich mich vielleicht übernommen, aber weniger, als zu erwähnen wert ist. Aber ich bin MEINEN weg gegangen.
3.: Mag sein, daß ich viel Murks gemacht habe, der mir geschadet hat: Macht meinen Erfahrungsschatz reicher. Siehe Punkt 2.
4.: Naja, vielleicht hätte ich als Kleinkind meine Püppi nicht wegschmeißen sollen, ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen.
5.: Ich hätte niemals mit WINDOWS arbeiten sollen.
5 Dinge, die du unbedingt noch in deinem Leben tun möchtest:
1.: Mit meiner Liebsten in den sonnigen Süden fliegen.
2.: Meine Liebste heiraten <- schon erledigt.
3.: Ordnung halten.
4.: Fachweiterbildung Onkologie
5.: Mit meiner Liebsten eine Bank überfallen. Geplant für 2069, dann kommen die Waffen ins Körbchen vom Rollator, sind wir 97 und 95 und sterben wie Bonnie und Clyde im Kugelhagel.
[ 14 Uhr 10 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Brocken nach einem Monat.
Kategorie: Erlebtes
Der Magenschleimhaut-Brocken, den ich vor einem Monat gefunden habe, sieht mittlerweile so aus:
Zähflüssig-schleimig.

[ 13 Uhr 38 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Gute-Laune-Musik LXXVIII: Haus der Lüge.
Kategorie: Gute-Laune-Musik
[ 12 Uhr 08 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
14. Mai 2010
Stinklangweiliger Vortrag über die Musik des Mittelalters, gehalten während einer zünftigen Rasur.
Verheiratet sein ist Streß pur! Nichts als Verpflichtungen, gar keine Zeit für nichts mehr! Deshalb muß ich meine Vorträge schon beim Rasieren halten.
Siehe auch
[ 05 Uhr 19 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
13. Mai 2010
Nein Danke, Herr P. vom AWD.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Herr P. vom Allgemeinen Wirtschaftsdienst wird nicht müde, Kontakt mit mir zu suchen. Meine Festnetznummer hat er zum Glück nicht, die hat sich nach dem letzten Kontakt geändert. Nun hat er es über zwei völlig veraltete Mailadressen versucht. Weiß der Geier, wo er die aufgetrieben hat. Post geht seltsamerweise an meine Eltern, obgleich deren Adresse wesentlich schwerer herauszubekommen ist als meine.
Doch ohnehin wüßte ich nicht, was wir uns noch zu sagen hätten. Er will immer etwas mit mir persönlich besprechen. Kein Hinweis, was. Also will er wohl wieder eine lukrative und unbedingt empfehlenswerte Anlage oder sonstetwas verscherbeln, die ihm Provision und mir nur Ärger bringt. Wie 1997 eine Kombination von zwei Fonds, von denen der eine den anderen ansparen sollte. "Das ist eine reine Geldmaschine!", schwärmte er. Diese Geldmaschine war nach sehr wenigen Jahren schrottreif.
Und ich bin nicht der einzige, der auf diesen Schrotthandel hereingefallen ist.
[ 07 Uhr 15 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
12. Mai 2010
Morgen ist Donnerstag.
Kategorie: Erlebtes
Und morgen Nachmittag wird unsere Aufnahme (in der ich zum Glück nicht arbeite) überquellen mit Schnapsleichen. Denn der morgige Donnerstag ist Himmelfahrt, das heißt, die Männer fahren gen Himmel, indem sie heilige geistige Getränke zu sich nehmen, um diesen Tag als Vatertag zu feiern.
Wohl dem Kind, dessen Vater sich die Ethanolintoxikation spart. Wer sieht oder wer erfahren mußte, welch großes Leid unkontrollierter Konsum mit sich bringt, für den trinkenden und sein Umfeld und auch völlig unbeteiligte, die über den Haufen gefahren werden....
Nichts gegen ein gepflegtes Bierchen oder Weinchen (aber nicht für mich). Aber bei Massenkonsum ist gefährlich. Auch wenn es nur ein einmaliger Totalabsturz ist.
[ 11 Uhr 41 ] - [ 8 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
11. Mai 2010
Ausgewildert.
Kategorie: Psycho?!?
Heute hatte ich meine letzte Psychotherapiesitzung. Irgendwie seltsam nach vier Jahren. Doch hatte er, je besser mein Zustand wurde, die Abstände zwischen den Sitzungen vergrößert. Ausgewildert sozusagen, auf das Leben ohne Therapeuten vorbereitet.
2007 sah nichts danach aus, als käme ich jemals wieder auf die Füße, sagte er. Meine Entwicklung sei beeinduckend.
Sicherlich, das Leben ist für mich (bzw. für uns) komplizierter als für andere. Vieles ist einfach dadurch schwierig, daß ich mich entscheiden muß, etwas zu tun. Manchmal ist das ADHS meiner Liebsten da sogar ein Vorteil.
Doch ich habe das Gefühl, mir geht es besser als den meisten "Gesunden". Ich bin fast nie schlecht gelaunt, fast immer fröhlich und meckere fast nie. Außerdem bin ich sehr geduldig und gelassen. Naja, vielleicht kommt die Gelassenheit davon, daß ich mal mehr tot als lebendig war, da relativieren sich manche "Probleme" ziemlich schnell.
Wenn ich mir die Gesichter anderer Leute angucke, zum Beispiel, wenn ich durch die Stadt gehe, dann frage ich mich, ob die harte Zeit, die ich hatte, nicht ein Vorteil ist...
Ach nee, die Erfahrung muß man nicht wirklich machen.
[ 17 Uhr 40 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
10. Mai 2010
Dem Ministerpräsidenten seine Kleider neuer Inhalt.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Verschlafen machte ich gestern Nachmittag oder so meine beiden Kreuze auf einem Stimmzettel, der verlängert wurde durch Vorhandensein von Parteien, von denen ich zum Teil noch nie gehört hatte oder deren Zielgruppe so winzig war, daß sich der Aufwand mit der Gründung gar nicht gelohnt hätte (Mensch-Umwelt-Tierschutz finde ich gut, man sollte mein Steak vor zu frühzeitigem Verzehr schützen), Rentner und aller möglicher sonstiger Kack. Ganz oben natürlich die Standardabzocker, deren An-oder Abwahl sowieso nichts ändert, außer daß andere Köpfe abkassieren und geschmiert werden.
Ich hatte ja schon einmal einen Gegenvorschlag unterbreitet: Monarchie!
Nun, da ich dies öffentlich schreibe, wird mir sicherlich ganz schnell die Tür eingetreten, bis die Verfassungsschutzleute auch verstanden haben, daß das mit der Monarchie doch mehr ein Scherz ist.
Wen wählen? Lieber quälen, diese ganzen Berufsbonzen, die sich alle gegenseitig protegieren. Was bei dieser Wahl herauskommt: Ich muß mir neue Namen merken. Für mein Leben ändert sich nichts. Die Arbeitsbedingungen werden nicht besser dadurch, das Gesundheitssystem (sofern man das noch ein System nennen kann) auch nicht, und mein Bettlaken behält auch das Brandloch.
Nicht wählen ändert nichts.
Wählen ohne nicht auch nicht.
Leckt mich doch.
[ 09 Uhr 56 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Wesentliche und wichtige Feststellung! Bitte aufmerksam lesen!
Kategorie: Mischmasch , Meine unqualifizierte Meinung ,
Warnung: In diesem Beitrag befinden sich Informationen, die Du unbedingt haben willst. Auch wenn sie Dich vielleicht unglücklich machen könnten, denn dieses Wissen ist auch eine Bürde, eine regelrechte Last. Lies ihn nur, wenn Du dem furchtlos gegenübertreten kannst und wenn Du glaubst, Dein Schicksal könne sich nicht mehr verändern.
Klick und lies, und nichts ist mehr so, wie es einmal war.
[ Den Rest lesen ]
[ 02 Uhr 07 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
09. Mai 2010
Kreuz statt Kreuzigung.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Zu mehr reichen meine Möglichkeiten nicht aus, obschon der Wahlzettel endlos lang zu sein scheint und ich lieber kreuzigen als kreuzen würde. Die Konsistenz eignet sich leider nicht für die Benutzung als Klopapier, weshalb ich brav war und das ankreuzte, was mir von allen Weltuntergängen der wenigst schlimme schien. Was habe ich schon für eine Wahl. Ich muß fressen, was mir vorgesetzt wird, und alles ist entsetzlich.
[ 17 Uhr 27 ] - [ 4 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Ich bin arrogant.
Kategorie: Vernetzt , Meine unqualifizierte Meinung
Gelegentlich bekomme ich "Rückmeldung" von irgendwelchen Leuten, denen meine Seite oder einzelne Beiträge nicht zusagen.
Ich habe gar nicht den Anspruch, allen Menschen gefallen zu wollen, denn mir gefallen auch nicht alle Menschen.
[ 01 Uhr 48 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
07. Mai 2010
Ach wie gut, daß niemand weiß...
Kategorie: Literarisch
Heute kack' ich, morgen klau' ich, übermorgen mach' ich der Königin ein Kind.
[ 22 Uhr 51 ] - [ 1 Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
Ich liebe meinen Job!
Kategorie: Erlebtes , Psycho?!?
Ich weiß nicht, was andere immer haben. Ja, die Entlohnung könnte besser sein. Natürlich, der Schichtdienst ist nicht gesund, außerdem anstrengend und für meine Schlafstörungen erst recht nicht gut. Natürlich wird das Gesundheitssystem immer mieser und die Bedingungen nicht besser.
Trotz alledem kann ich mich nicht beklagen. Ich würde nichts anderes machen wollen. Meine PatientInnen lieben mich. Ich bin freundlich, ich habe Humor und verbreite Fröhlichkeit und Optimismus. Ich bin einfühlsam und finde meist die richtigen Worte.
Bei meinen KollegInnen bin ich beliebt, trotz meiner ganzen Macken.
In meiner Wiederaufbauphase, meiner Wiedereingliederung nach endlosen Monaten des Krankseins erfuhr ich jegliche Unterstützung, die man sich vorstellen kann. Von meinen KollegInnen wie auch auf der gesamten Führungsebene bis hin zur Pflegedirektion bekam ich alle Hilfe, die ich brauchte, um wieder Fuß zu fassen.
Meine Arbeit mag nicht fernsehtauglich sein. Doch ist sie viel interessanter als im TV. Menschen offenbaren mir ihr Innerstes, seelisch wie körperlich (im Wortsinn
), die "Kundschaft" ist meist pflegerisch, medizinisch und menschlich interessant.
"Ja, aber Du kannst doch nicht jedem helfen? Viele müssen doch auch sterben?"
Der Tod ist nicht mein Feind und auch kein Mißerfolg. Helfen heißt nicht zwangsläufig, das Leben zu erhalten (schon gar nicht um jeden Preis!), helfen heißt auch, jemandem einfach nur beizustehen in schweren Stunden.
Ich bin nicht Schwester Stefanie. Ich opfere mich nicht auf. Ich bin Profi, und als Profi habe ich die nötige professionelle Distanz. Niemandem ist damit geholfen, daß ich mitleide. Denn meine Aufgabe ist auch, Stütze für andere zu sein und nicht mitzuheulen. Ja, das kann sehr anstrengend sein. Deshalb ist für mich, wenn sich nach Feierabend die Tür der Klinik hinter mir schließt, auch Feierabend und die Tür ist zu. Meiner Liebsten erzähle ich dann von meinem Tag (oder meiner Nacht). Das wars. Danach beschäftige ich mich mit anderen Dingen und erhole mich, daß ich am nächsten Tag wieder voll dabei sein kann.
"Und der ganze Papierkram? Das wird doch immer mehr!"
Naja,wir haben vormittags eine Sekretärin, das erleichtert vieles unglaublich. Ansonsten: Ja, Berge von Papier und viel Computer. Aber auch viel persönlicher Kontakt.
Mein Beruf bedeutet mir viel. Durch meine Krankheit habe ich erst so richtig gemerkt, wie viel. Er verlangt mir viel ab- und gibt mir noch mehr zurück.
Ich bin zufrieden. Sehr.
[ 07 Uhr 15 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
06. Mai 2010
Ich bin schwul.
Kategorie: Erlebtes , Meine unqualifizierte Meinung
Der Patient drohte zu stürzen, weshalb ich ihn mit meiner Hebetechnik auffing, für die engster Körperkontakt nötig ist. "Kommse mal einfach an meinen dicken Bauch!"
Nun wollte er gerne rauchen und fragte meine Kollegin nach einer Kippe. "Fragense mal den Ulf, der gibt Ihnen bestimmt eine!"
"Lieber nicht- ich glaube, der ist schwul!"
[ 17 Uhr 32 ] - [ 9 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Könnte ja etwas sein.
Kategorie: Erlebtes ( Köter-Kontent )
Meine Liebste ruft mich nur selten im Dienst an, sie weiß, daß ich zu tun habe. Wenn, dann ist es aber auch wichtig. Entweder wirklich dringende Terminabsprachen. Oder aber: Etwas ist passiert. Montag wurde sie von einem vollgedröhnten Arschloch belästigt und hatte furchtbare Angst, er könnte ihr auflauern und sonstwas antun.
Gestern dann hütete sie Bruno, die Teilzeit-Töle, weil Olli keine rechte Zeit für ihn hatte. Unterwegs fraß er einen Knochen, diesen kotzte er prompt wieder aus und benahm sich so wie damals, als er den Igelball gefressen hatte. Apathisch und krank. Sie rief die für ihn zuständige Tierärztin an, die riet dazu, zu kommen, und untersuchte den armen dummen Hund. Magenschleimhautentzündung, mehr war es zum Glück dann doch nicht. Er bekommt nun Pillen ins Futter und ist wieder fast fit.
Die Aktion kostete natürlich viel Geld, und meine Liebste fragte nun, ob das überhaupt in Ordnung gewesen sei, da wir zu Zeit reichlich abgebrannt sind.
Natürlich ist das OK. Ein Tier ist kein Gegenstand, sondern ein Lebewesen und damit einzigartig. Wenn man von Fruchtfliegen absieht. Und entsprechend hat man da auch Verantwortung. Eine Magenperforation war zwar von vorneherein unwahrscheinlich, da er kein Blut gekotzt hatte, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ich habe genug PatientInnen gehabt, die zu lange gewartet hatten.
Wenn wir ein Tier haben, dann kümmern wir uns auch. Auch wenns nicht das eigene ist.
[ 11 Uhr 26 ] - [ 14 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
05. Mai 2010
Ich will Dir die Gedärme herausreißen!
Kategorie: Mischmasch ,
Jemand zeigte mir die Puppe, die ihm seine kleinen Kinder mitgegeben hatten und mit der sie oft spielten. Ich dachte zuerst an ein besonders häßliches Retrodesign-Comicserien-Ding. Doch erklärte er mir, was zu tun sei damit. Und ich stellte fest: Das muß ich haben!



Meinem durch den Konsum schlechter Filme geförderten Trieb, im Gedärm herumzuwühlen, es herauszureißen, die Puppe ausdärmen widerstand ich und korrigierte lediglich die Position der Nieren, die auf Leber und Milz herumlagen, und rückte das Gekröse zurecht.
[ 08 Uhr 53 ] - [ 7 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
04. Mai 2010
Mitschreiber gesucht für neues Projekt!
Kategorie: Vernetzt
Ich plane ein neues, Spaß-Humor-Satireorientiertes Blogprojekt. Eine passende Domain existiert, die Technik läuft. Wer Lust hat, mitzumachen, weil kein eigenes Blog vorhanden oder aber Ideen, die aus welchen Gründen auch immer nicht ins eigene Blog passen, der möger sich bei mir melden. Maildresse hier im Impressum.
[ 11 Uhr 49 ] - [ 3 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
03. Mai 2010
Wir Rinder vom Bahnhofsklo.
Kategorie: Mischmasch
Das Bahnhofsklo kostet satte siebzig Cent pro Benutzung. Dafür ist dieses wenigstens nicht ganz so furchtbar ekelhaft wie früher, als ich immer erst über Berge von Heroinleichen steigen mußte, um die Toilette (falls man die überhaupt noch so nennen konnte) zu benutzen, die meistens so aussah wie das indische Stehklo, von dem ich mal berichtete.
Heutzutage ist ein Besuch dort nur begrenzt bedenklich. Und langweilig. Edelstahl statt Keramik, alles beinahe hygienisch sauber, und irgendwie ist das Publikum weniger gefährlich aufregend. Da pisse ich dann für siebzig Cent in ein Edelstahlpissoir und bekomme nicht einmal das geringste bißken Unterhaltung geboten.
Da lobe ich mir doch die kostenlosen Entsafter in diversen Restaurationsbetrieben, die mich trotz des nicht vorhandenen Eintrittspreises noch ein wenig unterhalten beim Vorgang des Urinierens:

[ 11 Uhr 00 ] - [ 8 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
02. Mai 2010
Obst ist asozial!
Kategorie: Verfilmt
Ein wichtiger und erhellender Vortrag über die Sicherung der Renten, Obst und Gemüse.
[ 11 Uhr 23 ] - [ 5 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
Gute-Laune-Musik LXXVII: Stampf over Beethoven.
Kategorie: Gute-Laune-Musik
[ 08 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ] - [ Kein Träckbäck ]
01. Mai 2010
Krankenhaus nicht serienreif!
Kategorie: Erlebtes
Wenn es nicht so tragisch wäre, müßte ich darüber lachen, daß viele Leute tatsächlich glauben, Krankenhausserien würden die Realität im Krankenhaus abbilden.
In Wirklichkeit ist der Krankenhausalltag alles andere als serientauglich.
Wer interessiert sich schon dafür, wie ich morgens durch die Zimmer marschiere, Blutdruck, Puls und Temperatur messe, Betten richte, Medis verteile, Rücken und Hinterteile und ganze Personen wasche und mit ihnen über das Wetter, Krankheiten und alles mögliche quatsche?
Wer interessiert sich dafür, wie ich Berichte schreibe, Anordnungen in den Computer hacke, mit den DoktorInnen über Patienten diskutiere, die weniger spektakulär sind als in Krankenhausserien? Selbst die für mich so wichtigen intensiven Gespräche mit sterbenden PatientInnen, Depressiven, Alkoholikern wären für das unterschichtenfernsehverunwöhnte Publikum nicht interessant, weil echte Schicksale erstaunlich unspektakulär sind.
Wer würde wirklich eine realistische Reanimation sehen wollen, mit knackenden Geräuschen, Ausscheidungen aus sämtlichen Löchern und für Laien unverständlichen Kommandos und Handlungen? Die überhaupt nicht so ablaufen wie im TV? Wo nicht mehr benötigtes Zeug einfach irgenwo hingeworfen wird, Hauptsache, es ist aus dem Weg? Und einen Müllberg hinterlassen, wenn der Patient dann vom Intensivteam mitgenommen wird?
Wer interessiert sich fürs Essenverteilen, dafür, wie dem Patienten das Brötchen geschmiert wird? Oder der alten Dame, die gar nicht mehr kann, angereicht wird ("füttern"
, wobei ihr die Hälfte wieder aus dem Mund fällt und alles sowieso quälend lange dauert, während andere Arbeit solange liegenbleibt?
Wer will wirklich sehen, wie ich Kotze, Scheiße, Blut oder alles gleichzeitig beseitige nach einer Magen- oder Darmblutung?
Wer will wirklich sehen, wie ich Verstorbene zurechtmache für die Angehörigen und irgendwann in der Prosektur auf eine schmucklose Zinkwanne umbette und ihnen noch ein Blümchen in die Hand gebe?
Wem würden die ständigen Liebeleien zwischen Ärzten und Schwestern und Auszubildenden und die ganzen Intrigen nicht fehlen?
Ich finde meinen Job jeden Tag aufs Neue spannend, und ich liebe ihn. Aber für Herzschmerz und zur Unterbrechung der Werbung taugt mein Alltag so gar nicht. Fernsehen und Unterhaltung ist das eine. Das Leben ist anders.
[ 18 Uhr 54 ] - [ 6 Kommentare ] - [ Ein Träckbäcks ]
Heute ist Arbeiterkampftag!
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Den ersten Mai, der von Kelten und heute von Neuheiden als Beltane und von den Germanen auch als irgendetwas gefeiert wurde und auch gerne mit "Tanz in den Mai" (=Sauf die Nacht zu diesem durch und versuche, Miezen abzuschleppen) begangen wird, diesen ersten Mai beanspruchen auch verschiedene sich als Arbeiterbewegung bezeichnende politische Gruppierungen. Dazu gehören irgendwie sogar noch die SPD und die Gewerkschaften, die so tun, als gehörten sie dazu, damit sie genug Leute finden, um ihre Bonzen durchfüttern zu können. Diverse K-Gruppen gehören natürlich auch dazu, wie zum Beispiel die DKP, der allerdings seit dem Zusammenbruch der Ostzone DDR die wichtigste Finanzgrundlage fehlt (Kommunisten können nicht ohne Kapital
), und solch irren Parteien wie der MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands), die in ihrem Programm tatsächlich den bewaffneten Kampf fordern, was sie aber nicht daran hindert, ihr Fähnchen auf Friedensdemos zu schwenken.
Fleißig wird herumdemonstriert. Auch von brauner Seite. Das Nazigesockse beansprucht den ersten Mai auch für sich.
In Berlin wird der erste Mai traditionell dafür genutzt, Anlaß für schlechtes Betragen zu sein. Steine schmeißen, Autos anzünden und was man sonst noch so kaputtmachen kann.
Und was machen wir am Arbeiterkampftag?
Ganz unpolitisch gehen wir beide mit Ollis Hund Bruno im Park spazieren. Punkt.
[ 10 Uhr 58 ] - [ 2 Kommentare ] - [ Kein Träckbäck ]
