Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

14. August 2011

Backe backe Kuchen! 4x4.

Kategorie: Verfressen

Nun, da wir eine ordentliche Wohnung bezogen haben mit richtiger Küche und richtigem Herd und einem Wohnzimmer mit richtigem Parkett und einem richtigen Schlafzimmer mit einem richtigen Schlafzimmerschrank haben wir
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[ 12 Uhr 27 ] - [ 5 Kommentare ]

Befreien von unnötigem Ballast.

Kategorie: Verrueckt

Um die Zeit unseres Umzugs (30.7.) herum hatte ich mal erwähnt, wie viel überflüssigen Krempel wir entsorgt haben. Ballast, der Platz wegnimmt und doch nicht wirklich und sowieso nie wieder gebraucht wird. Tand. Unnötig aufbewahrter Papierkram. Kleidung, die man ohnehin nicht mehr anzieht, weil sie nicht mehr paßt (körperlich oder stilistisch oder beides) oder ohnehin kaputt ist. Küchengerät, welches mehr als doppelt ist. Und so weiter.

Der Prozeß setzt sich weiter fort, auch nach dem Umzug. Bei so manchem eröffneten Karton frage ich mich: Warum um alles in der Welt habe ich diesen Scheiß überhaupt mitgenommen? Ab in die Tonne. Fertig.

Diese sozusagen äußere Befreiung ergänzen wir durch eine Art systematisches Aufräumen. Wir haben uns im Haushalt völlig umorganisiert. Da die Wohnung und überhaupt das ganze Haus besser strukturiert ist läßt sich vieles besser machen, zum Beispiel Kochen, Vorratshaltung oder Wäscheversorgung und so. Macht weniger Arbeit und mehr Spaß.

Und nebenher befreie ich meine Seele von unnötigem Ballast. Ich schrub bereits über veränderte Sichtweisen von vielen Dingen. Ich habe zum Beispiel den Groll gegenüber Menschen abbauen können, die mich in der jüngeren Zeit verletzt hatten (mußten?). Und vieles andere mehr. Die Seele zu entrümpeln ist eine sehr angenehme Sache- danach liegt eben nichts mehr schwer darauf. Oder wenigstens nicht mehr so viel.

Freitag (also vorgestern) nutzte ich die Zeit, um etwas loszuwerden, was ich zwanzig Jahre nicht hätte loswerden dürfen, weil dies ernste (staatlich abgesegnete, aber moralisch ungerechtfertigte) Konsequenzen gehabt hätte. Diese Konsequenzen fallen mittlerweile weg. Aber das ist ein Extrathema, darüber berichte ich später noch. Als Cliffhanger sozusagen.

[ 11 Uhr 00 ] - [ 2 Kommentare ]

13. August 2011

Und wieder drei Umzugskartons geleert.

Kategorie: Verschiedenes

"Was? Ihr packt immer noch aus? Ihr seid doch schon vor zwei Wochen umgezogen?"

Ein kleiner Teil unseres Bücherregales.Von mir aus. Sind wir eben langsam damit. Außerdem waren wir zwischendrin einige Tage zur Konferenz der Metallarbeiter. Und wieso sollten wir uns unnötig mit Eile belasten, wo das, was noch zu machen ist, nicht so lebenswichtig ist wie die Küche? In der Ruhe liegt die Kraft. Gut Ding will gut Weil' haben. Gibt sicherlich noch mehr passende Weisheiten.

Mit Prokrastination ("Aufschieberitis" ) hat das nichts zu tun. Wir arbeiten uns langsam, aber sicher, jeden Tag ein wenig weiter voran. Jeden Tag ein bißken. Heute: Regal weiter anpassen und drei weitere Kartons Bücher verräumen (und etliche überflüssige Bücher entsorgen), außerdem einen Berg Wäsche bügeln und wegräumen (mittlerweile haben wir den Adapter von Schweizer Stecker auf Deutsche Dose wiedergefunden).

Sechs Kartons mit Büchern warten noch auf mich. Und etliche habe ich schon geleert. Woher kommt das ganze Zeug bloß? Vermehren die sich selbständig?

Wozu Hektik? Die Infrastruktur der Wohnung steht so weit, daß wir gut darin leben können: Kochen, waschen, schlafen und wohnen. Stehen eben noch ein paar Kartons am Rand herum, wen stört's?

Ich sehe die Wohnung wachsen. Das macht mit jedem kleinen, aber sichtbaren Schritt Freude. Und wenn ich der Schritte mehr habe, mehr Tage brauche, so währt diese Freude ein wenig länger, oder nicht?

[ 16 Uhr 42 ] - [ 6 Kommentare ]

Von Kajaks, Kanadiern und Eskimo-Tieren. Teil Eins.

Kategorie: Vergangen

Ich war 1985 bekanntlich neu in Münster. Was lag also näher als ein (Sport)Verein?
Nun, an Leichtathletik und Fußball war ich schon in Gießen gescheitert. Vielleicht also eine etwas weniger leistungsorientierte Sportart?

Wie ich aufs Kanu kam, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls gab es unweit von meinem Zuhause (also etwa vier Kilometer mit dem Rad!) neben einem Campingplatz auch einen Kanuverein.
Ich durfte, und so ging ich dort hin, mit zwei Klassenkameraden im Schlepptau. Einer der Senioren des Vereins lebte sozusagen nebenan auf dem Campingplatz und erklärte uns das Nötige: Wie wir uns im Fahrtenbuch eintragen (Name, vor Beitritt zusätzlich GAST dahinter, Strecke, welches Boot etc.), wie man einsteigt ins Kajak (diese Eskimoboote), und vor allem: wie man paddelt.

Kajak-Zeichnung.Ein richtiges Doppelblattpaddel hat die Paddelblätter nämlich um 85° versetzt angebracht, anders als beim Bootsverleih. Deshalb gibt es auch LinkshänderInnenpaddel. Beim Kanadier (Indianer) ist das schnurz, der hat ein Stechpaddel, so wie im Film. Deswegen muß man es immer etwas drehen, denn taucht man das Paddel nicht richtig ein, dann hängt man sehr schnell kopfunter in der Brühe. Und bei dem Fluß, an welchem das Bootshaus lag (die Werse), war diese Vorstellung nicht eben angenehm, denn das Wasser ist schmutzig und überdüngt, im Sommer kommen noch ein fieser schleimiger Film und verwesende Tierkadaver hinzu.

Wir waren irgendwann zu viert, und ich war der einzige, der niemals gekentert war.

Aller Anfang ist schwer. Beim Kanufahren ist der schwere Anfang das Geradeausfahren. Ständig dreht sich das Boot im Kreis, bis man irgendwann einmal das Gespür dafür hat. Und bald paddelten wir den Fluß auf und ab, sogar bis Angelmodde hinauf, das waren 10,5 Kilometer, also insgesamt 21. Einmal machte ich mit einem Kumpel auch eine regelrechte Ochsentour: Ein Sportkamerad hatte uns von einer richtigen Runde erzählt: Die Werse abwärts bis zur Ems. Von dort am umtragen auf den Dortmund-Emskanal und dann Richtung Hiltrup. Dort fließt der Emmerbach, von dem aus man oberhalb des Bootshauses bei Wolbeck wieder in der Werse landet. Immer mit dem Strom. Zusammen vierzig Kilometer.

Wir teilten uns die Tour in zwei Tage ein. Wir zelteten bei einem Bauern (dessen Neffe ein Klassenkamerad war). Noch nie und niemals wieder habe ich derart schnell ein Zelt aufgebaut- ein fürchterlicher Platzregen. Die Bäuerin gab uns erstmal Jogginganzüge von ihrer Tochter, während unsere Sachen beim heißen Tee am Kachelofen trockneten.

Am folgenden Tag ging die Tour dann weiter. Und wir stellten fest, daß unsere Planung eine grobe Macke hatte: Bis zum Bauern waren es zehn Kilometer gewesen. Also hatten wir noch dreißig. Und wir mußten an der Schleuse vorbei umtragen, und die Kajaks waren vollgepackt und schwer, und wir hätten weit schleppen müssen.

Doch dank des Feiertages war kaum Verkehr auf dem Kanal, und der Schleusenwärter rief uns per Lautsprecher zu, wir sollten zu zwei kleineren Schiffen in die Schleusenkammer. Das war recht spannend. Nur wurde, als die Boote wieder anfuhren, das Wasser furchtbar aufgewühlt, und wir hatten Mühe, uns zu halten.

Irgendwann in Wolbeck spätestens tat uns alles weh. Zurück in Handorf noch mehr als alles. Aber stolz waren wir über unsere Leistung.

[ 13 Uhr 51 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Gurken von gestern.

Kategorie: Verrueckt

Gestern war anstrengend. Ich merke, ich bin nicht mehr so strapazierfähig wie früher. Für einige Termine, unter anderen Integrationsfachdienst und für etwas, was mir sehr wichtig war und das ich bisher nicht konnte oder vielmehr durfte (ich berichte aus Gründen noch nicht jetzt darüber), mußte ich kreuz und quer durch halb Münster gurken.

Gurken essen mag ich gerne. Aber durch die Gegend gurken weniger.

[ 11 Uhr 39 ] - [ Noch kein Kommentar ]

12. August 2011

Guten Morgen gefälligst!

Kategorie: Verschiedenes

Ulf, Nachthemd, Nietenarmband, Pommesgabel.
Ich finde, Ihr habt gut geschlafen zu haben!
Außerdem ist heute Freitag. Auch wenn diese Aussage nichts aussagt.

[ 06 Uhr 52 ] - [ 4 Kommentare ]

11. August 2011

Neue Erkenntnisse. Unaussprechliche solche.

Kategorie: Verrueckt

Nicht, daß diese Erkenntnisse so furchtbar wären, daß ich nicht darüber sprechen bzw. schreiben will oder kann. Ich habe oft Gedanken, die zwar eigentlich klar sind, aber die ich nicht verständlich formulieren kann. Als ob die Worte erst, wie in Momo von Michael Ende, erst wachsen müßten dafür.

Ich habe ja einiges in der letzten Zeit hier abgesondert. Und noch immer sind Gedanken übrig, zu denen (noch) die Worte fehlen. Gedanken immer noch über Verantwortung, über mich selbst, meine Krankheiten und wie ich damit umgehe.

Ich finde das insofern seltsam, als daß ich üblicherweise in Worten bzw. Sätzen denke, in Gedanken also sozusagen spreche. Aber irgendwie bilden sich immer wieder Stränge, die sich daran vorbeigemogelt bekommen. So wie Intuition am Verstand vorbeikommen kann.

Kennt Ihr das auch? Und was macht Ihr damit? Was hilft Euch, Worte zu düngen, daß sie wachsen können?

[ 11 Uhr 00 ] - [ 5 Kommentare ]

Von der Angleichung der Eheleute.

Kategorie: Verschiedenes

Die Kutte meiner Liebsten, draufgenäht ist SLAYER.Paare werden sich angeblich im Laufe der Jahre des Zusammenlebens immer ähnlicher, so heißt es. Nunja, irgendwie muß man sich ja beeinflussen, wenn man ständig umeinander ist.

Metallica mochte sie schon bald, als sie bei mir ankam, um einfach nicht mehr nach Hause zu fahren, sondern mit mir zu Leben. Motörhead war auch gut. Aber die ganz wüsten Sachen, wie Slayer, Deicide oder Demilich, die gingen gar nicht. Zu grusig, zu rappelig, zu heftig.

Offenbar kann der Mensch sich an alles gewöhnen. Ich mochte früher auch keine Nudeln, heute liebe ich sie. Und sie hat sich nun eine Kutte anzuschaffen begonnen. Mit ganz groß Slayer drauf.

We are the Metalheads. \m/
Wackentransparent.
Und JA, auch sie beeinflußt mich in vielen Dingen.

[ 08 Uhr 00 ] - [ 4 Kommentare ]

10. August 2011

Ist sie nicht wunderschön?

Kategorie: Verschiedenes

Unser neuer Waschtrockner.Hier ist sie, neu in unserem Leben und unserer Wohnung und prachtvoll anzuschauen: Unsere neue Waschmaschine.

Die alte hatte schon lange etwas geleckt (nein, sie hatte keine Zunge! Ferkel!). Und als wir unsere Habe aus der alten Wohnung schafften, sahen wir das Drama an der Unterseite: massig Rost, und das Gegengewicht der Waschtrommel hatte sich schon in Wohlgefallen aufgelöst. Letzteres war also der Grund des lautstarken Schleuderns gewesen.

Wir luden sie emotionslos auf den kleinen Anhänger, der für anzutransportierenden Recyclinghof-Krempel war, wo sie mehreren Müllsäcken und unserer ebenfalls kaputten Spülmaschine Gesellschaft leisten konnte. Alsbald jedoch kamen Elektroschrottverwerter südländischen Aussehens und fragten nach Eigentumsübertragung. Ja, gerne, dann müssen wir nicht wieder abladen.

Nun waren wir also mehr als eineinhalb Wochen ohne Waschmaschine. Zum Glück haben wir recht viel Wäsche, so daß wir nicht in Not kamen. Doch der zu waschende Berg wuchs schneller als der Mount Everest. Doch hatte ich sofort ein Gerät bestellt und einen Liefertermin, nämlich heute Vormittag, vereinbart gehabt. Das Gerät war nicht eben billig, denn praktischerweise enthält das Gehäuse auch noch einen Wäschetrockner. Somit kann die geeignete Wäsche in einem Durchgang versorgt werden. Schmutziger Krempel rein, sauber und trocken wieder heraus. Wundervoll! Danke an Olli für den Tip!

Gegen Neune kam die Lieferung. Direkt danach übrigens, fünf Minuten nach deren Abdampfen, der Telekomiker zwecks Vertelephonung unserer Wohnung. Die Maschine läuft. Internet läuft. Telephon läuft. Alles läuft.

[ 16 Uhr 00 ] - [ 1 Kommentar ]

Küchengeschichten.

Kategorie: Verschiedenes

Schon immer habe ich gerne gekocht. Mein erstes ganz allein und ohne jegliche Unterstützung (außer einem Kochbuch) erzeugtes Happi war Forelle blau. Ich war elf und meine Eltern trauten mir zu, einen Tag alleine zu überstehen. Ich kündigte mein Kochvorhaben an und
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[ 12 Uhr 00 ] - [ 5 Kommentare ]

Das Mitt zum Wortloch.

Kategorie: Verrueckt

Kritische Selbstreflexion:
Ich hoffe, daß ich nun fortgeschritten bin in meinem Bestreben, nicht mehr andere oder die Umstände verantwortlich zu machen dafür, was mit mir geschieht. Oder was ich mit mir geschehen lasse. Oder was ich mir selber geschehen mache. Oder aber nur allein mich selbst.

Den Schuldbegriff wegzudenken aus der Verantwortlichkeit.

Ulf. Cool.Vorwärts denken:
Nein, nicht die SPD-Postille ist gemeint damit. Ich habe nach wie vor keine rechte Vorstellung, was geschehen wird mit mir. Ich weiß nur, daß ich meine Weiterbeschäftigung wohl versemmelt habe. Macht auch nichts, vielleicht ist dieses auch besser so. Ein erweiterter, ein vollständiger Umbruch.
Dienstag hatte mich der Doc vom Arbeitsamt einbestellt zwecks Musterung Untersuchung. Meine Krankengeschichte in wenige Zeilen zu quetschen war sicherlich eine interessante Herausforderung, aber ich denke, der Mann hat sicher Übung darin.
Positiv auf jeden Fall, daß ich zwar nicht viele, aber doch mehrere Kilo abgenommen habe und die Neun am Anfang fort ist. NEIN, zweistellig! Ich wiege nicht fast eine Tonne!

Auf der der medizinischen Abteilung gegenüberliegenden Seite ist die Psychologische. Dorthin möchte er mich gerne einladen lassen. Erwartungsgemäß. Kein Problem, im Gegenteil. Eine Art Beschäftigung sozusagen. biggrin

Es lebe die Eisenpfanne!
Ich hatte früher eine große Eisenpfanne in Betrieb, die nach langjähriger eifriger Nutzung auf dem Gasherd schwarz geworden war. Sie sah grauenhaft aus. Und niemals bekam ich bessere Bratergebnisse als damit. Scheiß auf Teflon, das ist Bockmist. In dieser Pfanne backte nichts an, nichts fest. Und die Krusten waren einmalig. Leider ist sie irgendwie nicht mehr in meinem Besitz.

Nun aber habe ich eine neue Pfanne in Betrieb genommen. Natürlich habe ich vor der Einweihung das Gerät erstmal gründlich eingebraten. Ich werde trotzdem noch Geduld haben müssen, bis ich die Ergebnisse bekomme, die ich von früher® her gewohnt bin.

Mit Kohle kann man zeichnen.
Und mit Eurer Kohle könntet Ihr das Weblog hier unterstützen. Den Spendenbutton solltet Ihr schnell finden, rechts bei den Buttons oder in der Einzelansicht der Beiträge. Her mit Eurer Kohle!

[ 09 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ]

09. August 2011

Homosexualität: Der Schuß nach hinten- ins Mittelalter.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Hier ist ja so ein Schützenkönig am Start. Wenn ich auch Schützenvereine eher absonderlich finde mit ihrer Kostümierung und ihren Gebräuchen, so ist das grundsätzlich nichts sensationelles. Sensationell
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[ 11 Uhr 38 ] - [ 4 Kommentare ]

Der Damaris ihre Freude.

Kategorie: Vergangen

Im Sommer 1985 war ich gerade von Gießen nach Münster gezogen worden, ich war dreizehn Jahre alt und hing noch sehr an meinen alten Freunden dort, die ich so oft als möglich besuchte. Was nicht das Problem war, ich konnte
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[ 10 Uhr 50 ] - [ Noch kein Kommentar ]

08. August 2011

GPRS saugt. Daten nicht schnell genug.

Kategorie: Vernetzt

Eigentlich komme ich mit meinem Tarif fürs Mobiltelephonierdingens gut hin. Ich habe 300 MB Volumen für UMTS, wenn die auf sind, dann wird auf GPRS gedrosselt. Meist bei meinem Mobilnetzbedarf ein, zwei, drei Tage, dann habe ich wieder volle Geschwindigkeit.

Unser Festnetzanschluß samt DSL kommt Mittwoch Vormittag. Weil wir ursprünglich nach Wacken umziehen wollten, unser Vorbewohner aber eher draußen war. Nun denn, wenn man richtig rumsurft mit ohne Mobilinternetseiten mit reduzierten Datendingsen, dann schlürft sich die Maschine ganz schön was zusammen, und binnen Stunden ist das UMTS-Volumen aufgebraucht.

Und GPRS ist laaaangsam! In Wacken und Umgebung, auch in St. Michaelisdonn und Itzehoe merkte ich das nicht so. Da bekam ich ohnehin fast nie eine Internetverbindung. Daß das Telephon funktionierte war ja schon ein Wunder, da in der Pampa, wo jedes Rind noch einen eigenen Namen hat.

Geduld. Geduld. GEDULD, VERDAMMT NOCH MAL!!!

[ 17 Uhr 35 ] - [ 6 Kommentare ]

So friedlich wie einst Woodstock. Nur ohne Hippies. Und mit besserer Musik.

Kategorie: Kultur

Shuttlebus nach Wacken.Viel Verkehr in Wacken.Full Metal Intercity:
Schon in der Eisenbahn schienen die meisten dasselbe Ziel wie wir zu haben. Denn sicherlich die Hälfte derer, die im Intercity gen Westerland saßen, waren entsprechend herausgeputzt, wie sich das für einen solchen Anlaß geziemt: Mindestens schwarz oder besser noch mit Festival-T-Shirt und so. Und tatsächlich, wer mit uns im Wagen saß stieg auch in Itzehoe aus. Von dort aus waren Shuttlebusse unterwegs, die uns in das größte Kuhkaff der Welt schaffen sollten. Leider hörten die Fahrer Radio, und das Programm paßte nicht wirklich. biggrin Netterweise verscheuchte unser Fahrer jemanden, daß meine Liebste sitzen konnte. Trotzdem wir Stehenden uns sehr quetschen mußten, war die Stimmung ausgezeichnet und die Sprachen sehr international.

Full Metal Village:
Das legendäre Dorf der Gebangten empfing uns mit offenen Armen, die als solche erkennbaren Eingeborenen hatten ganz offensichtlich ihre helle Freude am schwermetallischen Volk. Und machten neben jeder Menge Späßen auch ein recht gutes Geschäft mit Speis' und Trank und Merchandising-Produkten wie dem Extra-Offiziellen-Wacken-Kaffee, der in der Tat ausgezeichnet schmeckte.

Ulf vorm Ortsschild.Eintrittskarten gegen Armbänder.Wir checkten ein und gurkten nach einem Orientierungsgang über das Gelände in unser Quartier, denn wir wollten ja fit sein zum Größten Fest der Metalheads der Welt. Packten dann unseren mit dem Armbändchen erhaltenen Sack aus. Gutscheine, Informationsmaterial und diverser Krempel, was man eben so braucht. Und jeweils ein Kondom. Ich war allerdings ein wenig enttäuscht, als ich feststellen mußte, daß es aus Gummi war und nicht aus Stahl, Chrom oder Eisen. Das müssen die noch verbessern, finde ich.

Full Metal Jackett:
Tatsächlich liefen mir auf dem Festival auch Menschen im Jackett über den Weg: Die Kopie der Blues Brothers. Ein paar sahen auch eher nach Love Parade aus als nach Metal, so in neongrünem Anzug, und einige im Fußballdress. Doch der größte Teil kam standesgemäß und kann in verschiedene Gruppen eingeteilt werden:

1.: Der Klassiker kommt vor allem mit seiner Kutte zu Jeans und derartigem. Kuttenträger sind allerdings nicht sehr häufig, die weitaus meisten kommen als
2.: Freizeitmetaller wie wir. Dresscode hier: Metal-T-Shirt oder vergleichbares, der Rest ist unterschiedlich. Die meisten hiervon tragen Wacken-Shirts, vor allem das aktuelle. Sonst Band-Shirts. Hier herrscht Motörhead vor, danach kommen Amon Amarth, aber auch rechtsextreme Bands wie Dimmu Borgir und Burzum. Hardrocker, Pioniere wie Led Zeppelin und sonstige in die richtige Richtung orientierte wie AC/DC kommen auch vor. Nietenarmbänder etc. kommen vor.
3.: Rock mit Rock: Ich sah in Wacken mehr Männer im Rock als Frauen. In der Regel waren dies Schottenröcke, was mit dem auf dem Gelände stattfindenden schottischen Sport zu tun haben mußte. Dieser fand im Wackinger Village statt, dort betrieben die VeranstalterInnen auch noch weitere Bespaßung mit Treiben, welches die meisten für mittelalterlich hielten. Knöchellange schwarze Röcke hingegen oder auch knöchellange Ledermäntel (bei der Hitze!) zeichneten den Black-Metalhead aus.

Full Metal Plauze
Eisen ist Metal(l). Fleisch enthält Eisen. Ergo ist Fleisch des Metallers Lieblingsspeise und war an den meisten Freßbuden zu bekommen. Doch auch für vegane Bleichgesichter ward gesorgt, unter anderem mit Tofu-Döner, den ich aber nicht versuchte. Ich habe bisher noch keine erfreulichen Erfahrungen mit Tofu gemacht.

Ansonsten: Saubere Schonts (aber so stark frequentiert, daß Mann zu sein doch recht nützlich war). Gute und recht teure Verpflegung, wobei die Penne Bolognese wie eingeschlafene Füße schmeckten, aber andere Sachen waren schon OK.

Wir schienen die einzigen zu sein, die nicht besoffen waren. Das machte aber nichts, ich konnte nirgendwo auch nur den geringsten Ansatz von Aggressionen feststellen. Ein paar mußten natürlich abtransportiert werden, und ich fragte mich, ob das der Sinn der immerhin 120 Euro teuren Veranstaltung sein konnte, vor sämtlichen Top-Acts wie Ozzy Osbourne, Judas Priest, Sepultura und Motörhead schlappzumachen. Aber: Alle waren lieb zu einander. Wie in Woodstock. Nur ohne Hippies, aber mit besserer Musik.
Wacken-Impressionen.Wacken-Impressionen.

[ 08 Uhr 02 ] - [ 4 Kommentare ]

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